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So. 21.01.24

Das Buch Jona

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Wir dürfen davon nicht davonlaufen. Wir müssen an die Verbesserlichkeit der Welt glauben, und wir müssen stellvertretend für die Welt beten und glauben.

Predigt 3. Sonntag im Jahreskreis, 21.1.2024

Perikopen: Jon 3,1-5.10           Mk 1,14-20               

     

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Einen Abschnitt aus dem Buch Jona haben wir gehört. Es handelt sich, da ist sich die Bibelwissenschaft einig, nicht um eine Darstellung historischer Ereignisse, sondern um eine Lehrerzählung. Sie will uns etwas sagen über Gott und den Menschen. Eigentlich müsste man diese biblische Schrift ganz vorlesen, und nicht ein paar Verse herausgreifen, wie es die kirchliche Leseordnung tut, aber das wäre den Zuhörenden wohl zu lange. Jona wird nach Ninive. Diese Stadt gilt als Inbegriff der Gottferne. Eine gottlose Gesellschaft ist dort daheim. Dort sendet ihn Gott hin, nicht nach Jerusalem, die Heilige Stadt. Offenbar liegt dieses Gottferne Ninive am Herzen. Dürfen wir das nicht auf uns hin lesen? Viele Teile unserer Welt sind heute auch ein Ninive geworden. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich, auch wenn man es ungern hört, mehr und mehr von Gott entfernt. Die Aufweichung des christlichen Menschenbildes ist eine gefährliche Sache. Wir sind auch Ninive geworden. Aber, und das ist das Schöne, Gott liegt Ninive damals am Herzen, und es liegt ihm heute am Herzen. Jona wäre der Untergang Ninives recht gewesen, Gott nicht, ihm geht es um die Bekehrung der Stadt, was am Ende auch gelingt. Was können wir im Blick auf Jona für unser Ninive heute tun? Der Aspekte auch der Jona-Geschichte dazu.

 

Erstens: Nicht davonlaufen! Jona läuft von Gott davon, aber dieser holt ihn ein. Das ist das Problem, dass wir Christen uns den Herausforderungen der Zeit zu wenig stellen. Wir laufen davon, meistens durch unser Schweigen und unsere Gleichgültigkeit. Der heilige Don Bosco sagt einmal: „Die Macht der Bösen, kommt vom Schweigen der guten.“ Wir Christen müssen wieder mehr Salz der Erde und Licht der Welt sein. Das ist unser Auftrag als Kirche, als Gemeinschaft der Glaubenden. „Mensch Kirche, halt nicht nur Reden, und dann ziehst du dich zurück auf die sichern Ränge der Zuschauertribüne zurück und wartest auf das Schauspiel des Zusammenbruches. Kümmere dich nicht nur um dein Inventar. Steh auf, lass dich nicht immer hängen, jammere nicht herum. Misch dich ein in Ninive. Verbrenn dir ruhig auch die Zunge und mach dir die Hände schmutzig. Bleib nicht bei deinen eigenen Interessen, die oft sehr kleinkariert sind. Schau doch mein ganzes Interesse gilt Ninive, gilt der Welt. Setz Herz, Hirn, fuß und Hand ein. Die Welt ist verbesserlich, durch mich und dich.“  

 

Zweitens: An die Verbesserlichkeit der Welt glauben. Das fällt oft schwer, auch mir persönlich. Bisweilen denken und sagen wir: „Die Welt, die Kirche sind nicht mehr zu retten.“ Demgegenüber steht jedoch das deutliche Bekenntnis des Jona-Buches: „Ich bin Hebräer und verehre den Herrn, den Gott des Himmels, der das Meer und das Festland gemacht hat.“ Das bedeutet, dass wir daran glauben dürfen, dass die Welt von Gott ist. Wir dürfen sie nicht zum Teufel gehen lassen. Gott ist ein unverbesserlicher Weltverbesserer. In dieser Unverbesserlichkeit ist er nicht zu übertreffen. Er möchte, dass wir ihm folgen, wie die Jünger im Evangelium. „Traut denen nicht, die meinen die Welt sei unverbesserlich.“ Wir tun uns oft schwer damit, wie Jona. Jona hätte wohl eher mit Feier und Schwefel gerechnet, wie damals auf Sodom und Gomorra, aber nicht mit einem gnädigen, barmherzigen und geduldigen Gott. Wir müssen an die Verbesserlichkeit der Welt glauben, an unsere eigene Verbesserlichkeit.  

 

Drittens: Stellvertretend für Ninive Beten, für die Welt und Kirche beten. Daran müssen wir uns erinnern lassen, wie es auch in der Jona-Erzählung geschieht. Jona schläft im Schiff, das sich im Sturm befindet. Der heidnische Kapitän muss ihn aufwecken und an seinen Gott erinnern: „Steh auf, rufe deinen Gott an. Vielleicht denkt dieser Gott an uns, dass wir nicht untergehen.“ Jona soll stellvertretend für die anderen beten. Können wir das noch stellvertretend für die Welt Eintreten? Dafür wären wir eigentlich da. Dieses Beten heißt: Lasst uns Gott etwas zutrauen. Lasst uns ihm mehr zutrauen, als uns selbst. Beten ist nicht Weltflucht, sondern aktive Widerstand gegen jegliches Unheil der Welt. Wer betet verbündet sich mit und seinem Einsatz für die Welt. Worum geht es in meinem Gebet, um das Eigenwohl oder das Allgemeinwohl?

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Nicht nach Jerusalem, sondern nach Ninive ist Jona gesandt. Auch heute gibt es Ninive. Wir dürfen davon nicht davonlaufen. Wir müssen an die Verbesserlichkeit der Welt glauben, und wir müssen stellvertretend für die Welt beten und glauben. Das Buch Jona ist eine Lehrerzählung. Ziehen wir unsere Lehren daraus. Amen.    

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