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Kirchenführer:





Die Pfarrkirche zum heiligen Apostel Jakobus dem Älteren wurde in den Jahren 1697 bis 1700 unter dem Pfarrer Wilhelm Kammerruck und dem Schlägler Abt Michael Felder vom Baumeister Carlo Antonio Carlone gebaut. Sie ist im Barockstil gehalten und Ihre Einrichtung stammt aus den Jahren 1700 bis 1740.

In der Apsis steht der Hochaltar, der mit seinem mächtigen Aufbau den ganzen Raum beherrscht. Das Altarbild Mariä Himmelfahrt stammt aus dem Kollegiatstift Spital am Phyrn und wird Antonio Bellucci zugeschrieben. Das Aufsatzbild stellt die heilige Dreifaltigkeit dar.

Der Tabernakel stammt aus späterer Zeit, ist eine gute neubarocke Arbeit und zeigt die Statuen des heiligen Antonius und der heiligen Mutter Anna mit Maria.

Erwähnenswert sind schließlich noch die großen Leuchter mit kerzentragenden Engeln aus der Zeit um 1710.

Vom Presbyterium führt eine Tür südwärts in die Anna-Kapelle. Der Altar der Kapelle ist zur Hauptsache ein mit Engeln und Akanthuswenden reich ausgeführter Stuckrahmen für das bemerkenswert qualitätsvolle Altarbild Anna Selbtritt. Es stammt von Sebastian Berck um 1700.

Unterhalb der Anna-Kapelle ist die Familiengruft der Grafen von Rödern, abgeschlossen durch eine Steinplatte, derzeit nicht zugänglich.

Eine in Stein gearbeitete Wendeltreppe führt ins darüber liegende Oratorium. Dieses dient als zweite Sakristei. Gegenüber der Anna-Kapelle liegt die Sakristei. Die Kanzel ist ein Meisterwerk von Hans Georg Stempel. Die Brüstung ist als sternförmig verkröpftes Gebälk gebildet, das den Rahmen abgibt für Statuetten der vier Evangelisten.

Die Südwand er Kirche ist mit drei Seitenaltären versehen. Gegen Osten ausgerichtet steht der Johannes-Altar. Es folgt der St. Georgs-Altar, rechts daneben steht der Allerseelen-Altar.

An der Nordwand der Kirche steht direkt neben der Kanzel nach Osten gewendet der Katharina-Altar. In der Mitte der Nordwand steht der schönste Seitenaltar dieser Kirche, der Marien-Altar. Seine Mitte bildet ein ausgezeichnetes Rosenkranzbild.

Der Tabernakel und die Leuchter sind schon in Rokokostil gehalten. Links daneben steht schließlich der sog. Wetterherren-Altar.

Das westliche Joch der Kirche schließt mit der fensterlosen Westwand fugenlos an den Turm an und ist als Empore gestaltet. Die Empore ist der naturgemäße Ort für die musikalische Gestaltung der Liturgie, au die gerade die Barockzeit großen Wert legte, und deshalb befindet sich hier die Orgel. An den Pfeilern der Pfarrkirche ist der Kreuzweg mit seinen vierzehn Stationen angebracht.

Geradezu das Wahrzeichen der Pfarre Rohrbach ist der 75 m hohe Kirchturm.