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Sun 06.07.25

Das Priestertum heute

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Die Kirche ist die Gemeinschaft der Gottsuchenden, der nach dem Ewigen Suchenden.

Predigt 14. Sonntag im Jahreskreis, 6.7.2025

Perikopen: Jes 66,10-14c.       Lk 10,1-12.17-20

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

„Da sandte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selber gehen wollte.“  Die Zahl 72 steht in der Bibel für einen erweiterten Kreis der Jünger Jesu. Zwölf reichen nicht aus. Der Herr braucht mehr Leute, dass seine Botschaft unter die Leute kommt. Rund um das Fest Peter und Paul, dass wir letzten Sonntag gefeiert haben, werden traditionell Priesterweihen gespendet, sofern Weihekandidaten vorhanden sind. In Österreich gibt es heuer 26 Neupriester, in unserer Diözese sogar fünf. Das liegt erfreulich sogar über dem Schnitt der letzten Jahre, aber wir wissen die Situation ist perkär, auch wenn wir im Dekanat Sarleinsbach zurzeit fast noch in einer anderen Welt leben. Es kann derzeit nach wie vor in jeder Pfarre und Seelsorgestelle sonntäglich Eucharistie gefeiert werden, und wenn man einen Priester braucht, weiß man auch noch, wo einer zu erreichen ist. Und, dass bei uns ein Begräbnis sogar noch innerhalb von drei Tagen möglich ist, findet man auch kaum mehr wo. Aber dennoch, der Priestermangel ist fatal. Der Linzer Regens des Priesterseminars, Slawomir Dadas, hat in der Linzer Kirchenzeitung einen ausgezeichneten Artikel dazu geschrieben, der für mich, eine treffenden Analyse darstellt. Er ist es wert ihn euch vorzulesen und in ein paar Gedanken das Ganze zu vertiefen. Auch wenn diese Woche vier Männer zu Priestern geweiht werden, auch wenn die meisten Menschen in den Pfarren dankbar sind, wenn sie noch einen Pfarrer haben, stößt in unserer Zeit die Entscheidung, Priester zu werden, auf Gegenwind. Neben vielen soziokulturellen Aspekten hat die Entscheidung vor allem mit dem Glauben zu tun. Denn Priester wird man nicht aus Protest gegen ungerechte Strukturen in der Gesellschaft und in der Kirche. Priester wird man nicht, um Karriere zu machen und auch nicht, um sich selbst zu verwirklichen. Priester wird man vielmehr aus der tiefen Freundschaft mit Jesus; als Antwort auf seinen Ruf, für seine Botschaft das Leben einzusetzen. Priester wird man aus dem Wunsch, sich selbst zur Verfügung zu stellen und sich senden zu lassen, dahin, wo Gott und die Kirche mich brauchen. So ist der stärkste Gegenwind dort, wo die Jugendlichen nicht zur tiefen Freundschaft mit Gott geführt werden; wo zuhause und in den Pfarrgemeinden nicht auf die Bedeutung der Nachfolge hingewiesen wird, wo das kirchliche Leben nicht als Beziehung zu Jesus gestaltet wird, sondern ausschließlich als Fortführung der Traditionen, die zum Leben der Gemeinschaft dazugehören. Der stärkste Gegenwind, der dem Priesterwerden ins Gesicht bläst, ist dort, wo man die Kirche nicht als Heilsgemeinschaft sieht und lebt, sondern sie auf einen Feste-, Kultur- und Sozialverein reduziert; wo nicht spürbar wird, dass Gott die Mitte der Gemeinschaft ist, dass Gott sie führt und begleitet.
Der Gegenwind weht auch dort, wo man vergisst, die Kirche und die kirchlichen Berufungen im Zusammenhang mit dem Himmlischen zu sehen; wo man vergisst, dass das christliche Leben immer ein Loslassen von dem Vergänglichen ist und Zuwendung zu dem Ewigen, wo man die priesterliche Berufung vor allem in Verbindung mit der Verwaltung der irdischen Güter darstellt.
Alle anderen Versuche, innerhalb oder außerhalb der Kirche, die Priesterberufung in Frage zu stellen, sie abzuwerten, sind aus meiner Sicht leichte Brisen. Manchmal sind sie gerechtfertigt und tragen zur Erneuerung der Priesterberufung bei. Manchmal sind sie ein Ausdruck einer mir nicht nachvollziehbaren Frustration und einer Abneigung, die ich mit der Botschaft Jesu in keinen Zusammenhang bringen kann. Soweit der Artikel. Ein paar Gedanken dazu. Einziges Kriterium für das Priesterwerden ist die Freundschaft mit Jesus. Der Priester muss einer sein der versucht aus einer tiefen Beziehung zu Jesus zu leben, um so für die Menschen verfügbar zu sein und sich selber zu verschenken. Priester wird man, weil man Jesus liebt, genauso wie einziger Grund für eine Ehe ist, weil sich da zwei Menschen Lieben. Alle anderen Gründe und Motive müssen sich dem unterordnen. Priester kann man deshalb auch nicht werden um Karriere zu machen. Jesus hat keine Karriere, höchstens eine Karriere nach unten, was bei der Fußwaschung und bei der Erniedrigung am Kreuz am deutlichsten sichtbar wird. Dass es der Priesterberuf in einer Welt, in der nur mehr die Karriere nach oben zählt, nicht leicht hat, versteht sich von selber. Größter Gegenwind ist dort, wo Kinder und Jugendliche nicht zur Freundschaft mit Jesus geführt werden, wo keine Glaubensweitergabe geschieht.  Die Krankheit heute ist nicht der Priestermangel, sondern der Glaubensmangel. Der Priestermangel ist nur Symptom des Glaubensmangels, so wie das Fieber  Symptom einer anderen Krankheit. Freilich Glaubensweitergabe ist sehr schwierig geworden, das wissen wir. Immer wieder klagen mir Eltern oder Großeltern, die sich um die Glaubensweitergabe bemüht haben, ihr Leid, weil die Kinder und Enkel mit allem Religiösen aufgehört haben. Sie sollen sich keine Vorwürfe machen. Gott sieht immer das Bemühen, auch wenn die Resultate oft anders sind. Freilich, und das ist das andere, bei vielen geschieht gar nichts bei der Glaubensweitergabe. Das ist Faktum und macht Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung oft mühsam, vor allem dann, wenn Probleme der Eltern zu Problemen der Kinder gemacht werden. Es geht darum, dass Kinder eine Beziehung zu Jesus aufbauen können und dürfen, wofür sie ja im Herzen sehr offen sind. Nur so kann ein Klima entstehen, in dem sich geistliche Berufe entfalten können. Wir dürfen uns alle die Frage stellen, denn das Thema betrifft uns alle: Geht es um das, um was es eigentlich gehen soll, nämlich um die Beziehung zu Jesus Christus. Jesus will uns im Herzen treffen, er will nicht etwas Äußerliches, er will, dass wir in Beziehung zu ihm  treten, und im Gespräch mit ihm bleiben. Aber genau daran fehlt es unserer Religiosität. Ich persönlich stelle es zumindest so fest. Wir ersetzen Beziehung oft durch Sakramente. Hauptsache getauft, Hauptsache gefirmt, Hauptsache die Feste gefeiert. Aber gegen den Weg dahin, gegen den Aufbau einer Beziehung zu Jesus schmieden wir oft heftige Widerstände. Immer öfter wird das Taufwasser ohne den Glauben, die Hostie ohne Gemeinschaft mit Jesus und der Kirche, die Firmung ohne den Heiligen Geist verlangt und gefordert. Mitunter wird sich etwas erschlichen, was einem gar nicht mehr zusteht. Aber genau betrachtet ist so eine Praxis Aberglaube. Da stehe ich immer wieder mit einem ratlosen Urteil da. Geholfen hat mir persönlich ein Gedanke von Karl Rahner. Schon vor einigen Jahrzehnten hat er von einer winterlichen Zeit der Kirche gesprochen. Aber gerade der Winter ist jene Zeit, in der das Brot wächst. Für uns bleibt viel zu tun, für uns als Kirche heute ist immer Zeit der Aussaat: wie wir heute leben, arbeiten, glauben beten, das hat große Auswirkungen auf das eigene Leben und auf das Leben der Kirche in fünf oder zehn Jahren.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Der Herr sendet auch uns aus, uns heute. Tragen wir das unsere bei, dass lebendige Beziehungen zu Jesus Christus entstehen können, gerade auch bei jungen Menschen. Es geht um Beziehung. Und vergessen wir auch eines nicht, was ebenfalls Thema des Artikels war: Die Kirche  ist nicht irgendein Kultur- oder Sozialverein. Sie ist die Gemeinschaft der Gottsuchenden, der nach dem Ewigen Suchenden. Nur so, von Gott Herr und auf Gott hin, können wir unsere Sendung leben und kann sich die Kirche erneuern. Amen.  

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