GLOBAL ACTION LAB
Im Mittelpunkt der Aktionswoche standen interaktive Formate, die zum Mitdenken, Diskutieren und Entwickeln eigener Ideen anregten. Die Jugendlichen beschäftigten sich etwa mit nachhaltigen Ernährungssystemen, Klimagerechtigkeit, fairer Ressourcenverteilung oder dem Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch Themen wie Mobilität in abgelegenen Regionen, nachhaltige Landwirtschaft und globale Lieferketten wurden aufgegriffen.
Bischof Manfred Scheuer zeigt sich erfreut vom „Global Action Lab“: „Die Erfahrungen aus der Aktionswoche zeigen eindrucksvoll, wie sehr junge Menschen für globale Gerechtigkeit brennen. Für uns als Kirche ist es ein zentraler Auftrag, Stimme für die Benachteiligten zu sein und internationale Solidarität konkret zu leben – so wie ich es etwa bei Projektreisen in afrikanische Länder bereits erleben durfte. Entwicklungszusammenarbeit ist kein Zusatz, sondern gelebte christliche Nächstenliebe im globalen Kontext.“
Ein weiterer Bestandteil des Projekts war der mit über 70 Personen sehr gut besuchte Film- und Gesprächsabend „Bittere Orangen, bittere Früchte – The Pickers“ am 18. Mai im Kino Lambach. Der Dokumentarfilm beleuchtete die Lebens- und Arbeitsbedingungen migrantischer Erntehelfer:innen in Europa und lud zur Auseinandersetzung mit globalen Lieferketten und Konsumverhalten ein. Im Anschluss fand ein Gespräch mit Andreas Achleitner (Biohof Achleitner) und Ludwig Rumetshofer (ÖBV-Via Campesina Österreich) statt.
Das „Global Action Lab“ zeigte, wie wichtig Zusammenarbeit, Perspektivenvielfalt und globales Lernen sind und wie junge Menschen ermutigt werden können, Zukunft aktiv mitzugestalten.
„Die Organisationen der Welthaus-Plattform sammeln in Oberösterreich Jahr für Jahr mehrere Millionen Euro an Spenden. Dies ermöglicht es, Menschen in Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa nachhaltig zu unterstützen – sei es durch Bildungsprojekte, die Stärkung kleinbäuerlicher Landwirtschaft oder den Einsatz für Menschenrechte. Umso unverständlicher wären Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit von Seiten politischer Entscheidungsträger:innen. Gerade in Zeiten globaler Krisen braucht es ein klares politisches Bekenntnis zu internationaler Verantwortung. Dazu gehört auch die Schaffung wirksamer gesetzlicher Rahmenbedingungen – etwa eines starken Lieferkettengesetzes, das Menschenrechte schützt und Unternehmen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette in die Pflicht nimmt“, resümiert Thomas Banasik, Leiter von Welthaus der Diözese Linz.
Die Welthaus-Plattform ist ein Zusammenschluss der in der Diözese Linz tätigen Organisationen und Einrichtungen im Bereich Entwicklungszusammenarbeit und Weltkirche, die sich gemeinsam für globale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und internationale Solidarität engagieren. Zur Plattform gehören:
- Aktion Familienfasttag - Katholische Frauenbewegung in Oberösterreich
- Aktion Teilen - Gemeinschaftsprojekt von kj oö und KJS der Diözese Linz
- Caritas Oberösterreich – Internationale Hilfe
- Dreikönigsaktion – Katholische Jungschar der Diözese Linz
- Missionsstelle der Diözese Linz
- MIVA Austria
- OÖ. Ordenskonferenz
- SEI SO FREI – Katholische Männerbewegung in Oberösterreich
- Solidaritätsfonds – Katholische Arbeitnehmer:innenbewegung der Diözese Linz
- Team Welthaus der Diözese Linz.
Kontakt:
Welthaus der Diözese Linz
Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz
Thomas Banasik
T: 0676 8776 3270
Mail: thomas.banasik@dioezese-linz.at