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Sa. 10.01.26

„Bon camino!“ für den gemeinsamen Weg der Pfarre Almtal

V. l.: Pfarrer P. Franz Ackerl, Pastoralvorst?ndin Maria Pesendorfer, Bischof Manfred Scheuer und Verwaltungsvorstand Markus Johannes Hager

Das Wetter hat es den Leuten nicht leicht gemacht: Bis zur Nasenspitze musste man sich einpacken, um die Amtseinführung des Pfarrvorstands der neuen Pfarre Almtal in der Pfarrkirche in Pettenbach mitzufeiern, die dem Hl. Benedikt von Nursia geweiht ist. Doch trotz Schneegestöbers und glatten Straßen waren die Bänke gut gefüllt und die anschließende Agape vermochte den letzten Rest winterlicher Kälte aus der Festgemeinde zu vertreiben. Als Dekanat Pettenbach startete man zusammen mit den anderen Dekanaten der 4. Runde vor zwei Jahren in den Umstellungsprozess, mit 1. Jänner 2026 erfolgte die kirchenrechtliche Gründung der Pfarre Almtal und mit der Amtseinführung des Pfarrvorstands am 10. Jänner 2026 startete die nächste Etappe ihres gemeinsamen Weges. Elf Pfarrgemeinden mit circa 20.000 Gläubigen umfasst die Pfarre Almtal. Sie ist stark vom Stift Kremsmünster geprägt, da alle Pfarrgemeinden inkorporiert sind, weshalb auch Abt P. Bernhard Eckerstorfer die Amtseinführung mitfeierte.

 

Pfarrer von Almtal ist P. Franz Ackerl, dem es bereits als Dechant ein Anliegen war, die Menschen gut über die neue Pfarrstruktur zu informieren und sie auf dem gemeinsamen Weg mitzunehmen. Er sieht in der neuen Pfarre zwei Pole miteinander verbunden: Die bekannten kirchlichen Gemeinschaften bleiben bestehen und es kommt eine gemeinsame Ebene hinzu, die erst definiert und erlernt werden muss. „Mit weitem Herzen voranschreiten“, ist ein Grundsatz aus der Regel des Hl. Benedikts, die der neue Pfarrer als Auftrag und Hoffnungsversprechen versteht. Kraft für diese Aufgabe zieht er auch aus einer guten Gemeinschaft mit seinen Mitbrüdern: „Wenn wir gut aus unseren eigenen Quellen schöpfen, strahlt das nach außen aus“, so beschreibt er das Zueinander von Stifts- und Pfarrleben, das seit der Gründung des Stifts im Jahre 777 die Region prägt.

 

Pfarrvikar P. Daniel Sihorsch, Bischof Manfred Scheuer und Pfarrer P. Franz Ackerl mit der gro?en Schar an Ministrant:innen

 

P. Franz Ackerl leitet die Pfarre zusammen mit Pastoralvorständin Maria Pesendorfer und Verwaltungsvorstand Markus Hager, die beide aus anderen Berufsfeldern umgestiegen sind: Markus Hager bringt Erfahrung aus der Katholischen Jugend und Kinderpastoral, dem Verein 4YOUgend und als Amtsleiter mit. „Es geht nur mit einem guten Miteinander aller Beteiligten – innerhalb der Kirche sowieso, aber auch zu den politisch Handelnden“, ist der neue Verwaltungsvorstand überzeugt. Für ihn ist an seiner neuen Aufgabe die gemeinsame Suche nach Lösungsansätzen bei komplexen Fragestellungen reizvoll – im Rahmen begrenzter finanzieller Möglichkeiten zwar, aber oft ergeben sich durch die kluge Nutzung von Ressourcen doch Gestaltungsspielräume. Das Ziel ist dabei nicht die Gewinnmaximierung, sondern der Erhalt von Bindung und Identität der Menschen, denn davon leben die Pfarrgemeinden und das ehrenamtliche Engagement.

Maria Pesendorfer hat lange als Ergotherapeutin gearbeitet, bevor sie sich der Seelsorge zuwandte und 2019 in der Jugendpastoral einstieg. Die neue Pastoralvorständin richtete am Ende des Gottesdienstes im Namen des Pfarrvorstandes das Wort an die Gemeinde und wünschte: „Bon camino!“ Vergangenen Sommer war sie mit jungen Erwachsenen auf dem Jakobsweg unterwegs und wünschte vielen mit diesem traditionellen Gruß einen „guten Weg“. „Als Menschen sind wir gemeinsam unterwegs – in der Pfarre Almtal, in unserem Lebensalltag, in unserer Wirklichkeit“, fasste sie es zusammen. Sie freut sich auf viele direkte Begegnungen mit Menschen in den verschiedenen Gruppen der Pfarre – auf das wortwörtliche Miteinander-Unterwegssein.

Wie das aussehen kann, zeigt sich im Getummel der Agape: Eine Gruppe junger Leute hätte gerne ein Foto mit Bischof Manfred und überlegt tuschelnd, wie sich das bewerkstelligen ließe. Man schmiedet einen Plan; ein, zwei Leute werden angefragt; schon strahlen alle zusammen mit dem Bischof um die Wette in die Kamera. „Kirche hat Zukunft“, glaubt P. Franz Ackerl. Das ist an Abenden wie diesen spürbar. (Text: Magdalena Welsch)

 

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