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So. 12.02.23

Jesus sagt Nein

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Jesus sagt hier Nein, um die Menschen wachzurütteln.

Predigt 6. Sonntag im Jahreskreis, 12.2.2023

Perikopen: 1 Kor 2,6-10          Mt 5,17-37

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Helmut Plessner, ein deutscher Philosophen des 20. Jahrhunderts, hat den Menschen als „Nein-Sagen-Könner“ beschrieben. Der Mensch kann Nein sagen, sich abgrenzen, distanzieren, verweigern, dagegen sein. Im heutigen Evangelium, den sogenannten Antithesen der Bergpredigt, die nicht ganz leicht verständlich sind, sagt Jesus auch Nein. Er sagt Nein zu einer einseitigen Interpretation des jüdischen Gesetzes, die am Menschen vorbeigeht und nicht aus dem Herzen kommt. Jesus sagt hier Nein, um die Menschen wachzurütteln, aber eigentlich, und ich möchte das Ganze von der positiven Seite betrachten, sagt er mit seinen Wort Ja zu vier wichtigen Grundhaltungen, die ich kurz mit euch anschauen will.

 

Erstens: Jesus sagt Ja zur Versöhnungsbereitschaft. „Wenn jemand etwas gegen dich hat, dann kannst du nicht zum Altar treten. Versöhne dich.“ Wir wissen, dass Versöhnung nicht immer leicht ist. Es kann sein, dass man einfach keinen Weg findet, vielleicht auch, weil das Gegenüber nicht bereit ist, obwohl man selber möchte. Es geht um meine innere Bereitschaft. Bin ich zumindest innerlich versöhnt, wenn es schon äußerlich nicht möglich ist? Bin ich zumindest bereit dazu? Oder bin ich unversöhnt in meinem Inneren, voller Hass, Neid und Vergeltungsdenken?

 

Zweitens: Jesus sagt Ja zu Milde und Sanftheit. „Sei mild. Gehe nicht vor Gericht! Versuche dich zu einigen.“ Milde hat mit Barmherzigkeit zu tun, mit Nachsicht und, dass ich nicht allzu hart bin. Dass ich versuche Verständnis für die Schwächen meiner Mitmenschen zu haben, weil ja auch ich Schwächen habe. Milde ist einer Herzenshaltung, die wir besonders in der Schule des heiligsten Herzens Jesu lernen können. „Ich bin sanft (milde) und demütig von Herzen,“ sagt Jesus einmal. Milde und Sanftheit hat damit zu tun, dass ich einmal fünf gerade sein lassen kann, nicht alles auf die goldene Waagschale lege, und hin und wieder an einen alten Filmtitel denken kann, der da lautet „und der Himmel lacht dazu.“ Jesus ist nicht der wilde Bär und der brüllende Löwe, er ist das sanfte Lamm Gottes, der sich für das Heil der Menschen hingibt.

Drittens: Jesus sagt Ja zu einer klaren Gesinnung, einem klaren Denken. Darum geht es, wenn er von den Körpergliedern spricht, die zum Bösen fähig. Und wenn er meint, dass es besser ist eines zu verlieren, anstatt sich selber und das Leben zu verlieren. Es geht ihm, welche Gesinnung der Mensch hat. Wie liebe ich? Wie verwende ich mein Auge, meine Hand, meinen Fuß, meinen Mund, meine Körperglieder, meine ganze Leiblichkeit. Es ist niemals ein Körperglied des Menschen gut oder schlecht. Diese Einteilung hat man früher gerne gehabt. Sie ist aber falsch. Dann hätte Gott etwas schlecht erschaffen. Nein es ist immer die innere Gesinnung, die in den Handlungen nach außen tritt. Es ist die Frage nach meiner Gesinnung, meinem Denken. Es ist die Frage nach dem Inneren Menschen, und von was ich innerlich besetzt bin. So braucht das Innenleben viel Pflege. Die wichtigste, aber auch die schwierigste Arbeit ist die Arbeit an mir selber, die immer Arbeit an der Gesinnung ist.

Viertens: Jesus sagt Ja, zum Ja-Wort und dass man zu seinem Wort stehen soll. „Euer Ja, sein ein Ja, euer Nein ein Nein.“ Man soll sich bemühen die Ja-Wörter, die man im Leben gegeben hat einzuhalten. Man soll auch nur das Versprechen, was man halten kann. Ich denke mir oft, was bei Nachrufen für Verstorbene oft versprochen wird. Einerseits den Verstorbenen „wir werden dich nie vergessen.“ Wie arm wären die Verstorbenen, wenn sie von unserer Erinnerung abhängig wären. Anderseits oft den Angehörigen, gerade bei schweren Todesfällen: „Wir werden immer für euch da sein.“ Das gesagte „Immer“ ist auch ein sehr großes Wort, das in der Realität, oft nur kurze Zeit meint. Das Ja ist ein wichtiges Wort, aber auch ein großes. Wir sollten viel über unsere Ja-Wörter nachdenken und uns daran orientieren, dass Gott zu uns Menschen Ja sagt, dass in seinem Sohn das Ja verwirklicht ist, weil er nicht als Ja und Nein zugleich gekommen ist. Gott hat Handschlagqualität! Haben wir sie auch?

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Jesus sagt im heutigen Evangelium deutlich Nein zu falschem Verhalten, aber dadurch sagt er auf der anderen Seite deutlich Ja zu wichtigen Haltungen, zur Versöhnungsbereitschaft, zu Milde und Sanftheit, zu einer klaren Gesinnung, und, dass man zu seinem Wort stehen soll. Bemühen wir uns das, mit unserem Leben abzudecken. Amen. 

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