18. Sonntag im Jahreskreis 2. 8. 2026
Entscheidend ist für Paulus, dass alle aufgezählten Bedrohungen uns letztlich nicht existentiell gefährden können in dem Sinne, dass die Beziehung zu Gott und sein Heil unterbrochen werden oder verloren gehen könnten.
Evangelium: Mt 14,13-21
In jener Zeit,
13 als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war,
zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück.
Aber die Volksscharen hörten davon
und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach.
14 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen
und hatte Mitleid mit ihnen
und heilte ihre Kranken. (…)
Die Verse 13-15 zeigen eine Situation von Eindringlichkeit und Not. Jesus trauert um Johannes den Täufer und möchte eigentlich allein sein. Die Menschen hingegen laufen Jesus nicht (nur) aus spirituellem Interesse hinterher bzw. voraus, sondern aus existentieller Perspektivlosigkeit nach dem Tod des Johannes. Diese Verse sollten deshalb nicht im Ton eines Picknick-Ausflugs gelesen werden, sondern so, dass Trauer und Not darin anklingen.
Wenn Jesus Mitleid mit den Menschen hat (V. 14), bezieht sich das wohl auf ihre Perspektivlosigkeit in dieser Situation: Was kann ihnen neue Hoffnung schenken?