+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
1 Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!
2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
3 Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
4 Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.
5 Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?
6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Lesung aus der Apostelgeschichte
In jenen Tagen, als Paulus nach Antiochia in Pisidien gekommen war, sagte er in der Synagoge:
26 Brüder, ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen! Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt.
27 Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Führer haben Jesus nicht erkannt, aber sie haben die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, erfüllt und haben ihn verurteilt.
28 Obwohl sie nichts fanden, wofür er den Tod verdient hätte, forderten sie von Pilatus seine Hinrichtung.
29 Als sie alles vollbracht hatten, was in der Schrift über ihn gesagt ist, nahmen sie ihn vom Kreuzesholz und legten ihn ins Grab.
30 Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt,
31 und er ist viele Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm zusammen von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt vor dem Volk seine Zeugen sind.
32 So verkünden wir euch das Evangelium: Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist,
33 an uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat, wie es schon im zweiten Psalm heißt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.
Am Sonntag, den 12. April 2026, feierten 19 Pfarrgemeinden in der Pfarrkirche der Stadt Ried das große Pfarrgründungsfest. Unter dem Motto „Wir feiern, dass wir zusammengehören“ markierte dieses Fest den gemeinschaftlichen Auftakt der neu gegründeten Pfarre Ried im Innkreis.
Bereits vor Beginn des Festgottesdienstes setzten die Gläubigen ein sichtbares Zeichen des Zusammenwachsens. Von vier verschiedenen Treffpunkten aus starteten Sternwallfahrten zur gemeinsamen Pfarrkirche.
Am Kirchenplatz wurden sowohl die Pilger:innen von der Sternwallfahrt und alle anderen Kirchenbesucher:innen von der Stadtkapelle Ried i.I. musikalisch empfangen.
Der Festgottesdienst in der mehr als überfüllten Kirche wurde von allen Priestern der neuen Pfarre in Konzelebration gefeiert, unterstützt von den Diakonen, den hauptamtlichen Seelsorger:innen und den ehrenamtlichen Wort-Gottes-Feier-Leitenden.
Aus jeder der 19 Pfarrgemeinden nahmen jeweils zwei Ministrant:innen im Mini-Gewand teil, um die Vielfalt und Einheit der neuen Struktur zu repräsentieren.
Die positive Stimmung im Gottesdienst ging sehr vielen unter die Haut; „das gemeinsame Singen und Beten so vieler Menschen stärkt und berührt mich sehr“ – so die Aussage eines Kirchenbesuchers.
Die Diözese Linz wurde bei dieser Feier vertreten durch den Leiter der Stabstelle Pfarrstruktur und Ordinariatskanzler, Mag. Christoph Lauermann; seitens der Öffentlichkeit nahmen Fr. Bezirkshauptfrau Mag. Yvonne Weidenholzer und zahlreiche Bürgermeister teil. -
Die kirchenrechtliche Fusion der 19 Pfarren des ehemaligen Dekanats erfolgte bereits am 1. Juli 2025. Geleitet wird die neue Pfarre Ried durch ein dreiköpfiges Team:
Im Anschluss an den Festgottesdienst lud die Pfarre zu einer Agape auf dem Kirchenplatz ein. Dort wurde bei Brot und Getränken der Festtagsfreude auch außerhalb der Kirchenmauern Ausdruck verliehen. Eine kleine Gruppe der Musikapelle Taiskirchen untermalte musikalisch die vielen Begegnungen und Gespräche zwischen den vielen Mitfeiernden aus den 19 Pfarrgemeinden.
Von zahlreichen Festgästen kam der Wunsch, jedes Jahr einen gemeinsamen Gottesdienst aller 19 Pfarrgemeinden als Zeichen der Einheit und Zusammengehörigkeit zu feiern.