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Do. 19.03.26

Hl. Josef - Ein Mann der Tat

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Im Herzen des heiligen Josef dürfen wir lesen.

Predigt Heiliger Joseph, 19.3.2026

Perikopen: Röm 4,13.16-18.22            Mt 1,16.18-21.24a

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Der heilige Josef ist für mich ein faszinierender Heiliger. Er beeindruckt mich in seinem Leben, in seinem Wesen in seinen Herzenshaltungen. Er war fähig mit dem Herzen eines Vaters da zu sein für Jesus und Maria. „Lest in seinem Herzen.“ Das ist der Apell für uns alle an seinem Festtag, dass wir im Herzen des heiligen Josef lesen und sehen für was er steht.

 

Erstens: Josef war ein Mann der Tat. Kein einziges Wort wird uns von ihm überliefet, nur Taten: Er nimmt Maria und das Kind zu sich. Er begleitet Maria nach Betlehem, nach Ägypten, nach Jerusalem. Er diskutiert nicht, fragt nicht, tut einfach. Josef sagt kein Wort und tut alles, was ihm der Engel aufgetragen. Vielleicht sollten wir einfach auch ein weniger sparsamer mit Wortmeldungen sein. Wir müssen nicht überall unseren Senf dazugeben. Taten sprechen lassen, das ist es. Die Tugenden helfen uns dabei. Dass einfach durch unsere Taten mehr Glaube, Hoffnung und Liebe in die Welt kommt. Wir haben viele Möglichkeiten.

 

Zweitens: Josef vertraut. Ja, der heilige Josef konnte Gott voll und ganz vertrauten. Selbst dann, wenn er ihn nicht verstand. Das Vertrauen in die oft unbegreiflichen Pläne Gottes macht uns den heiligen Josef zum Vorbild. Wir müssen Gott nicht verstehen, aber immer vertrauen. Wir sollen wie der heilige Josef, die Sorge um uns und unsere Angelegenheiten ganz dem Herrn überlassen, ohne Wenn und Aber, ohne Angst vor dem, was vielleicht noch alles passieren könnte. Ja, wir sollen es einfach in unserem Leben immer und immer mit viel Vertrauen probieren. Freilich kann das vertrauen auch enttäuscht werden, keine Frage. Das tut weh. Aber es ist trotzdem besser weiter den Erg des Vertrauens zu gehen. Fallen wir nicht auf die alte Schlange herein, die das Misstrauen in die Welt hereingesät hat.

 

Drittens: Josef ist demütig. In allem erweist sich Josef als Meister der Demut durch seinen stillen Dienst und seine Bodenständigkeit. Er ist der Handwerker, der seine Aufgaben macht, in aller Ruhe, Ausdauer und Treue, ohne große Worte, ohne großes Aufsehen. „O, ganz gewiss“, so meint Franz von Sales, „werden die Engel, von Staunen hingerissen, in Scharen herbeigeeilt sein, um die Demut des heiligen Josef zu bewundern, wenn er das teure Kind bei sich in der ärmlichen Werkstatt hatte, wo er sein Handwerk ausübte, um für den Sohn und dessen Mutter, die da bei ihm waren, Brot zu beschaffen!“ Ja, Josef hat demütig, von der zweiten Reihe so viel bewirkt. Das ist besser als in der ersten Reihe stehen zu wollen, und immer nur heraus zu schreien. Ja, wenn wir ein bisschen die Demut Josefs nachahmen könnten.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Im Herzen des heiligen Josef dürfen wir lesen. Nicht nur heute an seinem Fest, sondern ein ganzes Leben lang. Wir lesen: Er ist ein Mann der Tat. Er vertraut. Er ist demütig. So konnte er zum Diener des Heiles werden und der himmlische Vater konnte ihm den Auftrag geben in dieser Welt die heilige Familie gut zu begleiten. Amen.

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