Abschied von Franz Stöttinger
Als Vertreter des Finanzausschusses ist es mir ein Anliegen, dass ich heute hier, Dein Werk würdige und mich von Dir verabschiede.
Ich kann nicht sagen, wie oft Du als Nikolaus unterwegs warst, wie viele Geschenke Du verteilt hast, wie viele Kinderaugen geleuchtet haben, als Sie Dich gesehen haben, aber am Tag des Nikolaus bist Du heimgerufen worden.
Wir bleiben zurück, tief betroffen und sehr traurig. Es gibt keine Antworten auf die vielen Fragen des Warums?. Es bleiben aber die Erinnerungen, in den Du weiterlebst. Jeder von uns hat die Seinen, und wir können uns alle an Dich als liebenswürdigen, lebensfrohen und Gesellschaftsmenschen erinnern.
Meine Pfarrgemeinderat-Zeit war schon vorüber, als Du für zwei Perioden 2007-2017 für den Ruflinger Wahlkreis erneut in das Gremium gewählt wurdest. Zeitgleich im Jahr 2007 bist Du auch in den Finanzausschuss gekommen. Als ich in die Runde des Finanzausschusses gekommen bin, warst Du schon lange dabei. Du warst immer verantwortlich für das Protokoll und ich kenne in all den Jahren nur Dich als gewissenhaften Protokollschreiber, der die vielfältigen Aktivitäten des Gremiums festgehalten hat. Ich habe Dich als sehr loyalen Mitstreiter für die Pfarre erlebt, der sehr viele Aufgaben übernommen hat. Seit Deiner Pensionierung warst Du auch für unseren Friedhof tätig. Deine ruhige und sachliche Art hat oft zu guten Ergebnissen geführt. Du hast – Deinem Berufsleben geschuldet – stets alle Seiten im Auge gehabt und warst um Kompromisse bemüht.
Der Dorfstadl Rufling war Dir immer ein Anliegen. Das gesellschaftliche Leben hast Du dort mitgetragen. Das inkludierte auch die Beschaffung von alten Aufnahmen und Filmen, die Du uns nach den Sitzungen des Finanzausschusses gezeigt hast und von Erlebnissen berichtet hast. Dein Engagement für den Dorfstadl hat Dich auch in den letzten Monaten nicht losgelassen, da die Notwendigkeit der Sanierung des Daches Dir ein großes Anliegen war. Du hast immer wieder zusammengerufen und versucht Finanzierungsquellen ausfindig zu machen. Ich kann mich noch gut erinnern, als Du mich angerufen hast und mich gefragt hast, was den mit den bisher gesammelten Spenden passieren solle, wenn die Sanierung nicht leistbar ist. Da Dich diese Vorstellung sehr beunruhigt hat, war Dein Appell groß alle Kräfte zu sammeln. Lieber Franz, wie Du weißt, werden wir nach dem Fasching das Dach sanieren. Für mich wird dieses Projekt stets mit Dir in Verbindung stehen, da Du für das Zustandekommen sehr gekämpft hast. Wenn ich auf deinen Partezettel sehe, wird dies jedem bewusst, wie sehr Dir die Pfarre, der Dorfstadl und Rufling am Herzen gelegen sind.
Wir haben aber nicht nur die Finanzen, die Gebäude und den Kindergarten auf unserer Agenda gehabt, sondern auch den Friedhof, deren Verwalter Du warst. Mit Umsicht und großem Bemühen war Dir die Gestaltung ein wichtiges Anliegen. Ich erinnere mich gerne an unsere Friedhofstage, wo wir Büsche, Hecken oder Bäume geschnitten haben. Nicht nur einmal hast Du uns zugerufen, dass wir aufpassen sollten. Es hat sehr viel Spaß gemacht und neben der Arbeit war Dir und uns immer auch die gemeinsame Jause wichtig. In diesen gemeinsamen Abschlüssen haben wir immer wieder gelacht und uns ausgetauscht.
Lieber Franz, ich danke Dir für Dein großes Engagement für die Pfarre Leonding-St. Michael, für das gemeinsame Arbeiten und für die viele Zeit, die Du uns geschenkt hast. Dein Wirken wird in Rufling stets sichtbar sein, wenn der Dorfstadl das neue Dach erhält.
Wenn wir als Finanzausschuss wieder unseren Friedhofstag begehen, bitte ich Dich auf uns aufzupassen, auf uns zu schauen.
Pfiat di, Franz, Leb wohl, ich danke Dir
Ruhe in Frieden.
Jörg Jenatschek