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Inhalt:
Fr. 16.06.23

Herz Jesu

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Nur durch sein Herz kann man ihn und seine Liebe verstehen.

Predigt Herz-Jesu-Fest, 16.6.2023

Perikopen: Dtn 7,6-11              Mt 11,25-30

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Wir schauen auf das Herz Jesu, auf sein offenes Herz. Von John Henry Newmann stammt der Satz „cor ad cor loquitur – das Herz spricht zum Herzen.“ Unsere Herzen können ins Gespräch kommen, mit dem heiligsten Herzen unseres Erlösers. Was könnte da so alles gesprochen werde?

 

Erstens: „Lernt von mir, ich bin sanft und demütig von Herzen.“ “Lernt von mir,“ das sagt Jesus nur ein einziges Mal in der Bibel. Wir dürfen von seiner Herzensgesinnung lernen. Man muss zuerst die Liebe Gottes lernen, damit man sie lehren kann. Wir müssen lernen in seinem Herzen zu lesen. Es geht hier auch um unsere Lernbereitschaft. Wir müssen zugeben, dass wir alle keine fertigen Menschen und Christen sind, sondern, wahrscheinlich noch viel zu lernen haben. „Lernt von mir,“ sagt er uns. Und dann dürfen auch wir ihm etwas sagen.

 

Zweitens: „Bilde unser Herz nach deinem Herzen.“ Dieses her soll unsere Herzen bilden. Es geht um Herzensbildung durch seine Gesinnungen, seine Absichten, sein Streben. Das soll in unser Herz hineingebildet werden. Die Litanei vom heiligsten Herzen Jesu sagt uns, wie dieses Herz beschaffen ist. Es ist ein heiliger Tempel Gottes, ein Zelt des Allerhöchsten; es ist ein Feuerherd der Liebe, eine Wohnstätte der Gerechtigkeit und Liebe; es ist geduldig und voll Erbarmen; es ist gehorsam geworden bis zum Tode. Der große Bischof Johann Michael Sailer sprach oft das Gebet: „Gib mir, o Herr, ein kindliches Herz zum Glauben, ein mütterliches Herz zum Lieben, ein männliches Herz zum Handeln!“ Johannes Vianney, der heilige Pfarrer von Ars, pflegte seine Danksagung nach der heiligen Messe in die Worte zusammenzufassen: „Mein Herr, nun trag du den armen Menschen, der dich trägt.“ Ach, dass wir doch nicht ganz und gar unähnlich diesem Herzen wären. Dass wir seine Gesinnungen, seine Tugenden, seine Haltungen annehmen und bewahren. Gott wird unsere Gebete erhören. Er wird seinen Verehrern die Erfüllung ihrer gerechten Bitten schenken. Christus hat doch den Herz-Jesu-Verehrern durch seine Verheißungen an die heilige Margareta Maria Alqoce verheißen: „Die lauen Seelen werden eifrig werden. Die eifrigen Seelen werden sich rasch zur Vollkommenheit erheben.“

 

Drittens. So dürfen wir noch eine Bitte an unseren Herrn richten, lautet: „Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf dich.“ Ich vertraue auf dich, dieses Wort drückt aus, dass Christus ist unser Alles. „Willst du eine Wunde heilen, er ist der Arzt. Wirst du von Fieber erhitzt, er ist die Quelle. Wirst du von Sündenschuld bedrückt, er ist die Rechtfertigung. Brauchst du Hilfe, er ist die Kraft. Fürchtest du den Tod, er ist das Leben. Verlangst du nach dem Himmel, er ist der Weg. Suchst du Speise, er ist die Nahrung. Darum kostet und seht, wie lieb der Herr ist. Selig, wer auf ihn vertraut!“ (Ambrosius).  Es geht um unser Vertrauen.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

„Das Herz spricht zum Herzen.“ Bleiben wir mit dem Erlöserherz im Gespräch. Er sagt uns: „Lernt von mir!“ Und wir dürfen ihm sagen: „Bilde unser Her nasch deinem Herzen, ich vertraue dir.“ Lasst uns ehrliche und treue Verehrer des heiligsten Herzens Jesu werden. Nur durch sein Herz kann man ihn und seine Liebe verstehen. Christus wird den Dienst, den wir ihm in der Herz-Jesu-Verehrung erweisen, nicht unbelohnt lassen. Er steht zu den Verheißungen, die er seiner Dienerin Margareta Maria Alacoque gegeben hat: „Die Namen derer, die diese Andacht verbreiten, werden in mein Herz eingeschrieben und nie wieder daraus gelöscht werden.“ Amen.

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