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So. 23.07.23

Aussaat und Ernte

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Aussaat und Ernte, dieser Rhythmus begleitet letztlich uns Menschen.

Predigt 16. Sonntag Jahreskreis, 23.7.2023

Perikopen: Röm 8,26-27                       Mt 13,24-30

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Aussaat und Ernte, dieser Rhythmus begleitet letztlich uns Menschen. Selbst wenn selber nie etwas ausgesät und geerntet hat, so leben wir davon, dass dies andere für uns tun. Aussaat und Ernte sind auch Thema im Kirchenjahr zumindest von den Bitttagen bis Erntedank. Vergessen dürfen wir auch nicht, dass es da einen Gott gibt, den eigentlichen Herrn der Ernte. Und wir müssen uns auch immer wieder bewusst machen, dass die Ernte bedroht ist. Dass es wächst und am Ende eine gute Ernte herauskommt, ist nicht selbstverständlich. Ungeziefer, Unkraut, Wassermangel oder andere negative Umwelteinflüsse können die Ernte bedrohen.  Als Jesus auf dieser Erde war, lebten die meisten Menschen von den Erträgen der Natur. Deshalb verwendet Jesus viele Beispiele aus der Landwirtschaft, um seinen Nachfolgern und Zuhörern anhand von einleuchtenden Vergleichen Gottes Handeln und seine Maßstäbe zu erklären. Im heutigen Evangelium vergleicht Jesus Gottes Reich auf dieser Welt mit einem Getreidefeld, auf dem der Gutsherr guten Samen aussät. Das Saatgut geht auf und beginnt zu wachsen. Aber dann kommt der Feind des Gutsherrn und streut Unkrautsamen mitten unter das Getreide. Auch das Unkraut geht auf und wächst heran, zusammen mit dem Weizen. Die Feldarbeiter wundern sich und fragen ihren Arbeitgeber, ob sie das Unkraut ausreißen sollen. Daraufhin antwortet der Gutsbesitzer: „Nein! Wenn ihr es ausreißt, könntet ihr zugleich den Weizen mit ausreißen. Lasst beides wachsen bis zur Ernte! Wenn es so weit ist, will ich den Erntearbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut ein und bündelt es, damit es verbrannt wird. Aber den Weizen schafft in meine Scheune.“ Durch das Beispiel will Jesus seinen Jüngern damals und auch uns heute Gottes Blick in Bezug auf seine Gemeinde in dieser Welt erklären. Der Gutsherr steht in dem Vergleich für Jesus. Der Feind ist sein Gegenspieler. Der Weizen steht für die Nachfolger Jesu und das Unkraut, für die, die von Jesus nichts wissen wollen. Durch das Gleichnis gewinne ich drei wichtige Einsichten.

Erstens: Umsicht. Nicht immer erkenne ich, was Weizen und was Unkraut ist. Das gilt auch für die Menschen in meinem Umfeld. Dort, wo sich zum Beispiel eine christliche Gemeinschaft spaltet, weil ein Teil meint, er sei auf dem besseren Weg als der andere, leidet die gesamte Gemeinschaft und auch gute Früchtegehen dabei kaputt. Wir müssen um uns herum schauen, nicht bloß auf uns selbst. Umsicht heißt, ich schaue mit wirklichem Interesse, was sich rund um mich tunt. Nur so werde ich ein Gespür bekommen, was wirklich Unkraut und Weizen ist, was dem Reich Gottes entspricht, oder widerspricht, was wirklich gut und böse ist. Um im Sinne Gottes urteilen zu können, braucht es viel Umsicht.

Zweitens: Vorsicht. Nicht alles Grünzeug auf dem Acker ist gute Frucht. Manchmal wächst das Unkraut höher als die eigentliche Frucht. Manche Dornen sehen prächtig aus. Sie haben bunte Blüten, sind robust und stark. Aber es sind nur Dornen, keine Früchte. Bezogen auf Gottes Gemeinde darf ich wissen: Ich muss genau hinschauen. Nicht alles, was auf den ersten Blick groß und prächtig aussieht, bringt auch gute Frucht. Es geht hier darum, dass wir tiefer schauen, nicht an der Oberfläche stehen bleiben, sondern in die Tiefe schauen. Dafür braucht es natürlich eine tiefe Innerlichkeit, den blick des Herzens, ganz nach dem bekannten Wort aus dem kleinen Prinzen: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.“ Vorsichtig sollen wir sein, um das Wesentliche auch als wesentliches zu erkennen, und danach zu handeln.

Drittens: Weitsicht: Gott lässt beides wachsen, das Gute und das Schlechte. Und er kümmert sich am Ende um die Ernte. Er schaut hinter die Fassade und kann das Gute vom Schlechten unterscheiden. Beides wächst dicht an dicht. Es ist nicht meiner Aufgabe, Richter über andere zu sein. Das überlasse ich Gottes Gnade und Weitsicht. Aber, wir können uns bemühen uns in den Blick Gottes auf die Welt, in seine Weitsicht auf uns einzuüben. Gottseidank ist er nicht so klein- und engkariert, wie wir das oft sind.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Im Rhythmus von Aussaat und Ernte funktioniert unsere Welt. So funktioniert auch das Reich Gottes, damit es hier und jetzt wachsen kann. Freilich ist dieses Wachstum, diese Ernte bedroht, mehr durch uns Menschen. Gott möchte, dass das Gute in dieser Welt weiter wächst. Das gilt für die Erträge der Natur als auch für die christliche Gemeinde. Durch Umsicht, Vorsicht und Weitsicht kann ich einen Beitrag leisten, dass es wächst. Danke, Herr, für diese Einsicht. Amen.

 

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