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So. 26.02.23

Versuchungen

Mag. Maximilian Pühringer
Mag. Maximilian Pühringer
M.: 0676/88084811
E.: maximilian1985@gmx.com

Wir dürfen  mutiger werden, indem wir versuchen in den Lebensgeschichten der Menschen zu lesen, und indem wir uns unseres Verwiesen-Seins auf Gott hin bewusster machen und umso verbundener mit ihm leben.

Perikopen: Röm 5,12.17-19                      Mt 4,1-11

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Der erste Fastensonntag ist der Sonntag der Versuchungen Jesu in der Wüste. Es ist die Versuchung nach materieller Sicherheit „wenn du Gottes Sohn bist, mach aus diesen Steinen Brot,“; es ist die Versuchung nach Erfolg „stürze dich vom Tempel herab, Gott wird dich beschützen,“ und es ist die Versuchung nach Macht „alle Reicher der Welt, will ich dir geben, wenn du dich niederwirfst und mich anbetest.“ Diese drei Versuchungen, denen der Herr ausgesetzt war, sind bis heute präsent. Wir dürfen uns fragen, inwieweit wir mit ihnen konfrontiert sind. Ich möchte aber heute das Ganze erweitern. Ich möchte fragen, was sind Versuchungen in der Welt von heute, gerade auch im Blick auf die gesellschaftliche und kirchliche Situation. Einige davon möchte nennen und als Vorwürfe an Menschen formulieren; ausnahmsweise an Leute, die wahrscheinlich nicht anwesend sind. Aber vielleicht können wir darin das eine und andere aus unserem eigenen Leben erkennen.

 

Erstens: Versuchung der Mutlosigkeit. In Blick auf die Krisen der letzten Jahre, aber auch im Blick auf die aktuellen, denken wir daran, dass es am Freitag ein Jahr war, dass wir Krieg in Europa haben, sind viele Menschen mutlos geworden. Wie soll es weitergehen? Was kann ich als Einzelmensch machen? Ich kann ja nichts ausrichten? Mutlos sind viele Menschen, weil sie selber in schwierigen Situationen sind, weil sie Scheitern erleben mussten. Es hat einmal jemand gesagt, „dass der Teufel Mutlosigkeit in die Herzen der Menschen streut,“ und „er große Freude, wenn wir mutlos sind.“ Es liegt ein Stück weit auch an uns, ob wir ihm viel oder wenig Freude machen. Es liegt ein Stück weit an uns, ob wir mehr Mut- oder Wutanfälle haben. „Habt Mut, ich bin es fürchtet euch nicht,“ sagt der Herr den Jüngern im Seesturm. „Fürchtet euch nicht,“ wie oft wird uns dieses in der Bibel gesagt. Es muss in unser Herz hinein. Pater Anselm Grün sieht im Mut eine lebensnotwendige Eigenschaft des Menschen und schreibt darüber: „Wir alle brauchen Mut, um unser eigenes Leben zu leben. Zu leicht passen wir uns den anderen an, übernehmen ihre Vorstellungen, um nicht gegen den Strom zu schwimmen…Vieles vermittelt uns, wie wir zu sein haben, wie man sich kleidet. Da bedarf es eines großen Mutes, anders zu sein, so zu sein, wie es für uns stimmig und richtig ist.“ Vielleicht können wir in dieser Fastenzeit etwas mutiger werden.

 

Zweitens: Versuchung über die Lebensgeschichten der Menschen drüberzufahren. Jeder Mensch hat seine eigene Lebensgeschichte. Es ist letztlich immer die Geschichte von Gelingen und Versagen. Es gibt keinen Menschen dem alles gelingt, und es gibt keinen Menschen, der nur versagt. Wir neigen schon sehr dazu über die Lebensgeschichten der Menschen drüberzufahren, vor allem, wenn es um Schuldzuweisungen und Versagen geht. Auch als Kirche haben wir diesen Fehler oft gemacht. Vielleichte wäre die Fastenzeit eine gute Möglichkeit, so manche Lebensgeschichte unserer Mitmenschen, vor allem der weniger geliebten, ein bisschen besser kennen zu lernen und versuchen zu verstehen. Versuchen zu verstehen heißt ja nicht, dass ich automatisch alles gutheiße. Es verlangt ein Hineindenken und Hineinfühlen. Ich muss hier immer an das Wort von Papst Benedikt XVI. denken: „Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.“ Vielleicht findet eine schwierigere und mit Brüchen versehene Lebensgeschichte oft mehr gefallen bei Gott, als so manche selbstgerechte Lebenshaltung. „Gott freut sich ja über einen Sünder, der bereut und umkehrt, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.“ Und unser Leben ist eben ein Puzzle, in das der Herr das erste und letzte Teil einlegt. Es gibt sicher viel zu lernen aus dem Leben der Menschen für uns Menschen heute.

 

Drittens: Versuchung ohne Gott auszukommen. Diese erscheint mir heute besonders groß, leider. Wir dürfen neu an Gott als Urgrund allen Lebens zu glauben. In einer Welt, die Gott an den Rand drängt, weil sie sich selbst vergöttert und uns einreden will, dass nur in ihr das letzte Glück im Hier und Jetzt zu finden ist, fühlt man sich oft als Außenseiter, wenn man bekennt, dass Glück und Erfüllung allein von einem Gott außerhalb unserer Verfügbarkeit kommt. Als Christen glauben wir daran, dass wir uns letztlich vor ihm verantworten müssen für unser Leben und für unseren Umgang mit seiner Schöpfung. Unser Leben ist Geschenk, die Schöpfung ist Gottes Eigentum und uns anvertraut und der Nächste ist genauso Abbild Gottes wie wir, einmalig und unverwechselbar. Darum ist jedes Leben, geboren oder ungeboren, menschlich, tierisch oder pflanzlich nicht einfach in unsere Willkür gegeben. Der Mensch waltet als Hausmeister Gottes in  unserem gemeinsamen Haus und bleibt Gott verpflichtet. Wir schützen nicht die Umwelt aus ethischen Gründen, sondern weil sie uns nicht gehört. Wir glauben, dass Gott sie nicht zerstören, sondern vollenden will. Darum haben wir kein Recht, gegen seinen Willen zu handeln. Fastenzeit bedeutet Gott wieder ganz neu und ganz intensiv zum Grund und zum Ziel unseres Lebens zu machen.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Versuchung der Mutlosigkeit, über die Lebensgeschichten drüberzufahren, und ohne Gott auszukommen. Wir müssen den Versuchungen ja nicht erliegen. Wir dürfen gegensteuern und dagegen ankämpfen. Wir dürfen es tun, indem wir mutiger werden, indem wir versuchen in den Lebensgeschichten der Menschen zu lesen, und indem wir uns unseres Verwiesen-Seins auf Gott hin bewusster machen und umso verbundener mit ihm leben. Das wäre ein gutes Programm für die heiligen vierzig Tage. Amen.

  

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