Von der Wut zum Mut: Höhenfeuer mit Botschaft
Ein Zeichen, das hängen bleibt
Bereits eine Woche vor dem Entzünden war das meterhohe Wort „WUT“ auf dem Feld in Weibern für alle sichtbar. In der Abenddämmerung des 19. Juni folgte schließlich der Höhepunkt der Performance: Während das Höhenfeuer loderte, klappte der Schriftzug wie von Zauberhand um und verwandelte sich in das Wort „MUT“. Selbst nach dem Erlöschen der Flammen blieb die Botschaft als Abdruck in der Asche auf dem Boden zurück.
Die Botschaft hinter den Flammen
Die Transformation von „WUT“ zu „MUT“ schlägt eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Die Künstlergruppe möchte damit einerseits an die historischen Klagen, Nöte und die Verzweiflung der Bauern erinnern. Andererseits soll die Aktion ein moderner Appell an uns alle sein: der Aufruf zu mehr Mut für ein gelingendes Miteinander, für den aktiven Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit sowie für die Bewahrung unserer Lebensräume.
Das ursprünglich für die Ökumenische Gedenkfeier am Kaderbaunberg (12. Juni) geplante Höhenfeuer musste wetterbedingt um eine Woche verschoben werden. In Kooperation mit der Union Weibern fand die Aktion nun im Rahmen des traditionellen Sonnwendfeuers einen würdigen Ersatztermin.
Protestfeuer gegen Baurestdeponie
Bürgerinitiative Lebenswerte Zukunft Weibern–Aistersheim setzt unübersehbares Zeichen
Die Bewahrung der regionalen Lebensräume hat in der Gemeinde Weibern aktuell oberste Priorität. Angesichts einer geplanten Baurestdeponie in unmittelbarer Nähe formiert sich massiver Widerstand in der Bevölkerung.
Mit einer Fackelaktion im Rahmen des Höhenfeuers setzten die Bürger nun ein flammendes Zeichen des Protests.
Durch das geplante Großprojekt sieht die Bürgerinitiative erhebliche negative Auswirkungen auf die Gemeinde und ihre Bewohner zukommen. Die Initiative warnt vor den drohenden Konsequenzen für Mensch und Natur:
- Massive Verkehrsbelastung: Ein drastisch erhöhtes Aufkommen an Schwerlastverkehr auf den lokalen Zufahrtswegen.
- Staub- und Lärmbelastung: Eine spürbare Einschränkung der Lebensqualität für die umliegenden Anwohner.
- Zerstörung von Lebensräumen: Unwiederbringliche Eingriffe in die lokale Natur und das Landschaftsbild.
Flammender Protest
Zeitgleich zum Höhenfeuer zeigten die Initiatoren und Unterstützer der Bürgerinitiative ein klares, entschlossenes und für alle weithin sichtbares Signal. Auf einem an das geplante Areal angrenzenden Grundstück entzündeten sie einen meterlangen, eindrucksvollen Schriftzug aus Fackeln: NEIN
Die Botschaft, die hell in den Nachthimmel leuchtete, richtet sich unmissverständlich an die Verantwortlichen: „NEIN“ zur Baurestdeponie – und ein klares JA zum Schutz der Lebensräume und zu einer lebenswerten Zukunft.
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