Donnerstag 14. Dezember 2017

Elemente der Ausbildung

Die Grundzüge der studienbegleitenden Ausbildung sind österreichweit gleich – die genauere inhaltliche Ausgestaltung unterscheidet sich jedoch von Diözese zu Diözese. Wichtig ist in jedem Fall, möglichst früh im Studium Kontakt aufzunehmen mit dem/r jeweiligen Ausbildungsleiter/in. 

 

Grundelemente der Ausbildung

  • Persönlichkeitbildende Elemente:

    In pädagogischen und pastoralen Berufen ist die Persönlichkeit des Verkünders / der Verkünderin Medium der Botschaft und Teil der Botschaft. Somit ist die eigene personale und soziale Kompetenz eine wichtige Voraussetzung. Adäquate Selbsteinschätzung, Bezieh­ungsfähigkeit (Nähe und Distanz), Kommunikations- und Teamver­halten sind Qualitäten, die bewusstzumachen und gegebenenfalls auszubauen sind.

    Als Teil der Ausbildung werden Kurse zu Konfliktmanagement, Zeitmanagement, Gruppenleitung und anderes angeboten.

 

  • Spirituelle Elemente:

    Wer nach authentischer Religiosität und zeitgemäßem Glauben sucht, stößt auf das Thema Spiritualität. Ein persönlicher Weg der Verwurzelung in Gott ist heute unerlässlich, um im Alltag glauben zu können. Wer Theologie studiert, ist mit zusätzlichen Fragen konfron­tiert: Wissen und Glauben, Denken und Beten, Reflektieren und Feiern – wie geht das zusammen?

    Zur spirituellen Bildung gehören – je nach Diözese – ein „Grundkurs Spiritualität“, Geistliche Begleitung, Exerzitien oder andere spirituelle Angebote.

  • Kennenlernen der jeweiligen Diözese:

    Für Mitarbeiter/innen in der kirchlichen Verkündigung ist es wichtig, im Sinne einer institutionellen Kompetenz über ihre Ortskirche Be­scheid zu wissen, die eigene Aufgabe im Kontext zu sehen und an diözesanen Entwicklungen teilzuhaben.

    Dieses Kennenlernen geschieht bei diözesanen Kontakttagen, bei themenorientierten Abendveranstaltungen oder Exkursionen.

  • Berufspraktische Elemente:

    Der Einstieg in das Berufsleben bringt den Rollenwechsel vom Lernenden zum/r »Lehrenden« mit sich. Ein Mitglied der Kirche beginnt, in einer (im weiteren Sinn) amtlichen Funktion Verantwortung zu tragen (Missio). Diese Übergangsphase gilt es zu reflektieren und zu gestalten, um gut vorbereitet in den neuen Lebensabschnitt ein­zutreten.

    Die konkrete Berufsvorbereitung findet durch Praktika, Berufsvorbereitungskreise o.Ä. statt.

 

Wechsel der Diözese

 

Aufgrund diözesaner Vorgegebenheiten haben sich unterschiedliche Ausbildungsmodelle entwickelt. Für einen Wechsel zwischen den Diözesen wurde daher folgender Beschluss der ASTÖ (2001) gefasst:

 
Grundsätzlich ist für Theologiestudierende der/die Ausbildungsleiter/in der Heimatdiözese für die studienbegleitende Ausbildung zuständig. Mit diesem/r ist möglichst früh Kontakt aufzunehmen.
Wer überlegt, in einer anderen Diözese im kirchlichen Dienst (Religionsunterricht, Pastoral, …) angestellt zu werden, muss möglichst frühzeitig mit der jeweiligen Ausbildungsleitung in Verbindung treten.

 

Für diese Situation gelten folgende Vereinbarungen:

 

  • Die studienbegleitende Ausbildung wird gegenseitig anerkannt (persönlichkeitsbildende, berufspraktische, spirituelle Elemente).
  • Die Frage von verpflichtenden Praktika und Veranstaltungen, die dem Kennenlernen der Diözese dienen, muss mit der jeweiligen Ausbildungsleitung geklärt werden.

 

 

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