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Sun 02.02.25

Kerzen

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Kerzen begleiten das christliche Leben. Kerzen sagen viel über unseren Glauben, vor allem, dass wir an einen Gott des Lichtes glauben.

Predigt Darstellung des Herrn, 2.2.2025

Perikopen: Mal 3,1-4                Lk 2,22-40

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Elektrisches Licht ist für uns normal. Wir drücken auf den Licht-Schalter und schon wird die Nacht zum Tag. Mittlerweile sprechen wir sogar von Licht-Verschmutzung. Das war Jahrtausende lang nicht so. Eine Kerze war daher etwas Besonderes, etwas Teures, ein Luxusgegenstand, den sich nicht alle leisten konnten. Es gab sogar Zeiten da stellte man etwa mit Hilfe der Anzahl und Größe der verwendeten Kerzen seinen Reichtum zur Schau, zum Beispiel bei Begräbnissen: Je mehr Kerzen brannten, umso reicher war die Familie des Verstorbenen. Der heilige Franz von Sales bestimmte zum Beispiel in seinem Testament, dass bei seinem Begräbnis um den Sarg herum  13 Kerzen aufgestellt werden dürfen. Seither rätseln wir darüber, wie er gerade auf die Zahl 13 kommt. Eine Vermutung ist, dass er damit die 12 Apostel und die Gottesmutter Maria darstellen wollte, die sich im Gebet versammeln, so wie damals im Abendmahlssaal vor dem Pfingstfest. Zu Mariä Lichtmess werden Kerzen geweiht. So möchte ich heute einmal ein wenig über die Kerzen nachdenken.

 

Erstens: Kerzen begleiten das christliche Leben und das Kirchenjahr. Am Anfang des Lebens steht das Licht der Taufkerze. Der Glaube ist ein Licht, das einen Menschen erleuchtet. Das Licht des Glaubens soll das Leben hell machen in den verschiedenen Situationen des Lebens. Die Taufkerze spielt dann mehrmals eine Rolle. Bei der Tauferneuerung im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung. Man sagt Ja zum „Ich glaube“ Licht und nein „ich widersage“ zur Finsternis. Bei der Tauferneuerung im Rahmen der Firmung, wäre das auch möglich, aber es hat sich wahrscheinlich auspraktikablen Gründen nicht durchgesetzt. Bei der kirchlichen Trauung wird die Taufkerze verwendet um die Hochzeitskerze zu entzünden. Zwei Flammen werden zu einer. Zwei Menschen wollen in ihrer Liebe Licht füreinander sein und dürfen mit ihrem gemeinsamen Licht das Leben anderer Menschen, wohl in erster Linie ihrer Kinder heller machen. Beim alten Ritus der Priesterweihe, wie er bis Ende der 60-er Jahre üblich war trugen die Weihekandidaten ebenfalls brennende Kerzen, meist die Taufkerzen, und übergaben sie dem Bischof. Es drückte aus, dass den Neupriestern das Licht des Glaubens anvertraut wurde, um es den Menschen weiterzugeben, und es durch Winde und Wetter der Zeiten zu tragen. Dann gibt es auch noch die Sterbekerzen und die Kerzen auf den Gräbern der Verstorbenen. Sie drücken aus, dass Gott uns in der Dunkelheit des Todes nicht alleine lässt. Er lässt den Verstorbenen sein Licht leuchten. Alles Licht in der Kirche kommt letztlich von der Osterkerze. Das Licht der Auferstehung, das Licht des Lebens leuchtet über dem Leben der Christen.

 

Zweitens: Die Kerze sagt etwas über unseren Glauben. Eine Kerze spendet Licht in der Finsternis: Genauso ist unser Gott, das Licht der Welt, das die Dunkelheit unseres Lebens mit seinem Licht erleuchtet. Eine Kerze spendet Licht, in dem sie sich selbst verzehrt, opfert, hingibt: Genauso opferte sich Jesus am Kreuz, damit wir leben können. Durch das Entzünden einer Kerze machen wir uns bewusst, dass wir in der Gegenwart Gottes leben: So wie das Licht den Raum erfüllt, so ist Gott um uns herum anwesend mit seiner Gegenwart. Eine Kerze gehört daher auch zur unverzichtbaren Grundausstattung einer jeden Heiligen Messe – genauso wie Wein und Brot. Das Fest „Darstellung des Herrn“, im Volksmund „Maria Lichtmess“ genannt, also die „Licht-Messe“ zu Ehren der Gottesmutter Maria, will uns genau diese religiöse Licht-Symbolik deutlich machen. Im Zentrum steht dabei die Aussage des greisen Simeon über den neugeborenen Jesus: „Meine Augen haben das Heil gesehen, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Und die Prophetin Hanna lobt Gott für das Kind, das den Menschen das Licht der Erlösung bringt. Im Evangelium ist aber ebenso von der Dunkelheit die Rede: Vom Schmerz, der das Herz Marias wie ein Schwert durchbohren wird. Genau gegen diese Dunkelheit, den Schmerz und das Leid sendet Gott sein Licht durch seinen Sohn Jesus Christus. Deshalb zünden die Menschen in ihren Anliegen und Sorgen seit Jahrhunderten eine Kerze an, damit ihre Dunkelheit erhellt wird, vor allem dann, wenn einem die Worte über das Leid und den Schmerz im Hals stecken bleiben. Das stille Flackern der Kerze sagt genug: „Gott, mach mein Leben wieder hell.“ Es sind viele Gedanken, die einem am Fest der Darstellung des Herrn durch den Kopf gehen können … bis hin zum Blasius-Segen, der in diesem Zusammenhang auch oft gespendet wird: die beiden überkreuzten Kerzen als Symbol für die heilsame Kraft Gottes gegen Krankheit und Leid. Lassen wir uns also heute ganz besonders vom Licht Gottes anstrahlen, so wie jene Personen, von denen wir im Evangelium hörten: Maria, Josef, Simeon und Hanna, und erkennen wir in den Kerzen, die wir heute gesegnet haben, die heilsame Gegenwart Gottes mitten unter uns, die uns das Licht des Lebens schenkt.

 

Drittens: Ich selber kann eine Kerze sein. Wie das funktioniert möchte ich mit einem schönen Liedtext ausdrücken. Er lautet:

1. Wie eine Kerze leuchtet so möcht ich selber sein. Ich möchte Licht verbreiten, ich möchte leuchtend sein. Mache dich auf und werde Licht! Mache dich auf und werde Licht! 2. Wie eine Kerze warm macht, so möcht ich selber sein. Ich möchte Wärme schenken, mein Herz soll Liebe sein. Mache dich auf und werde Licht! Mache dich auf und werde Licht! 3. Wie eine Kerze aufstrahlt, so möcht ich selber sein. Ich möchte Freude schenken, ich möchte fröhlich sein. Mache dich auf und werde Licht! Mache dich auf und werde Licht!


Liebe Brüder und Schwestern!

Kerzen sind etwas Wichtiges in unserem Glauben, nicht nur zur Maria Lichtmess. Kerzen begleiten das christliche Leben. Kerzen sagen viel über unseren Glauben, vor allem, dass wir an einen Gott des Lichtes glauben. Und ich selber darf eine Kerze sein und zu eine lichtvollen Atmosphäre beitragen. Ich schließe mit einem Wunsch des heiligen Franz von Sales: „Jesus Christus sei immerdar unser Tageslicht in der Ewigkeit und unsere brennende Kerze im gegenwärtigen Leben.“ Amen.

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