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So. 27.08.23

Lebensgeschichten

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

In dieser alten Geschichte steckt viel drinnen. Es ist eine Skandalgeschichte, eine Geschichte von Vertrauen und Neuanfang und eine Geschichte zum Anderssein.

Predigt 21. Sonntag Jahreskreis, 27.8.2023

Perikopen: Jes 22,19-23          Mt 16,13-20
 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Eine kurze, eigentlich war es eine politische Geschichte, haben wir in der Lesung aus dem Propheten Jesaja gehört. Abgespielt hat sich diese Geschichte vor ca. 2800 Jahren in Israel. Es war die Rede von einem gewissen Schebna. Nach dem König war er in der Funktion des Palastvorstehers und Staatschreibers, man bedenke schreiben konnten damals nur wenige, die zweitwichtigste Person im Reich. Offenbar war er korrupt, hat zu viel auf sich selber geschaut. Er muss gehen. Sein Amt soll ein anderer erhalten, ein gewisser Eljakim. Hoffentlich macht er es besser. Interessant ist hier, dass nicht der König das bestimmt, oder ein Volk durch Wahl, wie wir das gewöhnt sind, sondern Gott selber. Gott selber überträgt diese Aufgabe, wohl auch in einem großen Vorschussvertrauen, das er hat, wie er eigentlich immer den Menschen begegnet. Soweit diese Geschichte kurz zusammengefasst. Was ist das für eine Geschichte? Wie sollen wir sie deuten?

 

Erstens: Eine Skandalgeschichte. Das dieser korrupte Schebna gehen muss war damals sicher ein politischer Skandal. Solche Geschichten wiederholen sich immer wieder, gut aufbereitet und tradiert von den Medien. Wieviel Aufstiege und Abstürze von hochrangigen Menschen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben wir bereits erlebt? Wie oft haben in den letzten Jahren die Bundeskanzler gewechselt, meist verbunden mit irgendwelchen skandalösen Geschichten. Wir erleben viele Skandalgeschichte. Gerne geilen sich Menschen an ihnen auf, oft um von sich selber abzulenken. Skandal kommt vom griechischen „skandalon“ und meint übersetzt „etwas Anstößiges.“ Jedes Leben kennt in diesem Sinn Skandalöses, da brauchen wir uns nichts vor mich. Es braucht den ehrlichen Blick auf die „Skandalgeschichteln“ des eigenem Lebens und Glaubens.

 

Zweitens: Eine Geschichte von Neuanfang und Vertrauen Gottes. Wir dürfen zwar ehrlich das Skandalöse sehen, aber wir müssen nicht stehen bleiben dabei. Es gibt Neuanfang, weil Gott trotz allem in uns vertraut. Genau dafür steht dieser Eljakim. Er hat sich nicht mit Ellbogentechnik hochgearbeitet, sondern Gott hat ihm die Aufgabe übertragen. In seiner Amtsübernahme liegt etwas Verheißungsvolles, etwas Hoffnungsvolles. Er wird das machen, was wir uns von Menschen in öffentlichen Ämtern, aber letztlich von allen Menschen wünschen: Verlässlichkeit, einander gutes Leben ermöglichen, Chancen nicht beschneiden etc. Symbolisch bekommt dieser Eljakim sogar den Schlüssel des Hauses David. Wer den Schlüssel hat, trägt Verantwortung für das ganze Haus. So ist diese Erzählung ein Vorausbild für das heutige Evangelium. Großes Vertrauen hat der Herr in Petrus, der doch oft ein schwacher Mensch war. Er vertraut im die Schlüssel zum Himmelreich an. Uns sagt das Ganze: Wir leben vom Vertrauen Gottes, vom Erbarmen Gottes und vom Neuanfang den Gott immer wieder schenkt. Solche Menschen dürfen auch wir sein: Menschen die vertrauen, Menschen die Erbarmen mit anderen habe, Menschen die neu anfangen. Gerade aufs Erbarmen dürfen wir uns schauen. Es gibt einen interessanten Film über die sogenannte Mühlviertler Hasenjagd mit dem Titel „Vor lauter Feigheit, gibt’s kein Erbarmen.“ Treffender könnte ein Titel nicht sein und für Feigheit ließen sich noch viele negative Eigenschaften einsetzen, warum es so wenig Erbarmen in der Welt von heute gibt. Ist einmal einer Gefallen, lässt in die Gesellschaft nur schwer aufstehen.

 

Drittens: Eine Geschichte zum Anderssein. Ich denke, dass uns diese Geschichte einlädt, dass wir Christen ein bisschen anderssein sollten. Wir Christen sind quasi Außerirdische, ganz salopp gesagt „Aliens“, weil wir durch die Taufe Bleiberecht im Himmel haben. Wir sollen uns nicht zu sehr mit der Welt verbinden, sondern eine Gegenwelt der Vergebung, Liebe und Solidarität bilden. Wir sollen eine Gegenwellt, bilden, lassen wir uns das zu Herzen gehen. Da könnte man dann sagen, und so wird diese Gegenwelt spürbar: Ich bete, weil andere nicht beten; ich glaube, weil andere nicht glauben wollen; Ich liebe, weil andere nicht lieben wollen; Ich bleibe bei der Kirche, weil andere nicht dabei bleiben wollen. Ich wiederhole das Messiasbekenntnis des Petrus, auch wenn andere es nicht wiederholen. Leider sagen das die Menschen vielfach anders: Wenn andere nicht glauben, muss ich das auch nicht; Wenn andere nicht beten und Lieben, muss ich das auch nicht; Wenn andere die Kirche nicht brauchen, muss ich sie auch nicht brauchen etc. Die Welt ist sehr ungleich. Aber Ungleiche brauchen einander. Brauchen einen anderen Lebensstil, der vielleicht aneckt, der aber letztlich die Welt bereichert.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

In dieser alten Geschichte steckt viel drinnen. Es ist eine Skandalgeschichte, eine Geschichte von Vertrauen und Neuanfang und eine Geschichte zum Anderssein. So könnte, so sollten unsere Lebensgeschichten sein bzw. werden. Amen.

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