Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Wir
  • Pfarrleben
  • Erinnerungen
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Pfarre Oberkappel
Pfarre Oberkappel
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:
Mo. 06.01.25

Sterndeuter

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Sterndeuter aus dem Morgenland, geführt vom Stern, begegnen dem Kind in der Krippe und es geschieht eine Sternstunde der Menschheitsgeschichte.

Predigt Erscheinung des Herrn, 6.1.2025

Perikopen: Jes 60,1-6               Mt 2,1-12

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Zu Weihnachten waren die Hirten zuerst an der Krippe zu Gast, sicher auch Menschen vom Rand, aber Weihnachten hat doch etwas  Intimes und Familiäres. Heute weitet sich der Radius der Gäste an der Krippe. Sterndeuter aus dem Morgenland, geführt vom Stern, begegnen dem Kind in der Krippe und es geschieht eine Sternstunde der Menschheitsgeschichte. Wie hat sich diese Sternstunde ereignet. Drei Gedanken dazu.

Erstens: Menschen aus der Ferne kommen in die Nähe Gottes. Wir wissen nicht woher die Sterndeuter gekommen sind. Aus dem Osten sagt das Evangelium. Wir wissen auch nicht ob es drei waren. Das hat man von der Dreizahl der Geschenke abgeleitet. Die Tradition der Kirche hat ihnen dann drei Namen gegeben Kaspar, Melchior und Balthasr, abgeleitet von den drei Erdteilen, die damals bekannt waren. Das ist ein Hinweis, dass die Sterndeuter für die eine  Menschheitsfamilie stehen, in der alle gleiche Würde, egal welche Rasse, Sprache oder Hautfarbe. Menschen aus der Ferne kommen in die Nähe Gottes. Das ist für uns auch eine Lehrstunde für Umgang mit Fremdem und den Fremden. Nicht immer gleich als Bedrohung sollen wir sie sehen, sondern Bereicherung. Wir benötigen sie vielfach als Fachkräfte und erhalten so unseren Wohlstand  mit. Und manchmal kommt auch neuer Schwung mit Leuten aus Süden in müde gewordenes. Freilich kann es auch Problematisches geben, aber auch nicht mehr oder weniger als bei den Menschen aus der Nähe. Mir hat einmal jemand aus Oberkappel gesagt: „Jetzt wohne ich schon so lange in der Nähe vom Flüchtlingen im Fischerhaus, aber ich hätte noch nicht einmal eine schlechte Erfahrung gemacht.“ Das ist eine bezeugte Erfahrung. Menschen aus der Ferne kommen, damit wir, die wir oft gar nicht mehr so nahe sind, wieder mehr in Nähe kommen.

Zweitens: Schenkende werden zu Beschenkten. Wenn man jemand besucht, nimmt man gern eine Kleinigkeit mit, man weiß oft nicht was, weil ja eh jeder fast alles hat.  Wichtig ist etwas von sich selber mitzunehmen, etwas Zeit, etwas Aufmerksamkeit, etwas Gutes. Und oft geht man selber beschenkt heim, beschenkt mit Dankbarkeit, beschenkt mit eine guten Erfahrung oder Begegnung, beschenkt vielleicht sogar mit einer Gotteserfahrung, wenn wir am Sonntag und Feiertag in der Kirche unsere Zeit schenken. Drei Geschenke haben die Könige gebracht, Gold Weihrauch und Myrre. Die

Tradition hat sie mit Jesus in Verbindung gebracht. Gold bedeutet, dass Jesus König ist. Weihrauch bedeutet Jesus ist Gott. Wie der Weihrauch aufsteigt, so sollen auch unsere Gebete zu Gott aufsteigen. Und die bittere Myrre verweist darauf, dass dieses Kind auch der Gekreuzigte und Auferstandene Herr ist. Was schenke ich? Welche Möglichkeiten zum Schenken habe ich? Der große Theologe Karl Rahner hat die Geschenke der Sterndeuter einmal sehr einfach und gleichzeitig sehr logisch gedeutet.  Das Gold ist die Liebe, der Weihrauch der Sehnsucht und die Myrre sind die Schmerzen. Das Gold der Liebe. Manche Kirchen sind ja sehr mit Gold überladen, unsere nicht. Wir haben unmöglich so viel Gold, aber ein  paar Milligramm Liebe  können wir jedem Menschen schenken, auch dem, der uns ordentlich nervt. Und ein paar Milligramm Gold können wir schenken mit gutem Wort. Der Weiherauch der Sehnsucht. Es ist oft nicht große Sehnsucht nach Gott da in unserer Wohlstandswelt. Aber die Sehnsucht nach mehr Sehnsucht sollten wir haben. Und die Myrre der Schmerzen sagt uns, dass das Kind in Krippe auch der gekreuzigte und auferstandene Herr ist. Gott nimmt auch das Leidvolle und Schmerzvolle an. Es gibt nicht nur das Schmerzzentrum im Körper, sondern auch in der Seele. Und das beste Mittel gegen die Schmerzen in der Seele ist das, was Maria oft getan hat, nämlich die Erlebnisse mit Gott, die Erlebnisse mit ihrem Sohn im Herzen bewahren.

Drittens: Anders von Betlehem Zurückkehren. „Weil ihnen im Traum geboten worden war nicht zu Herodes zurückzukehren, kehrten sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.“ Anders sind sie heimgekehrt. Wer beim göttlichen Kind war, der geht anders heim, der geht verwandelt heim. Verwandelt Heimgehen vielleicht ein bisschen mit der Erkenntnis, dass das Gold Liebe wertvoller ist als alle Edelmetalle in der Welt, dass der Weihrauch kostbarer ist  als alle Anbetung der irdischen Götzen, goldenen Kälber und aller Süchte, in denen wir Menschen mitunter gefangen sind. Und die Myrre der Schmerzen dürfen wir verwandeln in Trost und Hoffnung. Vor allem der Trost ist so wichtig. Er stellt sich ein, wenn wir in Gott vertrauen können. Und Pilger der Hoffnung sollen wir ja in diesem Heiligen Jahr besonders sein.

 

Liebe Brüder und Schwestern! Menschen aus der Ferne kommen in die Nähe. Schenkende werden zu Beschenkten. Und ein wenig anders können wir von der Krippe zurückkehren. Das scheint mir ein gutes Programm um selber eine Sternstunde erleben zu dürfen. Amen.  

Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von Youtube und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.

zurück
weitere Pre- digten .

Barmherzigkeit

Das ist die Barmherzigkeit Gottes dieses Hingehen und sich uns zeigen. So ist Gott. Wir dürfen uns bemühen das nachzuahmen.

07.06.

Dreifaltigkeit

Am Dreifaltigkeitssonntag soll über Gott nachgedacht werden.

31.05.

Eine geistige Überschwemmung

Es gibt aber auch eine positive Überschwemmung und genau diese feiern wir zu Pfingsten, nämlich eine geistige Überschwemmung.

24.05.

Druck von außen führt zum Zusammenschluss im Inneren?

Dort, wo der Druck von außen groß war, wo es Bedrohung gab, war das Christentum nach innen hin oft sehr stark.

17.05.

Christi Himmelfahrt

Der Auferstandene kehrt zu seinem Vater in den Himmel zurück. Er möchte uns da alle mitnehmen. Er möchte uns alle dort einmal haben. Dort wo er ist, sollen wir alle einmal sein. 

 

 

14.05.

Muttertag

Wir danken für so viel Mütterlichkeit in der Welt. Auch wir dürfen mütterliche Menschen sein. Menschen mit Mutterhänden, einem Mund mit mütterlicher Stimme und mit einem mütterlichen Herzen.

10.05.

Florianimesse der Feuerwehr

Man nennt die Mitglieder der Feuerwehr gerne Florianijünger. Das ist ein schöner Ausdruck. Wir alle können Jünger und Jüngerinnen des heiligen Florian sein.

26.04.

Der gute Hirte

Bin ich der Hüter, der Hirte meines Bruders? Die Antwort ist eindeutig. Ich soll das sein.

26.04.

Verwandlung

Christsein heißt an die Wandlung Glauben und in Wandlung leben. Der Auferstandene verwandelt die Jünger, Thomas und wohl auch uns.

12.04.

Wo ist mein Platz in dieser Woche?

Die Botschaft von der Auferstehung ermöglicht unser Leben als Christen, wenn wir nicht im Dunklen tappen, wenn wir nicht leer im Glauben weggehen, sondern wenn unsere Rolle in der Ostergeschichte in einer lebendigen Beziehung zum Auferstandenen besteht.

05.04.
zurück
weiter

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Pfarre Oberkappel


Falkensteinerstraße 12
4144 Oberkappel
Telefon: 07284/206
Mobil: 0676/88084811
pfarre.oberkappel@dioezese-linz.at
http://www.pfarre-oberkappel.at
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen