Sternsingen 2026: Gemeinsam für eine gerechte Welt!

Generationen von Sternsinger*innen haben seit den Anfängen im Jahr 1954/55 unglaubliche 560 Millionen an Spenden gesammelt. Im Vorjahr wurde die Schwelle von 20 Millionen Euro an Spenden überschritten, davon wurden über 4 Millionen Euro in Oberösterreich gespendet.
„Es ist einzigartig, dass sich Kinder und Jugendliche zum Jahreswechsel für die weihnachtliche Friedensbotschaft und eine gerechte Welt einsetzen. Sternsingen ist so eine einmalige Bewegung, die lebendiges Brauchtum mit dem gemeinsamen Einsatz für menschenwürdiges Leben verbindet - für Nahrungssicherheit und sauberes Trinkwasser, für Schulbildung und für den Schutz der Menschenrechte und der Natur“, erklärt Jana Hofer von der Katholischen Jungschar der Diözese Linz.
85.000 Kinder und Jugendliche setzen sich mit Unterstützung von 30.000 Erwachsenen in ganz Österreich für ein würdiges Leben in den Armutsregionen der Welt ein. Inhaltlicher Schwerpunkt von Sternsingen 2026 ist Tansania. In dem ostafrikanischen Land leiden viele Menschen unter Hunger und Wassermangel, verschärft durch die Klimakrise. Mit den Spenden vom Sternsingen setzen sich die Projekte der Dreikönigsaktion tatkräftig für nachhaltige Landwirtschaft ein.
So hilft Sternsingen: Nahrung sichern in Tansania
In Tansania kämpfen viele Menschen täglich ums Überleben. Hunger, Wassermangel und Armut bestimmen den Alltag ganzer Familien. Die Böden sind ausgetrocknet, das Wissen über nachhaltige Anbaumethoden fehlt vielerorts. Die Klimakrise verschärft die Lage dramatisch: Dürreperioden, plötzliche Überschwemmungen und Schädlingsbefall machen die Landwirtschaft unberechenbar.
Vor allem Kinder leiden an Mangelernährung, diese bremst ihre körperliche und geistige Entwicklung. Viele müssen mit leerem Magen arbeiten, statt zu lernen. Bildung wird zum Luxus – ebenso wie medizinische Versorgung, die meist zu teuer oder zu weit entfernt ist.
Doch es gibt Hoffnung. Die Partnerorganisation HLDD (Human Life Defense Department) ermöglicht durch gezielte Hilfe und gelebte Partnerschaft einen Weg aus der Krise. Mit Unterstützung im Biharamulo Distrikt in Tansania verändern Menschen in der Landwirtschaft ihr Leben selbst. Durch nachhaltige Anbaumethoden, vor allem von Matoke (Kochbananen), und gesicherte Nahrung entsteht eine bessere Zukunft. Seit 12 Jahren ist HLDD eine Partnerorganisation der Dreikönigsaktion.

Zwei Mitglieder der Partnerorganisation HLDD aus Tansania sind aktuell in Oberösterreich, um mit Schulklassen, Pfarrgruppen und Jungschargruppen Workshops zu machen und vom Leben in Tansania und der Projektarbeit zu erzählen.
Pater Godfrey Baraka Rusasa, Direktor von HLDD, berichtete bei der Pressekonferenz über das Projekt: „Die Arbeit von HLDD unterstützt in einem Projektzyklus über drei Jahre hinweg rund 120 Familien, das sind ungefähr 1000 Menschen. Durch den nachhaltigen Anbau von Bananen ist die Nahrung für die Kinder gesichert. Die zusätzlichen Bananen können dann verkauft werden oder durch weitere Verarbeitung zusätzliches Einkommen generieren.“

Esther Magambo, Finanzberaterin von HLDD, zeigte beim Pressegespräch einige Produkte her, die aus dem Bananenbaum hergestellt und weiterverkauft werden können, wie etwa traditionelle Kleidungstücke, Briefpapier oder Sitzmatten. Sie bedankte sich bei den Menschen in Österreich: „Das Sternsingen macht einen echten Unterschied. Eure Hilfe bringt Familien und vor allem Kindern in Tansania Hoffnung, Bildung und bessere Lebensbedingungen. Durch die Unterstützung von HLDD können Kinder wieder strahlen, sie haben genug zu essen und Schuhe für den Schulweg“, sagte sie. In Zukunft sollen die Kinder der Projektfamilien auch spezielle, aus recycelten Zementsäcken gefertigte Schultaschen erhalten. Mit einem kleinen Solarmodul auf der Oberseite und einer Taschenlampe, die damit aufgeladen werden kann, haben sie dann die Möglichkeit, auch im Dunkeln zu lernen oder zu lesen.


„Das Sternsingen gibt den Menschen Hoffnung, die realisierbar ist. In 17 Ländern weltweit bewirkt das Sternsingen für Menschen Veränderung und Hoffnung auf ein besseres Leben“, beschreibt Luggi Frauenberger, Bildungsreferent der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, die Wirksamkeit vom Sternsingen weltweit.
Sternsingen als Erfolgsgeschichte von 1954 bis 2026
Das Sternsingen der Katholischen Jungschar gibt es seit 1954 und es bleibt dennoch dynamisch wie eh und je. Das hat die Aktion den vielen Generationen von Kindern zu verdanken, die sich jedes Jahr neu für die gute Sache einsetzen. Die „Heiligen Drei Könige“ leben einerseits den alpenländischen Brauch des Sternsingens und setzen sich andererseits für Mitmenschen in Armutsregionen der Welt ein. Die Erfolgsgeschichte hat 1954 klein in Oberösterreich begonnen und ist über die Jahre zu einem solidarischen Marathon der Nächstenliebe gewachsen.
Es ist einzigartig, dass 85.000 Kinder und Jugendliche zum einen traditionelles Brauchtum am Leben erhalten und den Segen im Land verbreiten. Und zum anderen mit ihrem Spenden-Marathon konkrete „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglichen. Auch Papst Franziskus würdigt diesen Einsatz: „Die Kinder werden zu Anwälten der Armen und Notleidenden in Afrika, Asien und Lateinamerika und bitten um finanzielle Hilfe, um das Leid dieser Menschen zu lindern.“
Mit ihren Spenden leisten viele Menschen in Österreich einen großartigen Beitrag zu einer gerechteren Welt. Diese wichtige Unterstützung kann gerne auch über das Spendenkonto der Dreikönigsaktion (IBAN: AT06 5400 0000 0088 8008) oder online auf www.dka.at/spenden erfolgen.
Allgemeine Infos zum Sternsingen, zum Hilfsprojekt in Tansania und zu den Projektpartner*innen: siehe Unterlage (Pressemappe Sternsingen 2026) anbei.
Hintergrundinfos und Downloads von Pressefotos, Projektinfos, Zahlen und Grafiken unter www.dka.at/presse.
Fotos zum Projektland Tansania.
Fotos von der Pressekonferenz: © Diözese Linz / Johannes Kienberger (honorarfrei)