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So. 25.08.24

Worte ewigen Lebens...

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Gott lässt dem Menschen die Freiheit, keine Frage. Ob es wirklich eine andere Alternative gibt, die das Leben prägt?

Predigt 21. Sonntag im Jahreskreis, 15.8.2024

Perikopen: Jos 24,1-18                           Joh 6,60-69

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Da hat Jesus die Jünger geradezu eingeschworen, dass er das Brot des Lebens ist, das man von ihm leben kann, und was ist die Reaktion darauf? Viele gehen nicht mehr mit ihm, ziehen sich zurück. „Was er sagt ist unerträglich, das kann man nicht anhören.“ Wie aktuell scheint diese Erfahrungen in Zeiten, in denen es in wird nicht mehr Mitglied der Kirche zu sein und sich vielerorts die Reihen lichten. Was tut Jesus?

 

Erstens: Er lässt den Menschen die Freiheit. Er jammert nicht, er lamentiert nicht. Er nimmt aber auch den Anspruch der Nachfolge nicht zurück. Er weicht das, was er bis jetzt gesagt hat nicht auf, dass es den Menschen doch irgendwie in den Kram passt und sie weiter mitlaufen. Ein bloßes Mitläufertum ist immer gefährlich. Er fordert die Menschen zur freien Entscheidung. „Wollt auch ihr weggehen?“ Diese Frage stellt er, denen, die da sind, weil der Glaube freilich immer ein Stück weit gefährdet bleibt, und denen, die schon gegangen sind. „Wollt auch ihr weggehen?“ Mit anderen Worten: „Ihr seid frei. Ihr könnt gehen. „Ich halte euch nicht fest.“ Christlicher Glaube als freie Entscheidung. Ohne diese Entscheidung, und der freie Wille ist wahrscheinlich unser einzig wahres Eigentum, trauen wir Christus im Grunde nicht zu, dass er überzeugend und anziehend genug ist, dass sich Menschen in aller Freiheit für ihn entscheiden.

 

 Aber, zweitens: Gibt es Alternativen? Die Antwort des Petrus ist sehr verhalten, nicht so stürmisch, wie wir das von ihm gewohnt sind: „Zu wem sollten wir denn gehen?“ Die Frage ist: Wohin? Zum wem sollten wir gehen? Gibt es Alternativen, die ein Weggehen rechtfertigen? Oder anders gesagt macht man es sich besser, wenn man weggeht? Vielleicht macht man es sich eine ganz kurze Zeit lang leichter, weil keine Forderung mehr da ist, aber macht man es sich insgesamt besser? Kommt das, was sich sonst so anbietet, gegen das, was Christus uns anzubieten hat auf? Man kann schnell sagen: „Ich glaub an nix, und mir fehlt auch nix.“ Heute gibt es viele Angebote auf dem Markt religiöser und weltanschaulicher Möglichkeiten. Für viele Menschen werden die Religion zum Hobby, und damit oft das Hobby zur Religion. In der Religion des Marktes zählen Geld und Selbstvertrauen mehr als das Gottvertrauen. Aber das Leben ist eben nicht so flach und dünn, wie ein Geldschein. Die Erosion des Gottesglaubens geschieht unmerklich, wie die Erosion einer Sandsteinfigur, die Wind und Wetter ausgesetzt ist. Zunächst verschwindet das Profli, dann wird Schicht um Schicht abgetragen, und zum Schluss stehen nur noch ein paar traurige, kümmerliche Überreste da. Gesicht und Gestalt sind nicht mehr zu erkennen. So kann es auch mit dem Glauben geschehen. „Wohin sollten wir gehen?“ Gibt es Alternativen? Bei allem Negativen, das es leider auch in der Kirchengeschichte gegeben hat, was bliebe über, wenn das Christentum nicht 2000 Jahre unsere Heimat geprägt hätte? Was bliebe übrig? Von manchen Orten nicht einmal der Name: St. Veit, St. Peter, St. Owald, St. Martin…Auch bei Oberkappel und Niederkappel wäre es so. Denn es ist die obere und die niedere Kapelle zur Pfarrkirche, die wiederum in Pfarrkirchen steht.

 

Drittens: „Du hast Worte ewigen Lebens!“ Das hat der sonst oft so schwache Petrus scheinbar doch richtig gespürt, dass man beim Herrn etwas Gültiges, Unvergängliches, Ewiges bekommt. Wo sonst finden wir Worte und Orientierung, die sich ein Leben lag bewähren, die gültig bleiben, auch wenn es auf Biegen und Brechen geht, wenn das Fundament unseres Lebens unsicher wird, in schwerer Schuld, Not, Krankheit, Sterben, Dingen mit denen man nur schwer zurecht kommt. Da bleibt das Wort Jesu unverrückbar da: „Du hast Worte ewigen Lebens.“ Man kann sich im Leben nicht alle Türen offenhalten. Das ist heute offenbar ein großes Problem. Entscheidend ist die Tür, durch die man geht, der Weg, den man wählt. Entschiedenheit tut gut, ist notwendig, eine echte Lebensentscheidung. So sollen wir es einfach immer wieder probieren hineinzukommen in diesen Glauben, in diesen Sinn des ewigen Lebens, einfach immer und immer wieder probieren so zu leben, als ob es diesen Sinn der Worte des ewigen Lebens gibt und dann dürfen auch wir die Antwort des Petrus, die er Jesus bei der Frage nach dem Weggehen gegeben hat, zu Ende sprechen: Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“

 

Liebe Brüder und Schwestern!

„Wollt auch ihr weggehen?“ Gott lässt dem Menschen die Freiheit, keine Frage. Ob es wirklich eine andere Alternative gibt, die das Leben prägt? Ob nicht die Antwort des Petrus eine ganz prophetische ist: „Herr, zu wem sollten wir denn gehen? Du hast Worte ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ Wer glaubt, dass die prophetische Dimension dieser Worte zu Ende ist, der irrt, der täuscht sich. Bei Gott herrscht Verlässlichkeit. Bei ihm gibt es kein Tarnen und Täusche. Amen.

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