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So. 09.04.23

Sieg des Lebens

Ostersonntag
Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Es gibt Darstellungen des auferstandenen Herrn, auf denen er eine Fahne in der Hand hält. Es ist die Siegesfahne. Sie hat die Botschaft vom Sieg des Lebens.

Predigt Ostersonntag, 9.4.2023

Perikopen: Kol 3,1-4                 Joh 20,1-18

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Es gibt Darstellungen des auferstandenen Herrn, auf denen er eine Fahne in der Hand hält. Es ist die Siegesfahne. Sie hat die Botschaft vom Sieg des Lebens. Die Osterfahne, bedeutet auch, dass wir uns Ostern auf die Fahnen schreiben dürfen. Das scheint mir ein gutes Thema für den Ostersonntag. Wir schreiben uns Ostern auf die Fahnen unseres Lebens. Aber, was schreiben wir uns da auf die Fahnen? Dem wollen wir nachspüren.

 

Erstens: Wir schreiben uns auf die Fahne, dass der Stein vom Grab weggewälzt ist. Ein schwerer Stein ist vor das Grab gewälzt. Erste Sorge der Frauen war, wer ihnen den wegwälzen würde. Auch wir haben Steine auf unserem Lebensweg: Stolpersteine, spitze steine, die wehtun, Steinbrocken, die man alleine unmöglich wegschaffen kann. So mancher Stein versperrt uns den Lebens- und Glaubensweg. Die Frauen haben auch nur den Stein gesehen. Doch als sie zum Grab kamen, war der Stein weg und der Weg war frei. Und als sie dem Auferstanden im Garten begegnen wissen sie, dass der Tod nicht das letzte Wort im Leben des Jesus von Nazareth gehabt hat. Der Stein ist weggewälzt, das heißt, dass wir immer Zugang zu Gott haben und nur so wird das Leben sinnvoll. Ostern ist das Handeln Gottes, nicht das Handeln der Menschen. Dort, wo wir Gott handeln lassen, haben wir Zugang zu ihm, sehen wir das Ganze, finden wir Sinn im Leben. Gott ist Sinn, nicht Unsinn. Die Wirklichkeit ist eben mehr als dieses Leben hier. Wir haben Zugang zu Gott. Das dürfen wir uns auf die Fahnen schreiben, denn durch diesen Zugang wird viel möglich. Wir müssen uns nur immer wieder bewusst machen, welche Möglichkeiten ich dadurch habe. Das wird im zweiten Gedanken deutlich.

 

Zweitens: Wir schreiben uns auf die Fahnen, dass wenn ich an Ostern glaube schon in diesem Leben manches anders wird. Ein paar Beispiele dafür, dass der Osterglaube eine lebenspraktische Sache ist. Wenn ich an Ostern glaube, dann ist eine verfahrene Situation in einer Familie nicht einfach Endstation, sondern eher ein Ufer von dem eine neue Ausfahrt in die Wasser des Lebens möglich wird. Wenn ich an Ostern glaube, dann muss Krankheit und Beeinträchtigung nicht Schluss meiner Pläne sein, sondern kann Anfang eines neuen, bewussteren Weges werden. Wenn ich an Ostern glaube, dann sind schuld und Versagen nicht ein Grundbucheintrag, der mir ein Leben lang anhängt, sondern Ausgang für Versöhnung und Neuanfang. Wenn ich an Ostern glaube, dann verliert der Tod, das Sterbenmüssen, zwar nicht die Bitterkeit, aber die Trostlosigkeit. Wenn ich an Ostern glaube, dann wird schon in diesem Leben manches anders. Daran dürfen wir glauben. Und ich hoffe, dass wir dies auch erfahren dürfen. Durch den Osterglauben wird schon jetzt manches anders. Schreiben wir uns das auf die Fahnen.

 

Drittens: Wir schreiben uns auf die Fahnen, dass wir seine Zeugen, Osterzeugen sein wollen. Maria von Magdala hat das begriffen. Sie verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen hat. Sie gibt persönliche Glaubenserfahrungen weiter. Wir müssen schauen, dass wir viele Glaubenserfahrungen zusammenbringen, die wir weitersagen können. Daran mangelt es heute oft, am Weitersagen des Guten, der Hoffnung, des Optimismus, auch des Optimismus, dass wir zum Heil berufen sind. Das Taufversprechen, das wir in der Osternacht abgelegt haben ist gekennzeichnet vom Heilsoptimismus. Da haben wir dem Satan im „ich widersage“ gesagt: „Hau ab, schleich dich, ich will mit dir nichts zu tun haben.“ Und Gott haben wir im „ich glaube“ gesagt: „Komm in meine Leben. Sei du der Reichtum meines Lebens, sie du die Hoffnung meines Lebens, weil es mit dir immer ums Ganze geht.“ Die Freude über diese Auferstehung müssen wir weitersagen. Ostern geschieht um die Herzen aller Menschen, nicht bloß vieler, durch die umwälzende Botschaft des Sieges Gottes über das Böse und den Tod zu weiten. Das Licht der Auferstehung will also die Frauen nicht in ein privates Gefühls einschließen. Es duldet keine passive Haltung, sondern bringt missionarische Zeugen/Innen hervor, die vom Grab zurückkehren und allen das Evangelium des Auferstandenen bringen. Deshalb laufen die Frauen, nachdem sie gesehen und gehört haben, zu den Jüngern, um ihnen die Freude über die Auferstehung zu verkünden. Sie wissen, dass sie für verrückt gehalten werden könnten, und tatsächlich, das Evangelium sagt an anderer Stelle, dass ihre Worte wie Geschwätz klangen. Aber sie sorgen sich nicht um ihren Ruf, um die Verteidigung ihres Ansehens. Sie messen ihre Gefühle nicht, sie berechnen ihre Worte nicht. Wir brechnen oft zu viel. Wie schön wäre eine solche Kirche, die auf diese Weise durch die Straßen der Welt läuft. Ohne Angst, ohne Taktiken für den persönlichen Vorteil, alleine mit dem Wunsch, allen die Freude des Evangeliums zu bringen. Dazu sind wir berufen, den auferstandenen Herrn zu erfahren und diese Erfahrung mit anderen zu teilen.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute gibt uns der Auferstandene die Siegesfahne in die Hand, damit wir uns Ostern auf die Fahnen schreiben. Wir schreiben uns auf die Fahne, dass der Stein vom Grab weggewälzt ist. Wir schreiben uns auf die Fahnen, dass wenn ich an Ostern glaube schon in diesem Leben manches anders wird Wir schreiben uns auf die Fahnen, dass wir seine Zeugen, Osterzeugen sein wollen. Wir schreiben uns Ostern auf die Fahnen! So schließe ich mit dem Text eines alten Osterliedes: „Halleluja! Der in Qualen, wie ein Wurm zertreten war, hebt die Fahne, glänzt in Strahlen, unverletzt und ewig klar. Wandelt leuchtend wie die Sonne, spendet Licht und Kraft und Wonne. Halleluja, Jesus lebt!“ Amen

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