Friedenswallfahrt 26. 10. 2025 - St. Florian
Letztes Jahr 2024 war ja das Wolfgangsjahr (1100 Jahre). Die Wallfahrt nach St. Wolfgang hat den Heiligen richtig berühmt gemacht. Es gab aus ganz Europa bestimmte Wallfahrtswege zum Walllfahrtsort. Ein St. Wolfgangsweg führte von Simbach – Braunau – Haselbach – St. Georgen – Mauerkirchen – St. Florian – Schalchen – Munderfing – Valentinshaft – Heiligenstatt – Teichstätt – Lengau – Straßwalchen und weiter ins Salzburgische und in das Wolfgangsland.
Helpfau ist ein ganz alter Ort und bereits um 800 erwähnt. Herbert G Brandstetter + schreibt einmal im Bundschuh Nr. 12 (2009) weiter: Eine Wallfahrt nach St. Florian kann erstmals im Jahr 1344 in einer Ablass-Verleihung nachgewiesen werden. (…) Die heutige Kirche entstand im 15. Jhd im gotischen Stil. 1403 weihte der Passauer Weihbischonf Nikolaus die Kirche mit drei Altären. (…) In späteren Jahrhunderten wurde die Kirche im Barockstil verändert und die wertvollen Altäre im Jahr 1672 vollendet. Der Hochaltar stellt ein Prachtwerk des Hochbarocks im Knorpelstil dar. (…)“
Aus wikipedia: „An den ursprünglich gotischen Gewölben wurden die Rippen entfernt und erhielt reichen Stuck von Johann Michael Vierthaler (um 1720). Die gleichzeitigen Fresken wurden bei einer Restaurierung verdorben. Es gibt Rundsäulen und barocke Fenster. Die vierachsige zweimal gebrochene Westempore mit Kielbogen hat ein Sternrippengewölbe. Der schlanke gotische halb eingestellte Westturm erhielt eine barocke achtseitige Glockenstube und trägt einen Zwiebelhelm mit einer Spitze aus dem Jahre 1885. Der prachtvolle Hochaltar mit reichem dekorativem und figuralem Schmuck von einem unbekannten Meister, Notname Meister von St. Florian bei Helpfau, (man liest auch Meister Andreas Spindelbauer aus Mauerkirchen) hat an der Rückfront die Signatur I P M 1672, welcher im Stil zwischen den Bildhauerfamilie Zürn und Thomas Schwanthaler steht. Der Aufbau entstand in einer Werkstatt in Mattighofen, vergleiche dazu die Filialkirche Aschau (Feldkirchen), die Pfarrkirche Eggelsberg und die Pfarrkirche Erlach in Simbach am Inn in Niederbayern. Neben dem Hochaltar ist ein leuchtertragender Marmorengel aus dem 18. Jahrhundert. Die Chor- und Kirchenstühle entstand um 1730. Die Seitenaltäre entstand nach 1670, die Gemälde malte Tobias Schinagl aus Burghausen (1677).“
Im Gedenken an die Greuel des 2. Weltkrieges und dem großen Abrüstungs-Lager in Mauerkirchen entstand dort ein Kriegerfriedhof zum Gedächtnis und Erinnerung. (Siehe Beschreibung beim Eingang; Infos beim Schwarzen Kreuz.)
Im Bundwerk Nr. 21 (2006) fanden wir zum Kriegerfriedhof folgenden Eintrag:
Der ehemalige Pestfriedhof um die Kirche von St. Florian erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Funktion. Im Sommer 1945 wurde im Raum Uttendorf-Mauerkirchen die 6. Deutsche Armee aufgelöst. Zwischen Juni und September waren in einem riesigen amerikanischen Entlassungslager, das sich zwischen dem Mauerkirchner Bahnhof und der Ortschaft Reichsdorf erstreckte, an die 200.000 deutsche Kriegsgefangene durchgeschleust und entlassen worden. Da- bei bestattete man die in den Lagerlazaretten ver- storbenen Soldaten in den Friedhöfen von St. Florian und Mauerkirchen. Am 14. Oktober 1951 fand in St. Florian die Weihe eines würdi- gen Ehrenmales in der Form einer gotisch nachempfundenen Friedhofsleuchte aus Kunststein statt. In der Folgezeit exhumierte man die Kriegs- toten der Umgebung und bestattete sie auf dem Lagerfriedhof erweiterten Kriegerfriedhof. Sie waren aus den Friedhöfen von Mauerkirchen, Burgkirchen, Treubach, Polling, Pischelsdorf, Pfaffstätt, Fried- burg, Eggelsberg, Haigermoos, Ostermiething und St. Pantaleon übertragen worden. Die sterblichen Überreste eines Soldaten brachte man aus einem Waldgrab in Ranshofen nach St. Florian. Die Exhumierungen leitete Horst Littmann, ein Identifizierungsfachmann der Deutschen Kriegs- gräberfürsorge. Am 3. Juli 1966 wurde die unter Andreas Reiter, Landesgeschäftsführer des OÖ. Schwarzen Kreuzes, neu gestaltete Ruhestätte feierlich eröffnet. Insgesamt 115 Tote ruhen nun in St. Florian. Es handelt sich dabei um 53 Deutsche, 24 Russen, 11 Österreicher, 5 Italiener, 4 Serben, je zwei Polen und Slowenen sowie je einen Rumänen, Ungarn, Franzosen und Ukrainer. Die Nationalität von 10 hier Begrabenen ist unbekannt. Den Abschluss der jüngsten Renovierung der Friedhofsanlage, bei der auch die Kreuze und Namenstafeln saniert wurden, bildete eine Feier am 9. Juni 2000. Betreuer des Friedhofs ist Walter Haid aus Mauerkirchen.
Rückblick - Wir waren leider nur wenig Leute!
Danke den Uttendorfern für freundlichen Empfang: Hr. Mesner Johann Bacher und Pfarrer P. Alfred. Er erzählte uns schlussendlich, wie eine echte! Reliquie des Hl. Florian von Krakau nach Uttendorf 2004 gelangte!
Wir verließen die Kirche mit der Fürbitte beim Heiligen.
Siehe anbei noch download - Friedensgebet.
