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So. 14.07.24

Was ist christliche Kunst?

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Christliche Kunst darf den Glauben nicht verletzten.

Predigt 15. Sonntag im Jahreskreis, 14.7.2024

Perikopen: Am 7,12-15            Mk 6,7-13

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

In den vergangenen Wochen ist es um die Gottesmutter Maria lauter geworden, als das sonst der Fall ist. Ihre mediale Präsenz hat sich gesteigert. Grund dafür war eine gebärende Marienstatue der Künstlerin Esther Strauß, die im Mariendom zu Linz für drei Wochen ausgestellt werden sollte. Diese Zeit hat sie nicht erreicht. Durch einen Akt von Vandalismus wurde die Statue kopflos gemacht. Manches in unserer Gesellschaft und Kirche erscheint auch mir kopflos. Die Reaktionen waren unterschiedlich: Entrüstung und Empörung, Befürwortung und Gleichgültigkeit. Für mich persönlich stellt sich die Frage, was christliche Kunst sein soll und was nicht. Meiner Ansicht nach soll christliche Kunst Menschen helfen den Glauben zu stärken und zu vertiefen. Christliche Kunst darf schon auch im guten Sinn provokativ sein, d.h. herausrufend damit man über den Glauben nachdenkt und vielleicht auch Manches in einem anderen Licht sieht. Was christliche Kunst nicht darf ist, den Glauben von Menschen verletzen. Das hat die Darstellung im Dom zweifelsohne getan, und zwar nicht nur bei Ultrakonservativen und bei Menschen aus der rechten Szene, diese Klassifizierungen hat man ja heute gern, da lässt sich dann jeder hineinschieben, der einem nicht in den Kram passt, sondern auch bei ganz normalen kirchlichen Menschen. Menschen, die bemüht sind ihren Glauben zu leben, die sich mitunter in der Pfarre einbringen und ihren Kirchenbeitrag zahlen. Christliche Kunst darf den Glauben nicht verletzten. „Als die Zeit erfüllt war sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikauft, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Kindschaft erlangen.“ Dieser Satz aus dem Galaterbrief ist das älteste Zeugnis über die Geburt Jesu. Jesus geboren von einer Frau, von Maria. Es ist eine ganz normale menschliche Geburt, wie es das bei einem jeden von uns war. Maria bringt Jesus zur Welt, um ihn uns zu schenken. Der menschliche Geburtsvorgang ist etwas ganz persönliches Intimes im Leben einer Frau. Bei den Hausgeburten früherer Zeiten waren meist nur die werdende Mutter und die Hebamme dabei. Die Kinder schickte man hinaus. Heute finden die meisten Geburten im Krankenhaus statt. Meist sind jetzt auch die Väter dabei. Das hat wohl damit zu tun, dass wir patriarchale Strukturen früherer Zeiten in der Kinder für die Väter erst interessant wurden, wenn man etwas mit ihnen anfangen konnte, Gottseidank weitgehend überwunden haben. Der Geburtsvorgang ist etwas ganz Persönliches und Intimes im Leben einer Frau. Es ist nichts Öffentliches. Öffentlich wird das Ganze erst wenn ein Mensch zur Welt gekommen ist und er nach und nach Mitglied der Gesellschaft wird. Ich weiß nicht, aber welche Mutter würde es wollen, dass man Geburtsfotos von ihr einfach in der Öffentlichkeit postet und sie jeder sehen kann. Ich denke die wenigsten. Deshalb frage ich mich, ob es die Statue der gebärenden Gottesmutter wirklich gebraucht hätte. Ein theologisches Argument in diesem Zusammenhang war, dass man so die Menschwerdung Gottes besser verstehen kann. Dieses Argument hinkt jedoch. Denn die Menschwerdung Jesu ist nicht erst bei der Geburt geschehen, sondern bereits neun Monate zuvor, bei der Empfängnis, bei der Verkündigung des Engels an Maria. Leben beginnt nicht bei der Geburt, sondern bei der Empfängnis. Das ist freilich heute ein heikles Thema geworden, gerade auch im Blick auf den Schutz des Ungeborenen Lebens und auf medizinethische Fragen. Kirche muss immer Anwältin des Lebens sein, des geborenen und des ungeborenen. Es wäre auch ein Unterschied gewesen, wenn man diese Statue in einen profanen Raum, zum Beispiel ein Museum gestellt hätte, und nicht in einen Sakralraum, wie den Dom. Ein Sakralraum soll für alle offenstehen, die Gott näher kommen wollen. In ein Museum geht, wer möchte. Zu mir hat im Zusammenhang mit der Marienstatue jemand Folgendes gesagt: „Mit dieser Aktion läuft man wieder einmal jenen Menschen nach, die uns als Kirche ohnehin schon davon gelaufen sind, und die auch nicht mehr zurückkommen.“ Das ist eine Feststellung, die ich durchaus teile. Die einen sind uns davongelaufen, und die anderen laufen mitverursacht, durch derartige Aktionen, auch noch davon. Man fragt sich schon manchmal, wie wichtig jene Menschen in unsere Ortskirche sind, die einfach ganz normal das Ihrige tun, die dort nicht fehlen wollen, wo sie nötig sind. Ein Wort Jesu aus dem heutigen Evangelium hat mich persönlich nachdenklich gemacht. Jesus sendet die Jünger aus, dass sie die Botschaft vom Reich Gottes unter die Leute bringen. Er gibt ihnen folgende Handlungsanweisung: „Wenn man euch an einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.“ Das sind schon sehr drastische Worte: „Geht weiter, akzeptiert, dass euch die Menschen nicht wollen oder brauchen, lasst ihnen sogar den Staub zurück, biedert euch nicht an.“ Ob nicht die mitunter gute gemeinte Aufstellung der gebärenden Madonna im Mariendom, als Effekt das Verständnis dieser Anbiederung haben könnte. Kirche muss lernen, das ist freilich schmerzlich, auch für mich, dass sie in der Gesellschaft nicht mehr omnipräsent und allgegenwärtig ist. Wenn man uns als Kirche nicht braucht und will, müssen wir das akzeptieren. Es muss aber auch umgekehrt akzeptiert werden, dass jemand, der nicht mehr zur Kirche gehört, das kirchliche Programm nicht so bekommen kann, wie jemand dem diese Gemeinschaft wichtig ist und sie auch finanziell unterstützt. Ein Gespräch mit der Kirchenbeitragsstelle hat mir in Erinnerung gerufen, was auch meine Erfahrung ist. Es wurde mir gesagt: „Ihr Pfarrer zieht ja auch nicht an einem Strang. Bei manchen bekommt jeder alles. Jene die sich bemühen konsequent zu sein und eine Linie haben, sind die Dummen.“ „Wenn es mir der eine Pfarrer nicht so macht, wie ich will, finde ich schon einen anderen. Irgendjemand macht es mir schon so wie ich will.“ Auch derartige Sätze bekomme ich öfters zu hören. Manchmal erlebt man eben nicht die Mitbrüderlichkeit, die man sich erwarten würde.

 

 

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