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So. 26.03.23

Konfrontation

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Bei Zeichen reicht die Bewunderung nicht aus. Man muss das Zeichen anschauen und wirken lassen.

Predigt Fünfter Fastensonntag, 26.3.2023

Perikopen: Ez 37,12b-14         Joh 11,3.ff. Kurzf.

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Im Johannesevangelium ist nie von Wundern Jesu die Rede, sondern von Zeichen. Bei Zeichen reicht die Bewunderung nicht aus. Man muss das Zeichen anschauen und wirken lassen. Das Zeichen braucht eine echte, innere Konfrontation. Die Erweckung des Lazarus ist das größte Zeichen, das der Herr wirkt. Es hilft uns, dass wir uns auf die Karwoche vorbereiten. Es geschieht hier, im Blich auf Lazarus, eine dreifache Konfrontation, die wir in der Karwoche, wenn wir uns auf ihre Mitfeier einlassen, in Jesus erfahren und spüren können.

 

Erstens: Konfrontation mit dem Leiden. Die Schwestern Martha und Maria leiden, weil sie ihren Bruder verloren haben. Sie sind traurig. Auch Jesus leidet. Er ist traurig. Er weint über den Tod seines Freundes Lazarus. Jesus leidet hier, und er leidet erst recht auf den Kreuzweg, der bevorsteht. Leiden! Ein schwieriges Wort. Wie geht es uns, wenn wir selber etwas zu erleiden haben? Wie geht es uns, wenn wir merken, dass Menschen in unserer Umgebung Leiden, wo zumindest die Haltung des Mitgefühls angebracht? Wenn wir das Leiden Christi vor Augen haben, dann liegt dort auch ein Trost. Gott führt uns nicht an Schmerz und Leid vorbei, das wäre mitunter auch etwas billig, weil kein Leben ohne Kreuz auskommt. Aber er nimmt uns im Leid an der Hand und möchte uns durch das Leid hindurchführen. Nehmen müssen die Hand jedoch wir. Konfrontation mit dem Leid darf zur Folge haben, dass wir intensiver Halt und Trost in Gott suchen. Große spirituelle Meister, zum Beispiel der heilige Ignatius von Loyola, haben immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist das Leiden Jesu zu bedenken und daraus Kraft zu schöpfen. Konfrontation mit Leid bedeutet auch den Blick auf unsere Welt und Kirche, die im Großen und im Kleinen oft sehr zerstritten ist. Die sehr verwundet ist in erster Linie durch die Schuld der Menschen. Schier unverständlich scheint es, wenn man nicht mehr vor den Brüdern und Schwestern bekennen will, dass man Gutes unterlassen und Böses getan hat, wenn man sich nicht mehr an die eigene Brust klopfen will, aber doch ganz gern mit den Fingern auf andere zeigt. Konfrontation mit Leid zielt auf Erkenntnis, auf Besserung, auf Auseinandersetzung, auf das Suchen und Finden von Gott. Im Leid kommt man ihm oft näher, als in anderen Situationen. Wie tröstlich ist ein Gott, der mitleidet, in der Trauer um den Toten Freund und noch vielmehr auf Golgotha.

 

Zweitens: Konfrontation mit dem Tod. Lazarus ist tot. „Er riecht schon.“ Leichengeruch in der Luft. Jesus stirbt ebenfalls am Kreuz, noch dazu einen Verbrechertod. Das Grab des Lazarus steht in Zusammenhang mit dem Grab Jesu. Ein großer Stein ist davor gewälzt. Konfrontation mit dem Tod bedeutet, nicht nur Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod, der irgendwann kommt. Nein es ist Konfrontation mit dem Karsamstag. Es ist der Tag an dem Gott nicht da war, weil er selbst im Grab lag. Was hat der Spötter Friedrich Nietzsche doch in gewisser Ernsthaftigkeit gesagt: „Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet.“ Ist dieses Wort, wenn wir zurückschauen nicht traurige Wirklichkeit geworden: Der Holocaust, die Konzentrationslager und Gulage des 20. Jahrhunderts, oder Hieroshima und Nagaski. Ist das nicht Konfrontation mit dem menschlichen Tod und dem Tod Gottes schlechthin? War nicht auch die Pandemie für viele Menschen ein verlängerter Karsamstag. Droht nicht unsere Zeit zu einem großen Karsamstag zu werden, zu einer Zeit der Abwesenheit Gottes? Haben nicht viele Menschen die Hoffnung, dass es etwas oder bessergesagt jemanden über den Tod hinausgeht, verloren? Ist es nicht diese Haltung, dass sich alles im Hier und Jetzt abspielen muss, die Gott tötet und die Zeit zum ewigen Karsamstag macht. Auseinandersetzung mit dem Tod, soll eben nicht beim Tod stehen bleiben. Es geht hier um etwas Weiteres, das entscheidend ist.

Drittens: Auseinandersetzung mit dem Leben. Lazarus wird vom Tod erweckt. Jesus lebt nach seiner Auferstehung wieder. Christen gehen für das Leben. Sie schützen das Leben. Das natürliche Leben in dieser Welt. Und das übernatürliche Leben, das in uns jetzt und hier beginnt, und das im Himmel vollendet wird. Christen dürfen Lebemenschen im besten Sinn sein. Konfrontation mit dem Leben bedeutet, dass wir uns zwei Worte Jesu im Evangelium ganz zu eigen machen. Es ist das Wort Jesu ins Grab seines Freundes hinein: „Lazarus komm heraus.“ Der Herr appelliert an uns, dass wir herauskommen aus den selbstgeschaufelten Gräbern. Wir müssen herauskommen um „das Leben zu haben und es in Fülle zu haben.“ Und es ist das größte Wort Jesu im Evangelium, das er heute sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch, wenn er stirbt, und jeder der lebt und an mich glaubt wird in Ewigkeit nicht sterben. Die Qualität unseres Lebens in dieser Zeit und erst recht in Ewigkeit, hängt damit zusammen, inwiefern wir an das Leben glauben und auf dieses Leben zugehen. Im Glauben auf Gott zuzugehen. Wir dürfen zumindest ein bisschen erahnen, welches Leben uns da erwartet. Darauf dürfen wir alle festen Schrittes zugehen. In Selbstdisziplin dürfen wir wissen, das ist jetzt der Weg, darauf läuft es hinaus und das ist jetzt anzugehen, mit allen Mitteln wie sie unser Glaube bereit hat, mit allem, was guttut, dorthin zu gehen, wo alles Leben, alles Geschenk ist, das einem nie, nie mehr genommen werden kann. Der Knackpunkt wird jedoch sein, wie sehr und wie intensiv wir mit dem auferstandenen Herrn verbunden und in Einklang sind, wie wir das realisieren: +ER in uns, wir in +IHM und wir miteinander auf +IHN hin. Wir brauchen es selber nicht „derheben“. Wir überheben uns, wenn wir meinen, das müssten wir tun. +Er hat es getan. Wir brauchen keine Angst haben. +ER ist bei uns. Er ist bei uns und will bei uns heben, und er will das ewige Leben der Menschen.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Um Konfrontation geht es Jesus mit seinem heutigen Zeichen, um Konfrontation mit dem Leiden, dem Tod und dem Leben. Lassen wir uns konfrontieren. Gehen wir in dieser Konfrontation durch die Karwoche zum Osterfest, zum Fest des Lebens. Amen.

 

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