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Sa. 04.04.26

Im Wasser ist Heil!

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Lasst freudig uns schöpfen lebendige Wasser aus den Quellen des Heiles. Ja, lasst uns aus dem Osterwasser schöpfen.

Predigt Osternacht, 4.4.2026

 

Perikopen: Gen 1,1-12             Ex 14,15-15,1

Ez 36,16-17a.18-28                     Röm 6,3-11       Mt 28,1-10

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Vor gut 150 Jahren war im bayrischen Bad Wörishofen der Priester Sebastian Kneipp mit seinen Wasserbehandlungen äußerst erfolgreich. In einem seiner Bücher schrieb er: „Das Heil liegt im Wasser!“ In der Feier der Osternacht, denke ich, dürfen wir das genau so sagen: „Das Heil liegt im Wasser!“ Drei Gedanken dazu.

 

Erstens: Das Heil liegt im Wasser des Roten Meeres. Dieser Gedanke mutet uns auf Erste vielleicht zu viel zu. Wie soll im Wasser des Roten Meeres, in dem die Streitmacht Ägyptens den Tod findet, Heil liegen? Es sei versucht dem auf die Spur zu kommen. Die Erzählung vom Durchzug durch das Rote Meer ist eine sogenannte Rettungserzählung. Gott rettet sein Volk, in dem er es Entkommen lässt. Im Wasser des Roten Meeres liegt Heil, weil die Geschichte des erwählten Volkes Israel nicht in der Sklavenherrschaft Ägyptens endet. Sie muss weitergehen bis heute. Die Wasser des Roten Meeres garantieren Heilsgeschichte. Wir sind auch Teil dieser Geschichte. Wir dürfen nicht vergessen, woher diese Geschichte kommt. „Das Heil kommt von den Juden,“  haben wir es am 3. Fastensonntag im Gespräch Jesu am Jakobsbrunnen gehört. Und unser christliches Ostern ist ohne das jüdische Pessach, ohne die jüdische Geschichte, nicht zu verstehen und nicht zu feiern.  Das Heil hat eine lange Geschichte auch bei uns. Die Wasser des Roten Meeres haben garantiert, dass diese Geschichte weitergeht. Geschichte! Bei jedem von uns hat auch die Zugehörigkeit zu Jesus, der aus diesem geretteten Volk stammt, eine Geschichte. Und diese Geschichte ist gut in die Vorsehung Gottes eingebettet. Wir dürfen uns fragen: Was ist passiert, dass ich jetzt hier bin, dass ich jetzt Ostern feiern kann, dass ich beten, singen, Gott loben und preisen kann. Wir dürfen uns einfach an unsere Geschichte erinnern, dass ich getauft bin, zur Erstkommunion gegangen bin, dass ich gefirmt bin, kirchlich geheiratet habe, dass ich zum Priester geweiht worden bin. Erinnern wir uns an alles was Gottesgeschichte ist in  unserem Leben, und dass wir im Glauben in diese Geschichte der Erlösung eintauchen. Ja, es liegt Heil im Wasser des Roten Meeres. Die Gottesgeschichte, die Heilgeschichte wurde nicht aufgehalten. Deshalb können wir heute Ostern feiern.

 

Zweitens: Das Heil liegt im Wasser der Taufe. Nach der Predigt folgt die Weihe des Taufwassers in feierlicher Form. In diesem Wasser liegt Heil. Warum? In der Lesung aus dem Römerbrief, den wir vor dem großen Osteralleluja gehört haben, scheint es uns fast anders gesagt. Es heißt dort, dass wir auf den Tod Jesu getauft wurden. Wie ist das zu verstehen? Ist im Tod Heil? Im Tod Jesu ist Heil, Heil für alle Menschen, die das annehmen können. Dadurch, dass wir auf den Tod Jesu getauft wurden, haben wir Anteil an dem, was Christus durchgemacht hat. Und dann sagt uns Paulus, was das Wasser der Taufe in uns Menschen bewirkt, wie wir uns auch als Menschen begreifen dürfen. „So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus.“ Im Wasser der Taufe nimmt Christus Wohnung in uns. Da wohnt er in unserem Herzen. Wir haben durch die Taufe die Möglichkeit zu einem anderen, alternativen Leben. Das ist der Grund für die Taufe, nicht irgendein Brauchtum, oder dass man dann zum Verein Kirche dazugehört. Nein, durch das Wasser der Taufe beginnt Jesus im Menschen zu wirken, und das bereits im Herzen eines kleinen Kind. Deshalb sollten wir Kindern nicht die Taufe vorenthalten und ihnen dann helfen, dass sie dieses Wirken Jesu im Herzen entdecken können. Es verleiht dem Leben eine andere Qualität. Ja und dann hört man halt öfters die bekannte Aussage: „Ich lasse das Kind nicht taufen, es soll sich später selber entscheiden.“ Man hat aber zuvor oft schon viel anderes für das Kind entschieden. Und so ist diese Aussage von der Freiheit des Kindes ja oft nur die Weitergabe des eigenen Desinteresses und des eigenen Glaubenszweifel. Es gibt viele Ausreden das Ganze zu ummanteln. Durch das Wasser der Taufe wohnt Christus in unserem Herzen und wir dürfen eine Beziehung zu ihm aufbauen. Die ganzen Osterberichte, die wir in diesen Tagen und Wochen hören, zielen auf nichts anderes, nämlich auf die Beziehung zum Auferstanden in unserem Herzen. Der Auferstandene nimmt immer Beziehung auf. Wie gut ist es in das Wasser der Taufe eingetaucht zu werden. Äußerlich ist es das Wasser, innerlich werden wir in Christus eingetaucht.

 

Drittens: „Lasst freudig uns schöpfen lebendige Wasser aus den Quellen des Heiles.“ Ja wir dürfen immer wieder hingehen zur Quelle. Wir dürfen aus dem Osterwasser (Oberkappel hat ja eine gleichnamige Ortschaft, die uns daran erinnert) schöpfen. Wir tun das in unserem Glauben, der sich ganz vielgestaltig zeigen darf. Wir dürfen mit frohem Herzen aus der Quelle schöpfen und das Osterwasser aufnehmen. Da muss ich an ein bekanntes Wort des hl. Bernhard von Clairvaux denken. Wir sollen kein Kanal sein, in dem alles versickert. Nein, wir sollen eine Schale sein. Eine Schale, die sich füllen lässt, damit wir gut leben können, und die dann das Wasser, das überfließt, weitergibt an die anderen. Das Überfließende Wasser weitergeben. Das steht für eine zutiefst missionarische Kirche, die wir sein können und sollen. Missionarisch sein, das können wir alle, dort wo wir leben. Da braucht es kein Dekret und keine Beauftragung dafür. In unserer Diözese meint man ja im Zukunftsweg, von dem man erst einmal sehen muss in welche Zukunft er führt, dass man mit Dekreten zu allem beauftragen kann. Nein, um missionarisch zu sein braucht es kein Dekret. Ich darf zur Quelle gehen, daraus schöpfen, wie eine Schale das Osterwasser aufnehmen und das Überfließende weitergeben. „Lasst freudig uns schöpfen lebendige Wasser aus den Quellen des Heiles.“

 

 

Liebe Brüder und Schwestern!

„Im Wasser ist Heil!!“ Wie recht hatte Pfarrer Kneipp und wie gut passt das zur Osternacht! Im Roten Meer das Wasser der Heilsgeschichte. Im Taufwasser das Heil der Gottesbeziehung, dass wir uns als Christen begreifen können.  Und dann gilt weiter: „Lasst freudig uns schöpfen lebendige Wasser aus den Quellen des Heiles.“ Ja, lasst uns aus dem Osterwasser schöpfen. Halleluja. Amen.

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