Anlässlich des Erinnerns an 400 Jahre Oberösterreichischer Bauernkrieg luden das Katholische Bildungswerk Weibern, die Evangelische Pfarre Wallern und die Gemeinde Weibern zu einer ökumenischen Gedenkfeier.
Als eine von zehn „MUT-Themengemeinden“ der communale oö 2026 stellte Weibern die Feier unter das verbindende Motto „MUT zum MITEINANDER“.
Historische Bedeutung des Ortes
Die historische Bedeutung ist groß: Einst befand sich in der Weiberau ein Ausbildungslager mit bis zu 20.000 Bauern. Wo im 16. und 17. Jahrhundert blutige Konflikte und tiefe Wut herrschten, demonstrierten die christlichen Glaubensgemeinschaften heute tiefe Verbundenheit und Offenheit gegenüber allen Religionen.
Ein starkes Netzwerk der Zusammenarbeit
Der „Mut zum Miteinander“ spiegelte sich auch in der Kooperation zahlreicher regionaler Akteure wider. Neben den Veranstaltern brachten sich die Theatergruppe Spielraum Gaspoltshofen, die Künstlergruppe Wüdwux, die Union Weibern (als Gastgeber und Caterer) sowie die Pfarre Weibern aktiv ein. Bereits im Vorprogramm setzten die Teilnehmer beim Druckworkshop „Re-Printing History“ von magggi.eu ein kreatives Zeichen, um den oft vergessenen Frauen des Bauernkrieges ein Gesicht zu geben.
Brückenschlag von der Geschichte in die Gegenwart
Die Theatergruppe Spielraum Gaspoltshofen (Regie: Ottilie Klinger) fesselte das Publikum mit der ersten Station aus der Proletenpassion „Die Bauernkriege“ und beleuchtete eindrucksvoll die Hintergründe von Spaltung und Revolution.
Den Bogen in das Hier und Jetzt spannten Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und der Superintendent der Evangelischen Kirche in Oberösterreich, Dr. Gerold Lehner. In ihren Ansprachen formulierten sie mutige Worte und riefen zu gegenseitigem Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Glaubensgemeinschaften auf.
Gestaltet wurde die Feier weiters mit stimmigen Texten und Liedern, die Daniel, Una und Johannes Roitinger eindrucksvoll zum Besten gaben.
Lebendige Symbole für Demokratie und Frieden
Nach den traumatischen Erfahrungen der beiden Weltkriege blickt Österreich heute auf über 80 Jahre in Demokratie, Freiheit und Frieden zurück. Um diese Werte im Bewusstsein zu halten, wurden im Rahmen der communale oö 2026 in Weibern vier Friedenseichen gepflanzt. Sie stehen symbolisch für den Einsatz für:
- Demokratie
- Menschenrechte
- Gerechtigkeit
- Einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensräumen
Die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel bei den Friedensbäumen rundete die – wetterbedingt in die Halle verlegte – Veranstaltung würdig ab.
Höhenfeuer verschoben!
Das von der Künstlergruppe Wüdwux geplante Höhenfeuer mit der Installation „von der WUT zum MUT“ musste wegen des Schlechtwetters verschoben werden.
· Neuer Termin: Freitag, 19. Juni 2026
· Uhrzeit: 21:15 Uhr