| Kirchen im Herzen Peuerbachs |
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Die
Pfarre Peuerbach darf zu den ältesten im Lande „ob der Enns“
gezählt werden. Einer der wichtigsten Hinweise ist, dass unsere Pfarrkirche
den fränkischen Hl. Martin (400 n.Chr.) zum Kirchenpatron hat. Die Erbauung des ersten Kirchleins dürfte etwa 850 n. Chr. erfolgt sein. Die Kirche geht urkundlich auf das Jahr 1211 zurück und wurde im gotischen Stil erbaut, wovon noch heute die schönen schlanken Pfeiler Kunde geben. Ein historischer Wendepunkt war für unseren Ort und auch für unsere Kirche das Niederbrennen von Peuerbach in den Wirren der Bauernkriege im Jahre 1626. Der neuerliche Aufbau der Kirche begann 1628 und dauerte etwa bis zur Mitte des 17. Jhdts. Sie wurde damals neu eingewölbt und zum Teil barockisiert und auch wesentlich vergrößert (z.B. durch den Anbau des Altarraumes, des sogenannten Presbyteriums). • Ansichten unserer Kirchen ... • Dachbodensanierung (2008-2011) |
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Turm
und Glocken Der Turm Er war früher höher und in der Art eines Wehrturms erbaut, wie es alte Stiche von Peuerbach zeigen. Der heutige Turm ist 58 m hoch. • Der „Schiefe Turm“ zu Peuerbach! - von Hans Peter Ebner • Kirchturmsanierung 2007 Die Glocken Das schöne Geläute im Turm wurde am 24.2.1921 feierlich geweiht und in Dienst genommen. Diese Freude währte nicht sehr lange. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie zu Kriegsmaterial umgegossen. Neue Glocken wurden am Ostermontag 1949 geweiht und ein elektronisches Läutwerk zur Jahrtausendwende installiert. Das Geläute besteht aus 4 Glocken, der Martiniglocke (1436 kg), der Marienglocke (780 kg), der Josefiglocke (590 kg) und der Florianiglocke (335 kg). Die älteste Glocke des Turmes („Zügenglöcklein“) stammt aus dem Jahre 1483 und wird zum Sterbeläuten verwendet. |
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Die
Kreuzkapelle Ein besonderes Schmuckstück unserer Pfarrkirche ist die sogenannte Kreuzkapelle mit dem wunderschönen Kreuzaltar (In der Osterzeit befindet sich hier das Hl. Grab). Die Gräfin Maria Eleonora von Strattmann hat sie in den Jahren 1711/12 als Grabstätte für ihren Gemahl errichten lassen, der zuvor in der Gruft der Marienkirche bestattet war. Nun ruhen beide in der Gruft der Kreuzkapelle. • 300 Jahre Kreuzkapelle |
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Das
Presbyterium Um die künstlerische Ausstattung der Pfarrkirche hat sich die hier ansässige Künstlerfamilie Steiner große Verdienste erworben. Der Hochaltar stammt aus der Werkstätte des Bildhauers Josef Linser aus Wilten bei Innsburck. Das Altarbild zeigt den Hl. Martin, Schutzpatron unserer Kirche. Die Statuengruppe links zeigt den Hl. Johannes den Täufer mit Kreuzstab und Lamm, dahinter den Hl. Petrus mit Buch und Himmelsschlüssel. Auf der rechten Seite ist vorne der Hl. Johannes, Evangelist und Lieblingsjünger Jesu. |
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Das
Kirchenschiff Das Bild des linken Seitenaltares stellt die Enthauptung der Hl. Barbara dar. Es dürfte ein Bild von Paul Troger sein. Die Statue zur Linken ist die Hl. Agatha, zur Rechten die Hl. Katharina. Das rechte Seitenaltarbild hält die Aufnahme Mariens in den Himmel fest. Es ist ein Bild von Michael Steiner. Links steht der Hl. Josef und rechts der Hl. Joachim. Die Statuen in den Nischen links: Hl. Augustinus- Kirchenlehrer, Hl. Sebastian-Märtyrer, Hl. Florian rechts: Hl. Norbert, Pestheiliger Rochus (soll aus der Schwanthalerfamilie stammen), Hl. Leonhard-Patron der Bauern. Die zwölf Apostelkreuze an den Seitenmauern verdienen Beachtung. Die dazugehörenden Leuchter wurden erst in jüngster Zeit ergänzt. Die ursprünglichen Kreuzwegbilder wurden fotografisch verkleinert, in neue Rahmen gefasst und angeordnet. Sehenswert ist weiters die Dreifaltigkeitsskulptur über dem Haupteingang. |
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Der
Heilige Martin Das wertvollste Objekt, allerdings nur als Kopie vorhanden, ist ein kleines Hochrelief aus Alabaster (Mitte 15.Jhdt) mit der Darstellung des reitenden hl. Martin. Die Nachbildung ist im Kirchenvorraum gegenüber den Schaukästen zu sehen. Das Original befindet sich im Schloss Peuerbach. |
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Die
Orgel Der erste Nachweis für die Existenz einer Orgel stammt aus 1628. Um 1639 lieferte Georg Pauer aus Passau ein neues Instrument. Jene Orgel eines unbekannten Erbauers, von der das frühklassizistische Gehäuse bis heute erhalten ist, ist noch vor 1775 zu datieren und hat 16 Register. Dem Wunsch des Denkmalamtes entsprechend wurde im Zuge der Renovierung im Jahre 1980 die neue Orgel unter Verwendung des alten Gehäuses und der Aktivierung der an der Brüstung angebrachten Orgelpositive von der Firma Rieger aus Vorarlberg errichtet. • "Alois-Schmidauer-Orgel" |
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Das
Portal Das neue Kirchenportal ist ein Bronzetor, von Prof. Dimmel entworfen. Der Rundbogen zeigt Motive der Geheimen Offenbarung, das Buch mit den sieben Siegeln, darunter das Lamm flankiert von zwei Engeln. Der linke Torflügel zeigt die Hl. Maria(Kirchenpatronin) und den Hl. Florian (Diözesepatron). Der rechte Flügel den Hl. Martin (Pfarrpatron) und den Hl. Leopold (Landespatron). |
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Der
Martinsbrunnen Der Martinsbrunnen wurde im Zuge der Renovierung mit der Bronzeskulptur des Hl. Martin neu geschaffen. Die Idee stammt von Prof. Stockenhuber. Der Brunnen wird durch das Quellwasser der sagenumwobenen Peuerbacher Urteln gespeist. |
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Die Marienkirche Mit Zustimmung des damaligen Pfarrers von der Witwe Paleitner und ihrem Sohn zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, der Hl. Maria und des Hl. Erasmus im 15. Jhdt. erbaut. Beim großen Brand von 1626 blieb sie als einziges Bauwerk verschont. Die beiden Seitenaltäre stellen St.Johann v. Nepomuk und die Hl. Mutter Anna dar. Sie stammen ebenfalls vom Peuerbacher Maler Paul Steiner. Das Nischenbild eines unbekannten Malers zeigt den Brand von 1626. |