Freitag 17. August 2018

DVD „Dr. Johann Gruber – Christ und Märtyrer“

 

Zum Themenkomplex KIRCHE UND NATIONALSOZIALISMUS ist in der edition ein.blick ein neuer Behelf erschienen. Die DVD „Dr. Johann Gruber – Christ und Märtyrer“ zeichnet auf vielfältige Weise das Leben und Handeln des Linzer Priesters und Pädagogen nach. Gruber (1889-1944) wurde wegen seiner antinazistischen Haltung im Mai 1938 verhaftet und 1940 ins KZ Gusen, einem Zweiglager von Mauthausen, überstellt. Als Pfleger und Schreiber im Krankenrevier sowie auf Grund seiner Kontakte nach außen war es ihm möglich, vieler seiner Mithäftlinge durch Beschaffung von Nahrung und Medikamenten vor der Vernichtung zu retten. Seine legendäre „Gruber-Suppe“ und die illegale Lagerschule machten ihm zum „Papa Gruber“ und zum „Engel in der Hölle von Gusen“. Als seine Aktivitäten aufflogen, wurde er vom Lagerleiter grausam ermordet. In seiner Heimat fast vergessen, wird er von überlebenden Mithäftlingen bis heute als Heiliger verehrt.

 

Die DVD enthält den Kurzfilm „In memoriam Papa Gruber“ (14`), von Ulrike und Rudolf Burger, der neben historischen Aufnahmen künstlerische Sequenzen einhaltet, welche die Unterdrückungsmaßnahmen der Nationalsozialisten am Beispiel Dr. Grubers im KZ Gusen „verdichtet“. Hierzu dienen u.a. Bilder von Rudi Burger und musikalische Stücke aus den „Mauthausen Kantaten“ von M. Theodorakis. Der Kurzfilm eignet sich als idealer Einstieg in diese Thematik.

Der zweite Film ist das Konzentrat aus einem Zeitzeugeninterview mit Paul Brusson (4`), der Gruber im KZ Gusen am 16. Mai 1942 kennengelernt hatte. Dieses Interview kann nach einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Grubers gezeigt werden.

Die Powerpointpräsentation „Dr. Johann Gruber. Der Engel in der Hölle vom KZ Gusen“ - bestehend aus 91 Folien - ermöglicht eine (medien)didaktisch gut aufbereitete Information und Auseinandersetzung mit/zu folgenden 3 Themen: 1. Das Verhältnis von Nationalsozialismus und Christentum; 2. Konzentrationslager (allgemein) und das KZ Gusen im speziellen, 3. Dr. Johann Gruber (Biographie, Bedeutung). Die grundsätzliche antichristliche und -kirchliche Haltung der Nationalsozialisten sowie die NS-kritische Sicht von Vertretern der kath. Kirche wird im 1. Kapitel dieser PPT v.a. durch Originalzitate veranschaulicht. Zusammenfassungen und Überblicke ermöglichen einen guten Einblick in die komplexe Materie. Dieser gelingt auch bei der Darstellung der Konzentrationslager

als Orte der Drangsalierung, Demütigung, der Ausschaltung und Vernichtung von politischen, „rassischen“ und ideologischen Gegnern. Das Leben, Wirken und Martyrium Grubers wird bilderreich im 3. Kapitel der PPT wiedergegeben. Selbstverständlich können die beiden ersten Kapitel unabhängig vom Schicksal Grubers verwendet und durch die Biographie anderer Glaubenszeugen aus der NS Zeit ergänzt werden.

 

Der Autor Dr. Thomas Schlager-Weidinger ist Theologe und Historiker und lehrt an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz.

 

Bestellung: zum Preis von € 18,-- (zuzügl. Versandkosten) beim Behelfsdienst der
Diözese Linz, Kapuzinerstr. 84, A-4020 Linz (Tel.: +43732/7610-3813;
Fax: +43732/7610-3819), oder per e-mail: behelfsdienst@dioezese-linz.at

 

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Zum Themenkomplex KIRCHE UND NATIONALSOZIALISMUS ist in der edition ein.blick ein neuer Behelf erschienen. Die DVD „Dr. Johann Gruber – Christ und Märtyrer“ zeichnet auf vielfältige Weise das Leben und Handeln des Linzer Priesters und Pädagogen nach. Gruber (1889-1944) wurde wegen seiner antinazistischen Haltung im Mai 1938 verhaftet und 1940 ins KZ Gusen, einem Zweiglager von Mauthausen, überstellt. Als Pfleger und Schreiber im Krankenrevier sowie auf Grund seiner Kontakte nach außen war es ihm möglich, vieler seiner Mithäftlinge durch Beschaffung von Nahrung und Medikamenten vor der Vernichtung zu retten. Seine legendäre „Gruber-Suppe“ und die illegale Lagerschule machten ihm zum „Papa Gruber“ und zum „Engel in der Hölle von Gusen“. Als seine

Aktivitäten aufflogen, wurde er vom Lagerleiter grausam ermordet. In seiner Heimat fast vergessen, wird er von überlebenden Mithäftlingen bis heute als Heiliger verehrt. Die DVD enthält den Kurzfilm „In memoriam Papa Gruber“ (14`), der neben historischen Aufnahmen künstlerische Sequenzen einhaltet, welche die Unterdrückungsmaßnahmen der Nationalsozialisten am Beispiel Dr. Grubers im KZ Gusen „verdichtet“. Hierzu dienen u.a. Bilder von Rudi Burger und musikalische Stücke aus den „Mauthausen Kantaten“ von M. Theodorakis. Der Kurzfilm eignet sich als idealer Einstieg in diese Thematik. Der zweite Film ist das Konzentrat aus einem Zeitzeugeninterview mit Paul Brusson (4`), der Gruber im KZ Gusen am 16. Mai 1942 kennengelernt hatte. Dieses Interview kann nach einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Grubers gezeigt werden. Die Powerpointpräsentation „Dr. Johann Gruber. Der Engel in der Hölle vom KZ Gusen“ - bestehend aus 91 Folien - ermöglicht eine (medien)didaktisch gut aufbereitete Information und Auseinandersetzung mit/zu folgenden 3 Themen: 1. Das Verhältnis von Nationalsozialismus und Christentum; 2. Konzentrationslager (allgemein) und das KZ Gusen im speziellen, 3. Dr. Johann Gruber (Biographie,

Bedeutung). Die grundsätzliche antichristliche und -kirchliche Haltung der Nationalsozialisten sowie die NS-kritische Sicht von Vertretern der kath. Kirche wird im 1. Kapitel dieser PPT v.a. durch Originalzitate veranschaulicht. Zusammenfassungen und Überblicke ermöglichen einen guten Einblick in die komplexe Materie. Dieser gelingt auch bei der Darstellung der Konzentrationslager

als Orte der Drangsalierung, Demütigung, der Ausschaltung und Vernichtung von politischen, „rassischen“ und ideologischen Gegnern. Das Leben, Wirken und Martyrium Grubers wird bilderreich im 3. Kapitel der PPT wiedergegeben. Selbstverständlich können die beiden ersten Kapitel unabhängig vom Schicksal Grubers verwendet und durch die Biographie anderer Glaubenszeugen aus der NS Zeit ergänzt werden.

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