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So. 28.12.25

Wir feiern heute ein Fest der Sehnsucht und der gelösten Probleme

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Wir feiern die Familie als Fest und sie verdient ein Fest zu haben, denn in der Familie, mit allen Problemen und Defiziten, die es gilt, hat sich unser Leben gefestigt und verfestigt.

Predigt Fest der Heiligen Familie, 28.12.2025           

Perikopen: Sir 3,2-6.12-14                     Mt 2,13-15.19-23

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Was soll man als zölibatär lebender Priester am Fest der Heiligen Familie sagen? Manche werden meinen: „Pfarrer, da kennst du dich nicht aus. Du weißt nicht, wie es heute in einer Familie zugeht. Sag lieber nicht ganz  zu viel.“ Ich will auch nicht zu viel sagen und auch keine Familienidylle malen. Aber meine Gedanken habe ich mir gemacht.

 

Erstens: Wir feiern die Familie als Fest und sie verdient ein Fest zu haben, denn in der Familie, mit allen Problemen und Defiziten, die es gilt, hat sich unser Leben gefestigt und verfestigt. „Heilige Familie“ ist der Name eines katholischen Weihnachtsfestes, das im Jahr 1920 in der westlichen Kirche eingeführt wurde. Die ursprünglich gemeinte Bedeutung dieses Festes geht aus dem Tagesgebet hervor, das wir im heute gebetet haben. Das Gebet atmet ganz den Atem des bürgerlichen Familienideals des neunzehnten Jahrhunderts. Der moralische Unterton ist eigentlich für die katholische Tradition ganz untypisch und ist eher der protestantischen Aufklärung geschuldet. Zugleich lässt das Gebet die Bedrohung spüren, die die Kriege und Umwälzungen des neuen Jahrhunderts für die Familien mit sich brachten. Im Gebet heißt es „In der Heiligen Familie hast du uns ein leuchtendes Vorbild geschenkt. Gib unseren Familien die Gnade, dass auch sie in Frömmigkeit und Eintracht leben und einander in der Liebe verbunden bleiben.“ Was genau eine Familie ist, war nie so ganz klar. In der Antike wie in der altgermanischen und slawischen Tradition mag es die Zusammenfassung dessen gewesen sein, was Besitz eines freien Mannes war: Hof, Pferde, Frauen, Sklaven, Kinder, Vieh. Zwar hat das Christentum in all diesen Kulturen immer wieder die Gotteskindschaft aller Menschen betont und damit die Würde eines jeden einzelnen Menschen. Aber gerade an dem Thema kann man sehen, wie viel oder wenig diese Kulturen vom Christentum durchdrungen waren. Da gab es zwar große Fortschritte, aber die waren zäh errungen.
Erst wenn durch die Industrialisierung all das zerfällt, kommt das Ideal der Heiligen Familie „in Frömmigkeit und Eintracht“ so recht auf und hat uns bis heute nicht verlassen. Im Gegenteil, je mehr draußen Konkurrenz herrscht, desto verzweifelter hoffen die Menschen auf die Harmonie in Partnerschaft und Familie. Das war damals der Gedanke. Und vielleicht sollten wir uns den retten. Unsere Welt ist nicht heil, auch die Familie nicht, aber es ist doch die Chance in der kleinen Welt der Familie immer wieder heilende Kraft zu entfalten. Dort kann es im Kleinen mitunter leichter recht werden, als draußen im Großen. 

 

Zweitens. Wir feiern heute ein Fest der Sehnsucht. Ich halte es für eine Stärke des christlichen Glaubens, dass er die Sehnsucht einer Zeit aufnehmen kann, wie man das mit diesem Fest getan hat. Freilich geht das nicht bei jeder Sehnsucht. Aber die Sehnsucht gut familiär aufzuwachsen ist wichtig.  Dort, wo in der Vergangenheit oder leider manchmal auch gegenwärtig die Familie als Herrschafts- und Ausbeutungssystem funktioniert, dort findet sich der klare Widerspruch im Evangelium. Wenn Jesus seine Jünger das Vater Unser beten lehrt, wenn er sagt: „Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel", dann geht es darum, dass er uns auffordert, solchen Machtansprüchen der Vater-Familie zu widerstehen. Dort hingegen, wo Menschen, tastend und suchend und scheiternd und doch immer wieder neu beginnend versuchen im Miteinander einer Lebensgemeinschaft sozusagen im Experiment im Kleinen das zu verwirklichen, wozu wir als Kirche und Menschheit berufen sind, dort können wir Gott auf unserer Seite wissen. “Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Solch ein Lebensmodell, Kirche im Kleinen, kann eine christliche Familie an erster Stelle sein. Wenn jedoch diese Ausrichtung auf das Evangelium nur nach innen gilt, dann Familie  gescheitert: Christliche Familie weist von ihrem Wesen her über sich hinaus, in Gastfreundschaft, Offenheit und der Bereitschaft auch Kirche und Gesellschaft mit zu tragen. Wo das gelingt, ist das christliche Familienideal sich in vielfältiger Weise realisiert. Familie trägt Kirche und Gesellschaft. Da ist ganz erkennbar Gnade Gottes am Werk, in Familien und familiären Beziehungen und Gemeinschaften.

 

Drittens: Fest der gelösten Probleme. Wenn wir auf das schauen, was wir von der Bibel her von der Heiligen Familie wissen, dann war es eine Familie, die viele Probleme hatten, die sich jedoch immer wieder gelöst haben bzw. gelöst werden konnten. Am Beginn die unerwartete jedoch geistgewirkte Schwangerschaft Mariens, die Josef fast drausgebracht hätte. Dann die Volkszählung und mühsame Weg einer Hochschwangeren nach Betlehem zu einer Geburt unter widrigen Umständen. Und schließlich das Schicksal einer Flüchtlingsfamilie nach Ägypten und später wieder zurück. Das war alles nicht einfach. Und doch konnten die Probleme gelöst werden, weil Josef immer wieder aus Engelsmund sogar Erklärungen, Ermutigungen, wir können sagen Predigten bekommen hat. Und die Probleme der Heiligen Familie konnten aus einem tiefen Glauben und Vertrauen heraus bestanden werden. Und genau das ist der Schlüssel für viele unsere Fragen und Probleme, dass wir es einfach aus Glauben und Vertrauen heraus probieren.

 

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Ein bisschen etwas lässt sich schon über das heutige Fest sagen. Es entspringt der Sehnsucht der Menschen in guten, familiären Bindungen zu Leben. Und es lädt uns eine unsere Fragen und Probleme familiär, auch in der Familie der Christen und in der einen Menschheitsfamilie, zu lösen. Wir können es „nur“ aus einem tiefen Glauben und Vertrauen heraus probieren. Amen.

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