Wednesday 24. April 2024

Wir über uns

 

Papa Gruber Kreis
 

Fachausschuss des Pfarrgemeinderates der Pfarre St. Georgen an der Gusen

Leiterinnen: Julia Mayr und Marlene Wöckinger
 

Kontakt: gruber-kreis@johann-gruber.at

 

Jahrzehnte waren der Mut und die Zivilcourage „Papa“ Grubers auf dem Pfarrgebiet von St. Georgen/Gusen unbekannt. Erst seit den 90er Jahren erfuhren wir durch Berichte von KZ-Gusen-Überlebenden mehr über sein Wirken, etwa über die legendäre „Gruber-Suppe“, mit der Johann Gruber nach Berichten von Überlebenden vielen Mitgefangenen das Leben rettete. 2007 wurde der Papa Gruber Kreis gegründet. Dieser Kreis hat es sich zum Ziel gesetzt, das Gedenken an die Opfer der Konzentrationslager auf dem Gebiet der Pfarre St. Georgen wach zu halten und die Person Johann Gruber ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Seit dem Bestehen des „Papa Gruber Kreises“ gab es eine Vielzahl von Aktivitäten und Veranstaltungen. 2009 präsentierte der Papa Gruber Kreis bei einer Veranstaltung mit vierhundert Besucher/-innen im Beisein des Landeshauptmanns, etlicher Bischöfe und namhafter Repräsentanten/-innen des kirchlichen Lebens und des Bildungswesens die Broschüre „Dr. Johann Gruber – Christ und Martyrer“. Diese Veranstaltung war die Initialzündung für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien und Gottesdienstbehelfen, für zahlreiche Bildungsveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Schulen, für die Lehrerfortbildung an Pädagogischen Hochschulen, für Veranstaltungen in diversen Erwachsenenbildungsreinrichtungen, für Gottesdienste, für Projekte von Firmgruppen des örtlichen Pfarrlebens und für eine Reihe künstlerischer Initiativen und kultureller Veranstaltungen, die sich mit der Person Johann Gruber und den tragischen Ereignissen des Nationalsozialismus auf dem Pfarrgebiet von St. Georgen an der Gusen befassten.

Neben all diesen Aktivitäten initiierte der Papa Gruber Kreis ein Verfahren zur juristischen Rehabilitation Dr. Johann Grubers, das 2010 eingeleitet und am 7.1.2016 mit dem Beschluss zur gänzlichen Aufhebung des Urteils vom 20.1.1939 und damit zur vollständigen Rehabilitierung Johann Grubers durch das Strafgericht Wien einen erfolgreichen Abschluss fand.

Wir über uns

 

Verein Plattform Johann Gruber


Obmann: Bernhard Mühleder
Tel: 0699 8171 8875, bernhard.muehleder@gmx.at

Die Gründung des Vereins „Plattform Johann Gruber“ geht auf eine Initiative des Papa-Gruber-Kreises zurück, um die Aktivitäten zur Person Johann Grubers mit gesellschaftlich relevanten Kreisen zu vernetzen und damit auf eine breitere Basis zu stellen.

Der Verein „Plattform Johann Gruber“ wurde 2011 gegründet. Er setzt sich aus Vertreter/-innen der politischen Gemeinden des Pfarrgebietes von St. Georgen an der Gusen, des örtlichen Kulturvereins, der Pfarre St. Georgen, des Gedenkdienstkomitees Gusen und des Papa Gruber Kreises zusammen.

Vom Verein „Plattform Johann Gruber“ wurde die „DENKSTATT Johann Gruber“ ins Leben gerufen, in deren Rahmen unter anderem das Kunstprojekt der Berliner Künstlerin „Passage gegen das Vergessen“ am Kirchenvorplatz realisiert wurde. Zudem wurde die Publikation „Neue Wege der Erinnerungskultur“, die Vermittlungsbox „Denkstatt Johann Gruber“ von Bernhard Mühleder und Dagmar Höss, sowie der Folder „St. Georgen an der Gusen im Nationalsozialismus – Schritte des Erinnerns“ herausgegeben. Zurzeit initiiert der Verein die Realisierung eines Theaterprojektes von Thomas Baum mit dem Schauspieler Franz Froschauer, das im Herbst 2017 seine Premiere erfahren sollte.

Anliegen des Vereins ist es, dem Verdrängen und Vergessen durch eine öffentliche Erinnerungskultur Widerstand zu leisten und Rechtsextremismus in Gegenwart und Zukunft aktiv entgegenzuwirken. Im Sinne Johann Grubers sollen Haltungen wie Zivilcourage, Toleranz und Menschlichkeit über die Grenzen von Religionszugehörigkeit und etwaigen weltanschaulichen Lagern gefördert werden.

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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