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So. 21.07.24

Urlaub im Sinne Jesu

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Es geht ums Leben, nicht ums Leisten. Es geht um die Reise ins Innerste und in die Tiefe.

Predigt 16. Sonntag im Jahreskreis, 21.7.2024

Perikopen: Eph 2,13-18                          Mk 6,30-34

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

„Kommt mit an einen einsamen Ort und ruht euch ein wenig aus,“ sagt Jesus im heutigen Evangelium den Jünger. Dieses Evangelium passt eigentlich ganz gut in die Urlaubs- und Ferienzeit. Wir wollen das Ganze ein wenig bedenken.

 

Erstens: Warum machen wir überhaupt Urlaub? Dumme Frage, zum Erholen, Entspannen und Kräftesammeln, dass wir nachher den Alltag mit seinen Anforderungen wieder bestehen können. Urlaub zur Entlastung, um nachher wieder belastbar zu werden? Aber ist das wirklich alles? Dann ginge es doch darum den Menschen alleine über die Leistung zu definieren? Sind dann alle Menschen abgeschrieben, die nichts mehr leisten können, Alte, Behinderte, Gehandicapte? Wir müssen uns eines sagen: Wir leben nicht, um zu arbeiten, wir arbeiten um zu leben. Das ist ein Unterschied. Zuerst geht es ums Leben, dann um die Arbeit.. Unser Leben hat immer einen Sinn, bevor wir etwas arbeiten können, und auch wenn wir nichts mehr arbeiten können. Der Urlaub unterbricht unser Leistungssystem. Er sagt uns: Es gibt mehr als Arbeit und Leistung. Es geht nicht darum, nachher besser zu arbeiten. Es geht darum, nachher besser zu leben, Mensch zu sein. Überhaupt, das muss vielleicht auch einmal gesagt werden, Urlaub bedeutet nicht automatisch kostspieliges Reisen. Es ist schon interessant, dass bei uns in Österreich Menschen, die sich nicht zumindest einmal im Jahr eine Reise leisten können, als armutsgefährdet gelten. Das stimmt nicht ganz zusammen.

 

Zweitens: Urlaub ein Weg nach Innen? Manche Menschen stopfen in die Urlaubsreisen so viel hinein, dass sie ganz fertig nachhause kommen. Sie brauchen Urlaub vom Urlaub. Das verfehlt freilich das Ganze. Ich möchte hier wieder einmal einen Vers von Eugen Roth in Erinnerung rufen, den  ich schon öfters verwendet habe. Diesen könnte man sich merken: „Ein Mensch nimmt guten Glaubens an, er hab das Äußerste getan. Doch leider Gotts vergisst er nun, auch noch das Innerste zu tun!“ Wenn man nur das Äußerste tut, dann führt das irgendwann einmal zum Äußersten.“ Wer das Innerste tut, wird innerlich, fähig zu sich selber zu kommen. Ganz ähnlich sagt es der Schriftsteller Novalis: „Nach innen geht der geheimnisvolle Weg.“ Den Weg nach Innen gehen, zu sich selber gehen, dazu könnte der Urlaub Raum bieten. Ich fürchte nur, dass sich die wenigsten dessen bewusst sind. Theresa von Avila schreibt, dass es oft gar nicht leicht ist zu sich selber zu kommen. Manchmal kennen wir die Tür zu uns selber nicht mehr oder finden die Schlüssel nicht. Selbst wenn wir den Eingang unseres Hauses betreten und die noch ersten Schritte in dem noch dunklen Flur wagen, geraten wir schnell in Bedrängnis. Es ist, als machten wir uns selbst Angst, als käme aus der Tiefe unseres Lebens so viel Unklares und Finsteres uns entgegen, dass wir den nächsten Schritt nicht wagen. Der innere Mensch bleibt dann mitunter sehr unaufgeräumt. Manchmal ähnelt der innere Mensch einem Spukschloss, in dem böse Geister und Ängste herumschwirren. Wir sollen in unser Inneres vordringen, vielleicht gerade um Urlaub. Gott finden wir im drinnen, tief drinnen in uns. Möge es uns nicht so wie dem heiligen Augustinus ergehen, der von sich sagte: „Oh Gott, ich suchte dich da draußen, doch du warst in meinem Inneren.

 

Drittens: Urlaub ein Weg zum Tiefgang? Wer in sich geht, entwickelt vielleicht eine bessere Fähigkeit anderen Menschen zu begegnen, sie zu verstehen und sie auch zu begleiten. Vielleich ist im Urlaub schon jemand in die Tiefe eines Berges, beispielsweise eines Salzbergwerkes, eingefahren. Menschen mit wirklichen Tiefgang dürfen wir werden, entgegen aller Oberflächlichkeit und Seichtheit, die uns die Welt von heute vorgaukelt, und der sich die Kirche wohl schon zu viel angepasst hat. Menschen mit Tiefgang sprechen in anderen Tiefenschichten. Wer den Weg in die Tiefe nicht sucht wird immer in Gefahr bleiben, sich zu verstecken. Er baut Fassaden auf, die Begegnung verhindern. Es geht darum das Innerste zu ordnen und so in die Tiefe zu finden. Vielleicht bleibt im Urlaub dafür Raum. Ich habe vor kurzem zehn Merkmale gefunden, die den oberflächlichen Menschen, ohne Tiefgang beschreiben. Ich möchte diese Merkmale noch vorlesen. Vielleicht sind sie ja eine Gewissenserforschung, die uns zumindes ein klein wenig mehr in die Tiefe führen:  Oberflächliche Menschen (1) legen mehr Wert auf die äußere Erscheinung; (2) sind nicht in der Lage nachdenkliche Gespräche zu führen; (3) lieben Aufmerksamkeit und Drama; (4) es fehlt ihnen an wirklichen Emotionen; (5) es fehlt ihnen an sinnvollen Beziehungen; (6) sie sind materialistisch; (7) sie gleichen ihre Meinung der herrschenden Meinung an; (8) sie sind davon besessen in zu sein; (9) sie geben gerne an; (10) sie haben keine langfristige Vision vom Leben.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

„Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.“ Urlaub im Sinne Jesu. Es geht ums Leben, nicht ums Leisten. Es geht um die Reise ins Innerste und in die Tiefe. Ein solcher Urlaub lässt sich nicht im Reisebüro, den muss man selber machen wollen und gestalten. Amen.

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