Donnerstag 27. April 2017

"Der Fall Gruber"

Theaterstück von Thomas Baum

 

 

Wo: Mariendom Linz

 

Wann: Samstag, 24.06.2017, 20:30 Uhr

            Sonntag, 25.06.2017, 20:30 Uhr

 

Der oberösterreichische Priester und Reformpädagoge Johann Gruber zählt zu den bedeutendsten Widerstandskämpfern Österreichs. Er trat konsequent für Schwächere ein und wollte verändern und erneuern. Dafür wurde er im politischen und kirchlichen Umfeld der Zwischenkriegszeit und des Nationalsozialismus nicht belohnt, sondern angefeindet und verurteilt.

Dennoch vertrat der begnadete Lehrer von Waisenkindern und Jugendlichen unbeirrbar seine Überzeugungen. Im  KZ Gusen trieb er sein Engagement auf die Spitze. Er setzte dabei mit beispiellosem Einsatz sein eigenes Leben aufs Spiel.

 

Ein Theaterstück des Schriftstellers und Drehbuchautors Thomas Baum.

Nach einer Biografie des Historikers und Verlegers Helmut Wagner.

 

Inszeniert und in der Titelrolle mit Regisseur und Schauspieler Franz Froschauer.

Musik von Peter Androsch

Mit Katharina Bigus, Franz Froschauer, Tanja Jetzinger, Alois Kreuzwieser, Anna Valentina Lebeda, Andreas Pühringer

 

Initiiert und veranstaltet vom Verein Plattform Johann Gruber in Kooperation mit dem Mariendom Linz und der Linzer Kirchenzeitung.

 

Die Aufführungen finden kurz vor der Neugestaltung des Innenraumes im einzigartigen Ambiente des leergeräumten Linzer Mariendomes statt.

 

 

Karten: Euro 29,- im Domcenter Linz und www.oeticket.com

„DER SOHN DES TEUFELS“ Zeitzeugengespräch und Lesung

Freitag, 7. April 2017 19 Uhr, Volksschule Langenstein. Erstmals direkt am „Ort des Geschehens“

 

Zeitzeugengespräch und Autorenlesung bei welcher der Sohn des ehemaligen Lagerkommandanten von Gusen, Walter Chmielewski, anwesend sein wird. Diese Veranstaltung der Plattform Johann Gruber in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Langenstein ist einerseits ein informativer, gleichzeitig aber auch sehr emotionaler Beitrag zum Gedenken an die Opfer der (regionalen) NS-Geschichte.

Das Besondere an dieser Veranstaltung: der Inhalt des Buches spielt direkt in der Vergangenheit unserer Region. Es geht um das Konzentrationslager Gusen und um die mörderischen Verstrickungen von Kommandant Karl Chmielewski. Dessen Sohn Walter Chmielewski, der das zugrunde liegende Erinnerungsarchiv geschaffen hat, wird dabei persönlich anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen!

 

Theaterstück EICHMANN von Rainer Lewandowski

Freitag, 10. Februar 2017, 20.00 Uhr Aktivpark St. Georgen an der Gusen. Veranstaltet von der Plattform Johann Gruber in Kooperation mit der Marktgemeinde St. Georgen an der Gusen

 

Nach seiner Entführung aus Argentinien begann am 29. Mai 1960 in Jerusalem das Verhör des ehemaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann durch den israelischen Polizeihauptmann Avner Werner Less. Sie haben 275 Stunden lang miteinander gesprochen. Die Verhöre wurden auf Tonband aufgenommen und anschließend abgeschrieben. Es gibt 3564 Seiten Protokoll. Eichmann berichtet von seinem Leben in Linz und Umgebung, seiner Wiener, Prager und Berliner Zeit.

Das Stück zeigt wie und was Adolf Eichmann aussagt. Der Zuschauer nimmt die Position des Gegenübers ein. Begleitet wird Eichmanns Aussage von einer Gruppe Menschen, die chorisch das historische Gegengewicht verkörpern: Das Textmaterial besteht aus nüchternen Fakten bis hin zu emotional tief berührenden Passagen aus Berichten und Zeugenaussagen. Der Chor begleitet, unter- oder widerlegt das von Eichmann Gesagte. Er ist der Alptraum, der Eichmann verfolgt.

Eichmann: Franz Froschauer

 

PRESSESTIMMEN:

 

Ein Prozess, selbst jener gegen den kaltblütigen Nazi- Beamten und Judenvernichtungslogistiker Otto Adolf Eichmann, darf kein großes Tingeltangel sein. Er verlangt Sachlichkeit, Stille und mehr Kummer als Zorn…Dass der Abend seine Wirkung aus Bedächtigkeit ziehen kann liegt an der Schauspielkunst von Franz Froschauer….

Peter Grubmüller OÖN

 

Franz Froschauer ist eine Klasse für sich. Er spielt meisterlich den Massenmord Organisator, der übrigens seine Kindheit in Linz verbracht hat. Froschauer schlüpft in Eichmanns ungeheuerliche Normalität, in seine Unberührtheit angesichts des Sterbens und seine Ergebenheit gegenüber seinem Arbeitgeber.

Elisabeth Rathenböck KRONEN ZEITUNG

 

Packend in der konzentrierten Inszenierung von Georg Mittendrein ist vor allem die beklemmende Darstellung durch den oö. Schauspieler Franz Froschauer

Andreas Hutter, NEUES VOLKSBLATT

Downloads:

Folder (PDF)

Update am 2.3.2017: Veranstaltungsfotos hinzugefügt

 

 

Begegnungsabend: Musik, Pantomime, Tanz aus Syrien

Freitag, 28. Oktober, 19 Uhr, Johann Gruber Pfarrheim

 

 

Mit Fatina & Marzen Saleh aus Syrien und Peter Chalupar von LALA aus dem Mühlviertel

 

Alpine Klänge und orientalische Schauspielkunst treffen aufeinander. Das syrische Ehepaar kreiert mit dem Mühlviertler Musiker Schauspielkunst aus zwei verschiedenen Kulturkreisen. Sie bringen Szenen farbenfroher Leichtigkeit und Humor ohne Worte auf die Bühne.

 

Einladung zum Download (PDF-Datei)

 

 

Update am 6.1.2017: Veranstaltungsfotos hinzugefügt

 

Syrien, Irak, Afghanistan: Vortrag Petra Ramsauer

Dienstag, 29. November, 19 Uhr, Johann Gruber Pfarrheim

 

 Wie kam es zu den Konflikten in diesen Ländern?

Was haben die Menschen, die zu uns kommen, erlebt?

Welche Perspektiven gibt es in diesen Ländern?

Was sollten wir von ihnen wissen, um ihre Flucht und ihre Geschichte zu verstehen?

 

 

 

Die Politikwissenschaftlerin, Nahost-Expertin und Krisenberichterstatterin Petra Ramsauer ist als Journalistin für internationale Qualitätsmedien auf die Länder Syrien, Irak und Afghanistan spezialisiert. Anschaulich zeigt sie die politischen Zusammenhänge und die dramatischen Folgen für die Menschen in diesen Ländern auf.

 

Einladung zum Download (PDF-Format)

Gründungsfeier Bewusstseinsregion, 9. November 2016

Aktivpark St. Georgen/Gusen

 

Unsere Region trägt viel Geschichte, aber noch mehr Zukunft. Geschehnisse der Vergangenheit haben Denkprozesse ausgelöst, die uns für die Zukunft lernen lassen.

Runder Tisch

70 TeilnehmerInnen diskutierten beim Runden Tisch über die Umsetzung der Ideen, die aus den BürgerInnenräten und Focusgruppen entstanden sind. Frau Dr. Magdalena Gawin, stellvertretende Ministerin für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen und Generalkonserwatorin hielt eine Ansprache an den Runden Tisch, um der Bevölkerung das Anliegen mitzuteilen, ein pädagogisches Zentrum insbesondere für die Jugend zu schaffen. Geeignet wären dafür die ehemaligen SS-Baracken als Standort, weil diese die letzten erhaltenen Bauwerke sind.

Mit der Bewusstseinsregion haben wir eine Form des Miteinander gefunden, um die Themen, Probleme und Ideen miteinander auszuarbeiten und umzusetzen.

 

Unterstützungsverein ist gegründet

Interessierte Bürger und BürgerInnen können sich mit ihren Ideen einbringen. Im Verein sind VertreterInnen des Gemeindeverbandes, Gedenkdienstkomitee Gusen, Plattform Johann Gruber, perspektive mauthausen, der KZ-Gedenkstätte. Es wird zu verschiedenen Themenbereichen Arbeitsgemeinschaften geben wie Bevölkerung; Bildung; Wissenschaft, Kunst, Denkmalpflege; Nachnutzung und Erhaltung Gebäude, Plätze, Infrastrukutur; Tourismus und Wirtschaft; Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation; Jugend; Menschenrechte-Symposium; Finanzen und Sponsoring

Das erste Treffen der Arbeitsgemeinschaften findet am Freitag, den 14. Jänner 2016 von 16:00 – 20:00 im Aktivpark statt.

 

Berührende Feierstunde

Mit Statements zur Bedeutung der Gedenkarbeit heute von Landesrätin Birgit Gerstorfer, Mag. Reinhold Kraeta, Prälat Josef Mayr, Vertreter der Diözese Linz, Guy Dockendorf, Comité International de Mauthausen, einer Videobotschaft von Dr. Heinz Fischer a.D. wird die Wichtigkeit der Arbeit der Bewusstseinsregion erläutert.

 „Aus dem Wissen heraus was geschehen ist, wollen wir in der Bewusstseinsregion aktiv sein, um einen Beitrag zur humanen Gesellschaft zu leisten. Wir wollen gemeinsam an den besten Lösungen arbeiten. Wir wollen eine demokratische lernende Region sein und den Bewohner und darüber hinaus vermitteln, dass wir uns dem Umgang mit den Themen stellen, nicht die Augen zumachen, sondern aktiv für Frieden und gegen totalitäre Systeme auftreten. Wir wollen uns vernetzen, alle Ressourcen miteinander verknüpfen und lebendige Demokratie sein. Mit dem 1. Menschenrechte-Symposium im November 2017 wollen wir Schritte in die Richtung setzen.“ Gibt Bgm. Christian Aufreiter, stellvertretender Verbandsobmann der Bewusstseinsregion seinen Auftakt.

 

In der Videobotschaft von Dr. Heinz Fischer, Bundespräsident a.D. unterstreicht er „Ich halte die Bewusstseinsregion für ein sehr wichtiges Projekt. Der richtige Weg in die Zukunft benötigt auch eine gute Einordnung der Geschichte.“

Der Film Angekommen der Neuen Mittelschule Mauthausen, Texte zu den Menschenrechten, der Reichsprogromnacht und zu aktuellen Themen der Flucht wurden von der Schauspielerin und Schriftstellerin Alenka Maly gelesen. Musikalisch wurde der Feierabend mit Beiträgen der Gruppe Kohelet 3 umrahmt.

 

Kontakt: Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St.Georgen, Marktlatz 7, 4310 Mauthausen; e-mail: andrea.wahl@bewusstseinsregion.at; www.bewusstseinsregion.at; Mobil: 0660 2292906

 

Befreiungsfeier in Gusen am 14. Mai 2016

71 Jahre Befreiung KZ-Gusen

 

Die Gedenkfeier an der KZ-Gedenkstätte Gusen fand am Samstag, den 14. Mai 2016 statt. Das Thema der diesjährigen Feier lautete "Internationale Solidarität". Es versammelten sich rund 1000 Menschen aus der ganzen Welt. Unter den BesucherInnen waren auch Überlebende die trotz hohen Alters die Strapazen auf sich genommen haben um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können.

Musikalisch umrahmt wurde die Zeremonie von der Schulband der Sonderpädagogischen Einrichtung aus Langenstein. Festredner der Veranstaltung war der Generalsekretär von Amnesty International Österreich, Mag. Heinz Patzelt, der sehr klare Worte zur aktuellen Situation in Europa fand. Auch allen anderen RednerInnen war dies ein besonderes Anliegen.

Jacek Tarasiewicz, Präsident des Klubs Mauthausen-Gusen aus Polen äußerte sich in seiner Rede zu der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa: „Vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse in der Welt und besonders in Europa, kommt unseren Begegnungen an den Orten der ehemaligen Konzentrationslager ein besonderes Gewicht zu und sie senden eine besondere Botschaft. Denn wir, die an diesem Ort Versammelten, wissen am besten, womit alle Kriege enden, ungeachtet ihrer Anfänge“.

 

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: