17. Sonntag im Jahreskreis 26. 7. 2026
Gottes Macht erstreckt sich auf die Zukunft.
Die heutige Stelle ist eine geradlinige, von Enthusiasmus und Zuversicht geprägte Schlussfolgerung und Zusage an diejenigen, „die Gott lieben“. Ihr Weg wird – auch wenn er durch Leiden geht – von Gott zum Guten hin gewendet.
Paulus versichert seinen Adressatinnen und Adressaten in knapper und kompakter Ausführung, dass Gott sich und ihnen treu bleibt
Diejenigen, die in Gemeinschaft mit Jesus Christus verbunden sind, werden schließlich von Gott ebenso wie Jesus selbst, der von den Toten auferweckt wurde, auferweckt werden als Geschwister Jesu zum Leben bei ihm als Vater (V. 29). Sie leben in der festen Hoffnung auf diese bleibende Gemeinschaft mit Gott: Er gibt ihnen Anteil an seiner Herrlichkeit (V. 30).
Evangelium: Mt 13,44-52
In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern.
44 Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war.
Ein Mann entdeckte ihn
und grub ihn wieder ein.
Und in seiner Freude ging er hin,
verkaufte alles, was er besaß,
und kaufte den Acker.
45 Auch ist es mit dem Himmelreich
wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. (…)
„Mit dem Himmelreich ist es wie……“
„Himmel“ bei Matthäus meint Gottes Wirken. Wer den Willen Gottes tut, wer auf sein Wort hört, es versteht und umsetzt – Frucht hervorbringt – und sein ganzes Leben davon durch-dringen lässt – wie Mehl vom Sauerteig – und letztlich versteht, altes Wissen mit neuer Erkenntnis zu verbinden und so beides zu vereinigen, wird – im Bild gesprochen – als „Schatz“ geborgen, als wertvolle „Perle“ erkannt, als „guter Fisch“ ausgewählt werden können.
Wir können uns das Himmelreich nicht erwerben. Wir werden nie ein Recht darauf haben, ins Himmelreich zu gelangen, „zur Familie“ Gottes zu gehören. Wir können uns aber dafür entscheiden, dass wir uns nach dem Willen Gottes richten wollen, damit wir als „gut“ erkannt und geborgen werden. Doch die Wahl und die Bemessung liegt bei Gott, er allein entscheidet, ob wir zum „Schatz“ gehören, als besondere „Perle“ beachtet oder als mittelmäßig beiseitegelegt werden, als „gute Fische“ in „Körbe“ gelegt oder als schlechte weggeworfen werden.