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Pfarrgemeinde Leonding-St. Michael
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Was kommt in den nächsten Jahren auf uns zu?

Pfarrassistentin Maria Fischer und Dechant Franz Asen

Im Herbst startet im Dekanat Traun die Pfarrstrukturreform. Damit werden sich für die Haupt- und Ehrenamtlichen, die jetzigen Pfarrgemeinden und deren Gläubige einige Veränderungen ergeben. Oktogon hat Dechant Franz Asen und Pfarrassistentin Maria Fischer unter anderem nach den Vorbereitungen und den möglichen Auswirkungen der Reform gefragt.

Wie weit haben sich das Dekanat und die Pfarre Leonding-St. Michael auf die kommende Strukturreform vorbereitet?
Franz Asen:
Im Dekanat sind wir gerade in der Bildung des Kernteams, das mit zwei Prozessbegleitern und einer inhaltlichen Begleiterin der Diözese Linz die notwendigen Überlegungen und Umsetzungsschritte durchführen wird. Dem Kernteam gehören vor allem die Mitglieder aus der Dekanatsleitung an, aber auch VertreterInnen der Altenheimseelsorge, der Betriebsseelsorge, der PfarrsekretärInnen und der Katholischen Aktion bzw. Ehrenamtliche.
Wichtig wird uns im Kernteam vor allem auch eine gute Informationsweitergabe im gesamten Dekanat sein.
Im Vorfeld wurden auch schon Fragebögen an die Pfarrgemeinden ausgesendet, wo alles, was mit Verwaltung zu tun hat, erfragt wurde, um im Bereich der Verwaltung einen Überblick zu bekommen über das gesamte Dekanat. Auch die Diözesanfinanzkammer beginnt schon im Vorfeld mit der Prüfung der Pfarrhöfe in unserem Dekanat, um einen geeigneten Standort für das spätere Pfarrbüro zu finden.
Maria Fischer: Schon mit der diözesanen Entscheidung zur Strukturreform im vergangenen Jahr wurde in der PGR-Leitung über die gravierendsten Veränderungen informiert, und auch bei der KandidatInnenfindung zur PGR-Wahl und jetzt, im neugewählten PGR sind die kommenden Veränderungen sehr präsent und werden gerne inhaltlich diskutiert. Ich nehme hier ein starkes Interesse zur Mitgestaltung wahr, besonders wurde dies auch bei der gemeinsamen Informationsveranstaltung für alle Pfarren, die im Herbst starten, deutlich, unsere Pfarre war mit einem 5er-Team dort vertreten.


Worin sehen Sie die größten Vorteile der Strukturreform? Welche Chancen bietet sie konkret für das Dekanat Traun/ die Pfarre Leonding-St. Michael?
Franz Asen:
Wir sind ja durch die fehlenden Personalressourcen in den letzten Jahren schon ziemlich in Bedrängnis geraten. Durch die Strukturreform wird eine Möglichkeit geschaffen, mit dieser Situation effizienter umzugehen, indem Seelsorger nicht mehr für wirtschaftliche und Verwaltungsaufgaben zuständig sind. Dadurch, dass die kirchenrechtliche Vorgabe, dass ein Priester die Letztverantwortung für eine Pfarre haben muss, im neuen Modell mit dem Pfarrer auf der Pfarrebene erfüllt ist, ist es möglich, in den einzelnen Pfarrgemeinden die Leitung in verschiedene Hände, auch in ehrenamtliche, zu legen und so Gemeindeleitung breit aufzustellen.
Maria Fischer: Schon jetzt merken wir, dass gerade in der Sakramentenvorbereitung, bei den Kinder- und Jugendangeboten, aber auch im Bereich der Trauer- und Begräbnisbegleitung, der Austausch mit den Nachbarpfarren sehr wichtig ist, da derzeitige Pfarrgrenzen z. B. aufgrund der Mobilität der Jugend, in den Hintergrund rücken. Die strukturelle Veränderung lädt ein, in größeren Einheiten zu denken, in größeren Teams zu arbeiten, gemeinsame Vorbereitungen und unterschiedliche Angebote zu setzen, weniger parallel, vielmehr ergänzend und alternativ; d. h. nicht jede Pfarrteilgemeinde muss alles selbst abdecken, und zwar sehr oft mit wenig personellen Ressourcen, sondern durch die Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung können wir Erfahrungen und Ideen nutzen und uns gegenseitig bestärken.

 

Stichwort „über den Tellerrand blicken“ – wie gut funktioniert die Zusammenarbeit der Pfarren im Dekanat derzeit? Wo muss im Sinne der Reform mehr Gemeinsamkeit entstehen?
Franz Asen:
Bisher hat es eher wenige Punkte gegeben, wo die Pfarren im Dekanat schon zusammengearbeitet haben, auch wenn dies in den letzten Jahren schon einiges zugenommen hat. In der neuen Pfarre wird hier besonderen Wert auf die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Pfarrgemeinden gelegt und durch die neue Struktur auch erleichtert, insofern alle nun Teil einer gemeinsamen Pfarre sind, in der jede Pfarrgemeinde auch ihre VertreterInnen hat. Auf der neuen Pfarrebene gibt es auch Angestellte, die die Vernetzung der einzelnen Pfarrgemeinden besonders in ihren Grundfunktionen Liturgie, Gemeinschaft, Verkündigung und Diakonie zum Ziel haben.
Im ersten Jahr der Umsetzung wird auch ein Pastoralkonzept erstellt, das eine gute Vernetzung der Pfarrgemeinden und der pastoralen Knotenpunkte in unserem Dekanat zur Leitlinie machen wird.
Maria Fischer: Grundsätzlich gut, allerdings ist die Notwendigkeit oftmals nicht gegeben bzw. fehlt der Blick für größere Bereiche aufgrund der aktuellen Pfarrstruktur. Die Erarbeitung eines Pastoralkonzeptes ist daher notwendig und wichtig, damit sinnvolle Schwerpunkte gesetzt werden können und Zusammenarbeit möglich wird. Es braucht aber auch eine gewisse Flexibilität von uns hauptamtlichen MitarbeiterInnen, sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse mehrerer Pfarrteilgemeinden einzulassen und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Der Jugendbereich, die Sakramentenvorbereitung (Taufe, Versöhnung, Firmung und Ehe), die Glaubensvertiefung (z. B. Bibelabende, thematische Abende und Impulsveranstaltungen), spirituelle Angebote und Gottesdienste sind Bereiche, in denen Zusammenarbeit gut möglich und sinnvoll ist.

 

Die ersten Pionierpfarren hatten ihren Start vor einem Jahr. Tauschen Sie sich mit den dortigen Verantwortlichen über die bisherigen Erfahrungen aus?
Franz Asen:
Wir sind besonders mit der uns am nächsten gelegenen neuen Pfarre Linz-Nord im Austausch, wo Dekanatsassistent Helmut Kolnberger auch schon ein paar Mal bei den Sitzungen dabei war. Vor allem aber werden die Erfahrungen der Pionierpfarren durch unsere Prozessbegleiter eingebracht.
Maria Fischer: Ja, im kollegialen Austausch und in den Berufsgemeinschaften wird immer wieder von den Erfahrungen aus den Pionierpfarren berichtet, zum Teil werden diese auch in Gruppen gemeinsam reflektiert; das hilft sehr, es nimmt die Unsicherheit und hilft, die einzelnen Schritte der Veränderung bewusster wahrzunehmen und besser verstehen zu lernen, was zu beachten und wichtig ist.

 

Wo könnten sich im Dekanat/ in der Pfarre Probleme ergeben?
Franz Asen:
Eine große Herausforderung sehe ich in der Suche von Ehrenamtlichen für die verschiedenen Aufgaben in den Pfarrgemeinden, auf die die neue Struktur stark aufbaut. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass es auch heute Ehrenamtliche gibt, die Verantwortung übernehmen und mitgestalten wollen.
Viele Probleme werden sich auch erst in der Umstellungsphase ergeben, die uns herausfordern werden, was ich aber nicht negativ empfinde, weil ich darin auch viele Möglichkeiten der Neugestaltung sehe.
Maria Fischer: In jeder Pfarrteilgemeinde ist ein ehrenamtliches Seelsorgeteam zu bilden, das ist in St. Michael momentan noch nicht vorstellbar; auch die Tatsache, dass hauptamtliche SeelsorgerInnen für mehrere Pfarrteilgemeinden bzw. für andere Bereiche in der „neuen Pfarre“ zuständig sind, ist neu und wird zu einem Umdenken führen müssen.
Als größte Herausforderung sehe ich aber den Verwaltungsbereich und die Aufteilung der Zuständigkeiten. Hier gibt es viele Fragen: wo braucht es z. B. trotz Pfarrebene Personen vor Ort, die Verwaltungstätigkeiten übernehmen und wie gelingt eine gute Absprache mit den Verwaltungsverantwortlichen auf Pfarrebene? Ähnlich ist das im Pfarrcaritasbereich, das betrifft bei uns den Kindergarten und die durch die neue Struktur zusätzlich eingeführte Führungsebene: Zuständigkeiten sind hier noch nicht eindeutig geklärt und die Frage bleibt, welche Interessen hier vertreten werden – können die Interessen der Pfarrteilgemeinde nach dem neuen Modell überhaupt wahrgenommen werden?

 

Auf die Ehrenamtlichen kommen viele neue Aufgaben zu. Wie werden sie darauf vorbereitet?
Franz Asen:
Für die Ehrenamtlichen, die Grundfunktionen übernehmen, gibt es im zweiten Jahr der Umstellung dienstbegleitend eine Schulung an insgesamt fünf Tagen. Außerdem werden alle Ehrenamtlichen durch Hauptamtliche begleitet. In der neuen Struktur sind verschiedene Hauptamtliche vorgesehen, an die sich Ehrenamtliche jederzeit wenden können, wenn sie Unterstützung und Hilfe benötigen.
Maria Fischer: Alle ehrenamtlichen MitarbeiterInnen werden durch die Begleitung von uns Hauptamtlichen auf diesen Prozess der Veränderung vorbereitet; es macht Sinn, hier immer wieder inhaltliche Informationen weiterzugeben und Fragen zuzulassen. Entsprechende Schulungen und Informationsveranstaltungen auf diözesaner Ebene wird es geben und helfen hier auch, um in diese Veränderung hinwachsen zu können.


Wann werden die Gläubigen der Pfarren erste Auswirkungen merken? Welche konkreten Veränderungen werden in den nächsten zwei Jahren für die KirchenbesucherInnen spürbar?
Franz Asen:
Im ersten Jahr, dem Vorbereitungsjahr, werden Gläubige sicherlich noch nichts merken von der Strukturumsetzung, da wird es vor allem um die Hauptamtlichen und engagierten Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden gehen. Im zweiten Jahr, dem Umsetzungsjahr, werden dann für die Gläubigen neue Gesichter auftauchen, die Verantwortung für Teilbereiche des Gemeindelebens übernommen haben. Was aber für die Gläubigen hoffentlich auch gut spürbar sein sollte, ist dann eine verbesserte Erreichbarkeit, wenn Gläubige mit der Pfarrgemeinde in Kontakt treten wollen.
Maria Fischer: Im PGR wurde über die Vorgehensweise und schrittweise Umsetzung der nächsten Schritte bereits informiert; ausgewirkt hat sich das zum Teil in der Schwerpunktsetzung und inhaltlichen Planung der Fachteams, hier wird schon weiter in die Zukunft gedacht; ansonsten gilt das erste Jahr als Vorbereitungsjahr; wichtig ist mir, dass rechtzeitig, sobald die Änderungen für unsere Pfarrteilgemeinde Leonding-St. Michael konkret werden, darüber informiert wird.

 

Das Interview ist auch im aktuellen Pfarrblatt Oktogon nachzulesen.

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Das Dekanat Traun besteht aus 16 Pfarren und der Kategorialen Seelsorge: Treffpunkt Mensch & Arbeit in Nettingsdorf; Bezirksaltenheim Ansfelden, Kinderdorf St. Isidor, Bezirksaltenheim Hart und Leonding, Jugendzentrum Hart, Altenheim Traun und St. Dionysen.
Dechant ist seit 1. Dezember 2015 Mag. Franz Asen.

 

Die 16 Pfarren sind vier Seelsorgsräumen zugeordnet:

  • Ansfelden (Ansfelden, Berg an der Krems, Haid, Pucking)
  • Hörsching (Hörsching, Kirchberg, Oftering, Pasching)
  • Leonding (Langholzfeld, Dörnbach, Leonding-Doppl Bruder Klaus, Leonding-Hart-St.Johannes, Leonding-St. Michael)
  • Traun (Stadtpfarre Traun, Traun-Oedt-St.Josef, Traun-St.Martin)

Mehr über das Dekanat - das nun zur Pfarre wird - und die einzelnen Pfarren - die nun zu Pfarrteilgemeinden werden - erfahren Sie in den nächsten Ausgaben des Oktogon.


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