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So. 28.05.23

Geburtstag der Kirche

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Pfingsten, Geburtstag der Kirche. Das feiern wir schon 2000 Jahre.

Predigt Pfingstsonntag, 28.5.2023

Perikopen: Apg 2,1-11              Joh 20,19-23

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche. Erfüllt mit der Kraft des Heiligen Geistes wird die Verschlossenheit der Jünger im Obergemach aufgebrochen. Es beginnt der Siegeslauf einer Kirche aus allen Völkern und Nationen. Man versteht sich in verschiedenen Sprachen, die alle darauf gerichtet sind die großen Taten Gottes zu verkünden. Geburtstag der Kirche. Ich denke, meine lieben Brüder und Schwestern, uns allen, die wir jetzt beisammen sind, ist die Kirche ein gewisses Anliegen. Sonst wären wir nicht da. Den einen vielleicht etwas mehr, den anderen vielleicht etwas weniger. Die Kirche, ich möchte an ihrem Geburtstag über sie nachdenken.

 

Erstens: Die Kirche in Menschengestalt, die Kirche, die wir sehen können. Was sehen wir in der Kirche. Positives und Negatives. Wir sehen Menschen, die sich bemühen, ihre Talente einbringen, mittun mit der Pfarre. Wir sehen Menschen, denen der Glaube das Leben bereichert. Wir sehen Positives, Gutes und Schönes. Wir dürfen es nicht übersehen. Wir sehen aber auch Schlechtes, mitunter sehr Schlechtes. Immer wieder berichten Medien in der Welt von Skandalen und Missbrauch in der Kirche, am schlimmsten ist der sexuelle Missbrauch. Auch wenn man sagen muss, dass die Kirche in Österreich so viel für die Aufarbeitung desselben getan hat, wie keine andere Institution. Die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus haben in diesem Bereich viel getan mit der klaren Devise, dass nichts mehr vertuscht werden darf und die Täter zur vollen Verantwortung gezogen werden müssen. Ich sehe weiter in der Kirche eine große Mittelmäßigkeit. Die Wenigsten sind ganz gut und die Wenigsten ganz schlecht. Viel ist mittelmäßig, mit der Tendenz eher zu vereinfachen, als das Niveau zu steigen. Mit wirklicher Sorge im Herzen sehe ich den Schwund von Glaubenspraxis und Glaubenswissen, vor allem, dass man die Sakramente oft als Selbstläufer sieht, für die man nicht bereit ist, sonderlich viel zu tun, auch wenn es bei uns noch ein bisschen besser ist. Der Priestermangel kann nur mit Sorge erfüllen. Es menschelt in der Kirche eben, manchmal fast zu viel. Aber wir sind eben eine Kirche aus Menschen, manchmal auch aus Menschen, die gekränkt sind oder andere kränken, die beleidigt sind oder andere beleidigen. „Was kränkt, macht krank, und Leiden verursacht, was beleidigt.“ Ich persönlich stehe manchmal an, wenn ich bloß die sichtbare Kirche anschaue. Aber es gibt auch etwas anderes.

 

Zweitens: Das innere Wesen der Kirche, zumindest zu erahnen versuchen. Mir hat die Predigt, und ich lade euch ein diesen Gedanken jetzt voll und ganz mitzugehen, geholfen, die Kardinal Schönborn beim Begräbnis von Weihbischof Helmut Krätzl gehalten hat. Er hat aus dem Testament des Verstorbenen zitiert: „ Ich danke Gott, dass ich Priester werden durfte. Ich war es immer voll innerer Freude. Die Kirche hat sich während meines Priesterlebens stark verändert. Manches hat mir große Sorgen bereitet und ich habe meine Kritik aus Liebe zur Kirche ganz offen geäußert. Die Liebe zur Kirche habe ich aber nie verloren. Ich habe gelernt, mehr auf ihr inneres Wesen zu schauen und dass sie immer viel mehr ist, als sie im Augenblick erscheint.“ Der letzte Satz ist es: „Ich habe gelernt, mehr auf ihr inneres Wesen zu schauen und dass sie immer viel mehr ist, als sie im Augenblick erscheint.“ Es gibt ein inneres Wesen der Kirche, das, was man nicht gleich sieht, was man vermuten, oder erahnen kann. Die Kirche ist mehr, als man sieht. Was könnte das alles sein? Für mich ist das innere Wesen der Kirche, dort wo der Glaube den Menschen innerlich ergreift, wo die Gnade Gottes das Herz verwandelt. Das kann man nicht sehen, sondern höchsten erahnen und vielleicht hin und wieder spüren. Inneres Wesen der Kirche ist, wo Menschen christliche Nächstenliebe konkret werden lassen, oft verborgen und ungesehen, weil es um die Sache geht, nicht um das eigene Ansehen und die eigene Ehre. Unsere Ehre empfangen wir nie von den Menschen. Das hält nicht und gibt keine Zufriedenheit. Es ist, was der heilige Franziskus sagt: „Was du in den Augen Gottes bist, das bist.“ Inneres Wesen der Kirche ist, wo unser liturgisches Feiern nicht oberflächlich ist, sondern uns innerlich anrührt und uns einen Gottesschubs gibt. Wir brauchen stets neu einen Gottesschubs. Inneres Wesen der Kirche ist, wo für die Armen, Benachteiligten und Gehandicapten Raum ist. Inneres Wesen der Kirche ist, wo Vergebung von Schuld, auch sakramentale Vergebung geschieht. und Menschen von der Verwundung durch die Sünde geheilt werden. Vergebung ist ganz eng mit dem Heiligen Geiste verbunden. „Empfangt den heiligen Geist. Wem ihr die Sünden vergebt, denen sind sie Vergebung. Denen ihr die Vergebung verweigert, denen ist sie verweigert,“ sagt der Herr. Ich denke, es ist klar, was ich mit innerem Wesen der Kirche meine, und, dass sie doch viel mehr ist, als man an der Oberfläche sieht. Der Blick auf das innere Wesen bewahrt vor Resignation, Mutlosigkeit und Verbitterung, auch wenn man manchmal hart dagegen ankämpfen muss.

 

Drittens: Bewusstmachen, dass es in der Kirche, auf uns ankommt, und wir die Kirche nicht begraben dürfen. Das möchte ich mit folgender Geschichte zeigen. Ein Pfarrer verkündete, dass sonntags darauf, die Kirche begraben werden solle, da sie immer weniger brauchen. So kamen an diesem Sonntag viele. Das wollte man sehen, ein Begräbnis der Kirche. Vorne stand ein Sarg. Die Leute waren neugierig, was darin sei. In der Predigt sagte der Pfarrer: „Liebe Gläubige. Heute wollen wir die Kirche begraben, sie taugt nicht mehr zu viel. Ich lade sie zum Schluss des Gottesdienstes ein nach vorne zu kommen, in den Sarg zu schauen, sich zu verabschieden, und dann die Kirche durch das Seitenportal zu verlassen. Sollten Sie die Kirche doch nicht begraben wollen, kommen sie bitte wieder durch das Hauportal herein.“ So gingen die Leute zum Sarg, verließen die Kirche und kamen durch das Hauptportal. Was war im Sarg? Ein Spiegel. Jeder hatte sein eigenes Gesicht gesehen. Ja, wenn wir die Kirche begraben, begraben wir uns selber. „Herr, erneure deine Kirche und fange bei mir.“ Mehr braucht man dazu nicht mehr zu sagen.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Pfingsten, Geburtstag der Kirche. Das feiern wir schon 2000 Jahre. Wir sehen die sichtbare, oft allzu menschliche Kirche. Es gibt aber auch das innere Wesen der Kirche, das viel mehr ist. Das sollen wir zu erahnen versuchen. Und vielleicht wir uns dann bewusst: Es kommt auf mich an, und dass ich mit ganzem Herzen dabei bin. Kirche ist eines Werk und Raum des Heiligen Geistes. „Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen, das Feuer deiner Liebe. Halleluja.“ Amen.

  

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