Gemeinsam für Kinderrechte: Vorsitzenden-Trio wieder komplett
Diese bundesweite Schwerpunktsetzung spiegelt sich unmittelbar in der täglichen Arbeit der Katholischen Jungschar wider. „In der Jungschar setzen wir uns dafür ein, dass sich Kinder einbringen und in der Gesellschaft mitentscheiden können. In Gruppenstunden, bei Ferienlagern und beim Sternsingen öffnen wir Räume, in denen Kinder selbst mitgestalten können“, betont Barbara Hager, die am 18. Oktober zur neuen Vorsitzenden der Katholischen Jungschar der Diözese Linz gewählt wurde. Mit ihrer Wahl ist das Vorsitz-Trio der Diözese wieder komplett – ein Team, das sich klar der Stärkung von Kinderrechten verpflichtet fühlt.
Partizipation ist Kinderrecht
Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen besagt, dass Kinder ein Recht darauf haben, gefragt und gehört zu werden, insbesondere bei Entscheidungen und Prozessen, die sie betreffen. Kinder haben darüber hinaus das Recht, sich eine eigene Meinung zu bilden und dabei von Erwachsenen unterstützt zu werden. Oft passiert jedoch das Gegenteil. Kinder werden nicht ernst genommen, ihnen wird abgesprochen, dass sie sich sinnvoll in Entscheidungsprozessen einbringen können.
Genau hier setzt die Katholische Jungschar Österreichs an und fordert verbindliche Beteiligungsstrukturen in Staat, Kirche und Gesellschaft. Konkret braucht es verbindliche Beteiligungsstrukturen auf allen Ebenen. Hierzu zählen Kinder- und Jugendbeiräte in Gemeinden, verpflichtende Beteiligung bei Gesetzesvorhaben, die Kinder in Österreich betreffen, sowie klare Qualitätsstandards für Mitbestimmung. Nur wenn ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen bereitgestellt werden, kann gelebte Mitbestimmung von Kindern gelingen.
Österreichweite Aktivitäten zum Tag der Kinderrechte
Um diese Forderungen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, organisiert die Jungschar rund um den 20. November vielfältige Aktionen in ganz Österreich. Auf der Website stehen zudem pädagogische Materialien und Informationen bereit: www.jungschar.at/kinderrechte
Ein Beispiel dafür, wie Partizipation im kirchlichen Kontext konkret gelebt werden kann, zeigte der oberösterreichische Auftakt am 19. November: ein Kinderrechte-Café im Linzer Diözesanhaus. Hier kamen kirchliche Mitarbeiter*innen und Ehrengäste ins Gespräch – eine Form des Austausches, die jene Haltung widerspiegelt, die die Jungschar auch Kindern gegenüber einfordert: Raum geben, zuhören, gemeinsam gestalten.
Kirche mit Kindern gestalten
In Rahmen des Kinderrechte-Cafés wurde auch die Initiative „Kirche gestalten: Kinder mittendrin!“ vorgestellt. Sie zeigt exemplarisch, wie Beteiligung in Pfarrgemeinden umgesetzt werden kann: Kinder bringen ihre Wünsche und Anliegen ein und prägen das Pfarrleben aktiv mit. Damit knüpft die Initiative direkt an das Grundanliegen der Jungschar an, Kinder zu stärken und sichere, wertschätzende Räume für sie zu schaffen.
Informationen zur Initiative „Kirche gestalten: Kinder mittendrin!“: https://www.dioezese-linz.at/kjs/kinder-mittendrin
Vollständiges Vorsitzenden-Team in der Diözese Linz
Die Weiterentwicklung dieses Anliegens erfordert engagierte Menschen – und genau solche bilden nun das Vorsitzenden-Team der Katholischen Jungschar der Diözese Linz. Beim Diözesanleitungskreis am 18. Oktober wurden mit Barbara Hager sowie bereits im Februar mit David Hinterberger und Thomas Kremshuber jene Ehrenamtlichen gewählt, die die kommenden Jahre die inhaltliche und organisatorische Richtung mitbestimmen werden.
Zum eigenen Engagement sagt Barbara Hager aus der Pfarrgemeinde Ebelsberg: „Jungschar bedeutet für mich Gemeinschaft und ist der Ort, an dem alle so sein können, wie sie sind. Durch das ehrenamtliche Engagement lernt man nicht nur Flexibilität und Spontanität, sondern auch Organisation und vorausschauendes Planen. Mit meinen Aufgaben wachse ich immer wieder über mich hinaus und freue mich sehr auf die Zeit als Vorsitzende.“
Gemeinsam übernehmen die Vorsitzenden für die nächsten Jahre eine bedeutende Aufgabe: Sie vertreten rund 20.000 Jungscharkinder, Ministrant*innen und Gruppenleiter*innen in ganz Oberösterreich.