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So. 14.04.24

Der Auferstandene

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Osterzeit bedeutet Begegnung mit dem Auferstandenen, wie wir es heute im Evangelium wieder erfahren durften.

Predigt Dritter Ostersonntag, 14.4.2024

Perikopen: Apg 3,12-19           Lk 24,35-48

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Osterzeit bedeutet Begegnung mit dem Auferstandenen, wie wir es heute im Evangelium wieder erfahren durften. Viele Darstellungen des Auferstandenen gibt es. Die meisten haben etwas Erhabenes, Siegreiches, Triumphierendes. Das Leben hat über den Tod gesagt. Der Auferstandene hält die Siegesfahne in der Hand. Vor kurzem habe ich in einem Pfarrblatt eine ganz andere Darstellung des auferstandenen Christus gesehen. Es hängt im Louvre in Paris. Ein 560 Jahre altes Bild des venezianischen Malers Giovanni Bellini und es trägt den Titel: Segnender Christus. Es ist ein ungewöhnlicher  Auferstandener, mehr ein Auferweckter, ganz ungleich den Bildern und Statuen des triumphierenden siegreichen Christus, die wir in unseren Kirchen in diesen Tagen sonst kennen.  Der Auferweckte  ist schwer gezeichnet von Erschöpfung in Gesicht und Haltung. Er ist mehr jemandem ähnlich, der dem Tod gerade irgendwie noch entkommen ist. Tränensäcke unter  den Augen, die Seitenwunde kläfft auseinander, selbst die Dornenkrone sitzt wie vergessen im Haar, und die Hände zeigen nicht nur Wunden, sondern auch Blutspuren. Nichts Triumphales. Die Botschaft ist Folgende: Der Auferweckte bringt sein Leid mit ein in die Auferstehung. Nichts ist weglöscht oder vergessen. Der Auferweckte ist der leidende Jesus. Im neuen Leben ist das alte Leben voll erhalten. Was im alten Leben geworden ist,  gilt auch im neuen. Allen Zweifeln zum Trotz: seine Worte haben voll Geltung, Gott hat sie bestätig. Er trägt sie in seiner verwundeten Hand. Mit der anderen Hand ein Segensgestus. Sein Segen gilt allen, die seinen Worten folgen. Dieses Bild lädt uns ein anders über die auferstehunge nachzudenken, nicht so heroisch, romantisch oder verklärt. Es geht um die Frage: Die Auferstehung und wir selber? (heute ausnahmsweise nicht in drei Punkten).  Wie geht es mit uns weiter, wenn wir sterben? Verbreitet ist die Illusion, dass wir in der Erinnerung der Freunde und Angehörigen  weiterleben würden. Was soll das für ein „Leben“ sein, dass von der Erinnerung vergesslicher Menschen abhängig ist? Wie schell sine Verstorbene vergessen und vorallem auch das was ihnen wichtig war. Manchen reicht es auch, dass ihre Gene durch leibliche Nachfahren  nicht verloren gehen. Soll das für uns  dann das Leben sein? Andere  glauben, dass sie auch ohne Gott ewig existieren würden, so als ob sie selber etwas hinüberretten könnten aus dem irdischen Leben. Ein bloßes Existieren ist noch lange kein Leben, das es wert wäre, ewig zu dauern. Was soll das  für ein Leben sein? Der Tod ist, das müssen wir sagen,  nicht Schönes, gegen alle Illusionen, die heute  in Umlauf sind.  Der  Tod ist  Gott sei Dank ein  Punkt nach einem oft unerträglichen Leiden. Auferstehung jedoch ist nicht die sekundenschnelle Aufbesserung von allem, was vorhergewesen ist. Die Auferweckten bringen alles mit aus ihrem Leben hin vor Gott, zuletzt auch noch die Schmerzhaftigkeit und die Trauer des Abschiednehmens und Sterbens. Auferstehung hat in allem mit unserem vorhergehenden Leben zu tun. Wenn wir unversöhnt gestorben sind, sind wir nicht plötzlich versöhnt mit allen. Wenn wir gierig und habsüchtig gestorben sind, sind wir nicht plötzlich großzügige Menschen. Wenn wir gottlos gestorben sind, schwelgen wir nicht plötzlich in Liebe zu Gott.  Das sind alles Illusionen, die bloß unser irdisches Leben entwerten, als ob es gleichgültig gewesen wäre, wie wir gelebt haben. Auferstehung heißt: es wird ewig, wie wir vorher gelebt haben. Der Frieden kommt nicht einfach automatisch mit dem Tod. Er hat seine Vorlaufzeit im Leben mit den Mitmenschen. Nichts kann auferstehen, was nicht zuvor im Leben geworden ist, was nicht in den Erdentagen gelebt wurde. Auferstehung Jesu bedeutet biblisch bedach: Gott hat das Leben Jesu bestätigt in seinen Worten und Taten dadurch, dass er ihn von den Toten erweckt hat. Dazu, was noch niemals an einem Menschen geschehen ist, dazu hat Gott sich entschlossen nach dem ungerechten Urteil der religiösen und politischen Führer an seinem Sohn Jesus. Auferstehung ist zuerst der Protest Gottes gegen die Mächtigen und Richter dieser Welt. Sie ist das Nein Gottes gegen alle Todesmächte. Aber was ist mit unserer Auferstehung, wenn wir nicht den Mächten dieser Welt zum Opfer gefallen, sondern einen eher normalen Tod gestorben sind? Auch unser Leben wird endgültig. Niemand kann an seinem Leben noch etwas verändern. Eine verspätete Einsicht hilft nicht mehr. Alles liegt in Gottes Hand. Ganz allein in seiner! Wir sind in Gottes Hand, wie es Jesus bei seinem Sterben im Lukasevangelium gesagt hat: „Vater, in deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist“. Auferstehung  ist jedoch nichts Privates für uns allein. Wie wir in den irdischen Tagen nicht allein leben konnten, so werden wir es auch nach unserer Auferstehung nicht können. In die Begegnung mit Gott – von Angesicht zu Angesicht- ist eingeschlossen die Begegnung mit allen, die schon bei Gott angekommen sind. Wir nennen es mit irdischem Begriff „Wiedersehen“ vielleicht wäre angemessener „Wiederlieben“. Oder um es mit den Worten eines Dichters zu formulieren: In dir, Gott, werde ich jedes Antlitz wiederfinden, das ich je geliebt habe. (Ernesto Cardenal, Das Buch von der Liebe)

 

Liebe Brüder und Schwestern!

„Seht meine Hände und meine Füße: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Konochen, wie ihr es bei mir seht. Es geht um das Sehen und Erkennen des Auferstandenen und um die Begegnung mit dem Auferstandenen in der rechten Weise. Damit der Liedtext Wirklichkeit wird und stimmt: „So wirst zu Leben du erstehn, freu dich und singe, und deinen Heiland ewig sehen, halleluja.“ Amen.

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