Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Wir
  • Pfarrleben
  • Erinnerungen
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Pfarre Oberkappel
Pfarre Oberkappel
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:
So. 02.07.23

Besuch Marias

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Der Besuch Marias bei Elisabeth. Welche große Ermutigung, kam davon ausgehen.

Predigt Mariä Heimsuchung, 2.7.2023

Perikopen: Zef 3,14-17             Lk 1,39-56

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Das Fest eines Besuches feiern wir heute. Besuch, das steht von Anfang an in guter Verbindung mit Maria. Auch sie hat Besuch bekommen vor 2000 Jahren, vom Engel, der ihr die Heilsbotschaft brachte. Dann hat sie ihre Verwandte Elisabeth besucht um ihr beizustehen und ihr die gute Nachricht weiter zu sagen, das feiern wir heute, und dann hat sie uns Jesus geboren „er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen.“ Wenn wir dieses Bild vom Besuch Marias bei Elisabeth vor Augen haben, das uns das Evangelium betrachten lässt, ist es der Bild einer großen Ermutigung, die viele Menschen, denen es oft an Mut fehlt, brauchen können.

 

Erstens: Ermutigung zur Begegnung und zum Zusammenkommen. Maria trägt das Kind in ihrem Schoß. Sie wandert drei, vier Tage durch das Bergland von Judäa, um für drei Monate bei ihrer Verwandten Elisabeth zu bleiben. Maria ist mit der Frohbotschaft allein, aber sie will damit nicht allein bleiben. Sie sucht Gemeinschaft mit einer Frau, die mit ihr empfindet und ihr Schicksal, ihren Glauben und ihre Hoffnung teilt. In der Begegnung dieser Frauen ist eigentlich die erste, christliche Gemeinde abgebildet. Sie ist Grundstock der Kirche, weil sich hier auch erstmals Johannes der Täufer und Jesus, das Alte mit dem Neuen begegnet. In dieser Begegnung liegt etwas Wunderbares. Es hüpft das Herz der Frauen und es hüpft das Kind im Mutterleib. Wo Menschen mit Jesus zusammenkommen, kommt etwas in Bewegung. Unsere Zeit ist, mitverursacht auch durch Corona, aber nicht nur, sehr begegnungsarm geworden. Am liebsten begegnen wir uns selber, oder einem kleinen Auserwählten Kreis. Wir brauchen Mut Jesus zu begegnen und dann den Menschen, denn wer bei Gott eintaucht, muss bei den Menschen auftauchen. Und wir brauchen auch Mut als Christen immer wieder zusammenzukommen, auch wenn es eher normal erscheint, es nicht mehr zu tun. Wenn wir Christen nicht zusammenkommen, verkommen wir.

 

Zweitens: Ermutigung zur Gastfreundschaft. Wir sind bei jedem Marienfest Gäste der Gottesmutter. Sie nimmt uns hier auf in ihr Haus, in das Ihrige. Auch Elisabeth ist gastfreundlich. Sie nimmt Maria bei sich aus. Gastfreundschaft hat damit zu tun, dass einer den anderen braucht, dass einer dem anderen Unterschlupf und Heimat geben muss. Wir brauchen einander, vor allem auch, dass der Glaube weitergeben werden kann. Wir brauchen das Glaubenszeugnis der Älteren. Wir brauchen aber auch die Fragen und Perspektiven der Kinder und Jugendlichen, mit denen wir uns auseinandersetzen sollen. Eine Gemeinschaft, die sich den Impulsen der Jungen verschließt, altert, vergreist und stirbt. Eine Jugend, die nichts mehr von den Erfahrungen, auch den Glaubenserfahrungen der Alten lernen will, wird halt- und orientierungslos und verfällt so manchen modischen Dummheiten. Es braucht in diesem Sinn geistliche Gastfreundschaft, die uns in den Worten des Evangeliums sagen lässt „selig der Mensch, der geglaubt hat, das sich erfüllt, was der Herr sagen ließ.“ Gastfreundschaft zeigt sich in einer Atmosphäre der Offenheit, wenn wir bereits sind das Leben und den Glauben zu teilen. Als Christen dürfen wir uns nicht ins Privatleben zurückziehen und uns selber mästen und wärmen. Wie von Maria und Elisabeth soll auch von uns eine Kultur der Liebe, des Teilens und des Lebens ausgehen. Wir müssen lernen unseren Wohlstand etwas mehr zu teilen. Denn Gott will Heimat und Erbarmen für alle. „Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht, über alle, die ihn fürchten.“

 

Drittens: Ermutigung zur Berufung. Den beiden Frauen, Maria und Elisabeth, ist eine einmalige Berufung zuteil geworden. Elisabeth sollte dem Volk den letzten, den größten der Propheten, Johannes den Täufer schenken, und Maria den Erlöser selbst, unseren Herrn, Jesus Christus. Als Frauen und Mütter waren sie berufen, den anderen geistliche Berufungen zu vermitteln, und so Licht und Wärme, Segen und Heil in die Welt zu bringen. Wir alle wissen, dass es an geistlichen Berufungen mangelt, zu wenig Priester, zu wenig Ordensberufe, auch zu wenig Religionslehrer. Gebot der Stunde ist es, und nur so werden wir wieder mehr geistliche Berufe bekommen, dass jeder Christ seine Berufung erkennt und wahrnimmt. Es ist die Berufung zur Heiligkeit. Vielleicht haben wir es zu lange verschwiegen – oder haben wir uns dafür sogar geschämt: Was zählt, ist Heiligkeit. Dabei geht es nicht nur um Beachtung und Erweiterung unseres Heiligenkalenders im Kirchenjahr. Es geht um uns selbst! Das Zweite Vatikanische Konzil unterstreicht die Berufung aller getauften und gefirmten Christen zur Heiligkeit, wenn es sagt: „Alle Christgläubigen sind zum Streben nach Heiligkeit und ihrem Stand entsprechender Vollkommenheit eingeladen und verpflichtet.“ Das gilt für uns alle, und nimmt uns alle in die Pflicht! Haben wir keine Angst, heilig zu werden! Damit ist nichts Außergewöhnliches oder gar Spektakuläres gefordert. Im Gegenteil: Heiligkeit beginnt mit der Demut. Denn es gibt nur den Einen Heiligen und der heißt Gott. Dieser heilige Gott schenkt uns Menschen Anteil an seiner Heiligkeit. Als Bild und Gleichnis hat der heilige Gott uns geschaffen. Das ist doch ein guter und verheißungsvoller Start! Aber wir kennen den weiteren Lauf der Geschichte. Zwar hat Gott uns gut ins Leben gerufen, der Mensch hat indes die ihm gesetzten Grenzen überschritten und sich auf den Thron des Allerheiligsten gesetzt. An diesem negativen Erbe, das uns eingeprägt ist, haben wir alle zu knabbern. Seit der Erbsünde hat sich Schlechtes in unser Menschsein eingeschlichen und eingenistet. Wir haben uns von Gott entfremdet. Trotzdem macht Gott nicht Schluss mit uns! Im Gegenteil: In seiner unerschöpflichen Liebe wirbt er um uns, auch wenn wir rückfällig werden. Der heilige Gott will, dass wir werden, was wir seinem Plan nach sein sollen: heilig. Gott heiligt uns Menschen. Berufung zur Heiligkeit, Berufung den Willen Gottes zu tun. Darum geht  es.

 

Liebe Brüder und Schwestern! Der Besuch Marias bei Elisabeth. Welche große Ermutigung, kam davon ausgehen. Es ist die Ermutigung zur Begegnung und zum Zusammenkommen, zur Gastfreundschaft und zur Berufung, zur Berufung zur Heiligkeit. Möge der heutige Besuch etwas in uns auslösen. Amen.

Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von Youtube und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.

zurück
weitere Pre- digten .

Wo ist mein Platz in dieser Woche?

Gründonnerstag

Die Kommunion ist das höchste Gut, das wir haben, das Allerheiligste, wie wir es auch bezeichnen. Kommunion, was bedeutet das Ganze?

02.04.

Liebe Christi

Karfreitag

Das, was am heutigen Tag an Jesus geschieht, ist bei aller Härte und Grausamkeit des Kreuzweges, ein ganz besonders Wunder. Es ist das Wunder der sich ganz und gar an uns Menschen verschenkenden Liebe, einer Liebe, die bis ans Kreuz geht.

03.04.

Im Wasser ist Heil!

Lasst freudig uns schöpfen lebendige Wasser aus den Quellen des Heiles. Ja, lasst uns aus dem Osterwasser schöpfen.

04.04.

Das Kreuz - ein Ort der Hoffnung, ein Segenszeichen

Am Kreuz stirbt Jesus. Es ist der Ort seines Todes. Aber im Licht seiner Auferstehung wird das Kreuz zu einem Ort der Hoffnung zu einem Zeichen des Segens. Vom Kreuz geht Segen aus.

22.03.

Hl. Josef - Ein Mann der Tat

Im Herzen des heiligen Josef dürfen wir lesen.

19.03.

Spaß oder Freude?

Es will uns anregen zu unterscheiden zwischen Spaß und Freude. Dass wir eben nicht die Abkürzung über den Spaß gehen, sondern den Weg der Freude.

15.03.

Das Leben mit Jesus Christus wagen

Wer ist dieser Jesus Christus im Glauben der Kirche und wer ist er für mich persönlich?

08.03.

Gotteserfahrungen

Fastenzeit, Zeit für unsere Gotterfahrungen, was sie aus uns machen und was wir mit ihnen machen.

01.03.

Willensfreiheit - Wahlfreiheit - Handlungsfreiheit

Drei Ebenen der menschlichen Freiheit. Wie wir sie nützen und woran wir uns ausrichten.

18.02.

Aschermittwoch

Der Weg der Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, auf die Stimme des Herrn zu hören und die Entscheidung zu erneuern, Christus zu nachzufolgen.

18.02.
zurück
weiter

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Pfarre Oberkappel


Falkensteinerstraße 12
4144 Oberkappel
Telefon: 07284/206
Mobil: 0676/88084811
pfarre.oberkappel@dioezese-linz.at
http://www.pfarre-oberkappel.at
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen