Wie die modulare Berufseinführung den Weg in die Seelsorge für Menschen mit Berufs- und Lebenserfahrung ebnet
Mit dem Jahr 1940 lässt sich wenig Positives verbinden: Der Zweite Weltkrieg tobte; Wissenschaftler forschten an einer neuartigen Waffe namens Atombombe; der antisemitische Propagandafilm „Jud Süß“ wurde uraufgeführt. Was tun in dieser Zeit von Schrecken und Terror?
In Wien entschloss man sich zu einem kleinen Lichtblick: 1940 wurde das „Theologische Laienjahr“ aus der Taufe gehoben. Mit dem Angebot einer systematisch-theologischen Einführung in den christlichen Glauben erreichte man so viele Interessierte, dass die Angebote mit den Jahren erweitert und ausdifferenziert wurden. „Die Kurse mit zehn Studienwochenenden ziehen am meisten Interessierte an“, berichtet Erhard Lesacher, der die Theologischen Kurse seit einem Vierteljahrhundert leitet. „Im Herbst 2026 starten z.B. Kurse in Salzburg und St. Pölten, im Herbst 2027 in Wels.“ Alternativ kann man mit einem höheren Selbststudium-Anteil den Kurstyp mit zwei Studienwochen während der Sommermonate wählen. Beide Kurse dauern 2,5 Jahre und umfassen zwölf Fächer. Seit 2021 gibt es zudem die Möglichkeit, den Kurs online zu absolvieren (2 Jahre, 3 h pro Woche). „Am beliebtesten bleibt aber der Fernkurs mit Studienwochenenden“, resümiert Erhard Lesacher. „Da haben wir die höchste Abschlussrate.“
Ein Kunstprojekt als starkes Zeichen gelebter Verbundenheit: Aus Hölzern bedeutender Orte – von Rom über Jerusalem bis in die Region entstehen Pilgerstäbe, die den Weg der heiligen Junia nachzeichnen und Gemeinschaft sichtbar machen. Jeder Stab erzählt von Aufbruch, Glaube und einer Kirche, die sich gemeinsam auf den Weg macht.
Die Pionierpfarre St. Junia zeigt, wie Veränderung gelingen kann, mit Beteiligung, Kreativität und einem klaren Fokus auf die Menschen vor Ort.
In der Seelsorgearbeit steckt sie bereits drin: die Sorgearbeit. Sorgen umfasst in der deutschen Sprache ein breites Spektrum an Tätigkeiten: Wir versorgen Kinder, wir umsorgen Kranke, wir besorgen, was unsere Lieben zum Leben brauchen, wir machen uns Sorgen um ihr Wohlergehen. Es mag daher nicht überraschen, dass einige Seelsorgerinnen der Diözese Linz lange in sorgenden, pflegenden Berufen tätig waren. Wieso haben sie sich dem kirchlichen Dienst zugewendet? Wie gelang ihnen die berufliche Neuorientierung in der Mitte des Berufslebens? Und wo schimmert die erfahrene Sorgearbeiterin auch heute noch durch?
Das Wetter hat es den Leuten nicht leicht gemacht: Bis zur Nasenspitze musste man sich einpacken, um die Amtseinführung des Pfarrvorstands der neuen Pfarre Almtal in der Pfarrkirche in Pettenbach mitzufeiern, die dem Hl. Benedikt von Nursia geweiht ist. Doch trotz Schneegestöbers und glatten Straßen waren die Bänke gut gefüllt und die anschließende Agape vermochte den letzten Rest winterlicher Kälte aus der Festgemeinde zu vertreiben. Als Dekanat Pettenbach startete man zusammen mit den anderen Dekanaten der 4. Runde vor zwei Jahren in den Umstellungsprozess, mit 1. Jänner 2026 erfolgte die kirchenrechtliche Gründung der Pfarre Almtal und mit der Amtseinführung des Pfarrvorstands am 10. Jänner 2026 startete die nächste Etappe ihres gemeinsamen Weges. Elf Pfarrgemeinden mit circa 20.000 Gläubigen umfasst die Pfarre Almtal. Sie ist stark vom Stift Kremsmünster geprägt, da alle Pfarrgemeinden inkorporiert sind, weshalb auch Abt P. Bernhard Eckerstorfer die Amtseinführung mitfeierte.
Seelsorge, Verkündigung und Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Raum
Die gute Nachricht vorneweg: „Es muss nicht jede:r Seelsorger:in einen digitalen Schwerpunkt haben“, beruhigt Gabriele Eder-Cakl, die sich als Direktorin des Österreichischen Pastoralinstituts (ÖPI) stark mit dem Thema „Digitale Kirche und Pastoral“ auseinandersetzt. Klar ist aber auch: „Der digitale Raum ist für viele Menschen ein Lebensraum und somit auch ein Raum für Seelsorge.“ Daraus folgen viele Fragen: Wo setzt man auf pfarrlicher Ebene an? Was ist lokal zu denken, was überregional? Wie teilt man Zeit und Energie zwischen analoger und digitaler Seelsorge auf? Wie kann unsere Kirche die pastoralen Räume zwischen 0 und 1 füllen?
Übergreifende Starthilfe der Pfarre An der Salzach für die designierte Pfarre Mattigtal
Die Pfarre An der Salzach und das benachbarte Dekanat Mattighofen liegen ganz im Westen unserer Diözese, wo man zum Einkaufen oder für die höhere Schule nach Salzburg fährt anstatt nach Linz. Dass man im Innviertel etwas anders tickt, darauf bestehen nicht zuletzt die Innviertler:innen selbst. Und so mag es nicht verwundern, dass ausgerechnet hier ein neuer Lösungsansatz erprobt wird, der möglicherweise auch in anderen Vierteln Widerhall erzeugen wird: die pfarrübergreifende Zusammenarbeit auf haupt- und ehrenamtlicher Ebene.
Am 28. Oktober 2025 waren fünf Mitarbeiter:innen aus dem FB Seelsorger:innen in Pfarren von Bischof Dr. Manfred Scheuer zu einer gemeinsamen Pensionsfeier in den Bischofshof eingeladen.