Mittwoch 21. November 2018
Pfarre Ternberg

Was tun bei einem Todesfall:

 

Einleitung:

Wenn jemand verstorben ist verständigen Sie bitte unverzüglich das Pfarramt (Tel. 0676 8776 5920)

Es wird ein Termin für ein Gespräch vereinbart.

Beim Gespräch wird für den Verstorbenen gebetet und geläutet, danach werden die Formalitäten erledigt.

Bei diesem Treffen wird auch der Lebenslauf des Verstorbenen besprochen und abschließend die Form der Begräbnisfeier.

 

Gestaltung des Gottesdienstes:

 Die Feier wird in der Regel als Wortgottesdienst durchgeführt. Grundsätzlich ist die Gestaltung als Meßfeier nur dann sinnvoll, wenn die Angehörigen, wie auch der überwiegende Teil der Mitfeiernden eine persönliche Beziehung zur Messe. Die genaue Gestaltung besprechen Sie bitte mit Ihrem Pfarrer oder Begräbnisleiter.

In der Regel bestellen gläubige Angehörige für die Verstorbenen Messen für spätere Termine an denen üblicherweise Eucharistiefeiern abgehalten werden.

 

Musik:

Ein integraler Bestandteil jedes Gottesdienstes ist Musik – im Regelfall natürlich gemeinsam gesungen. Selbstverständlich sind auch andere Stilrichtungen religiöser Musik möglich

 

Blumenschmuck:

Unsere Pfarrkirche wird im Regelfall am Freitagnachmittag – je nach Jahreszeit – mit frischen Blumen geschmückt. Wenn Sie für die Beerdigung eine andere Blumengestaltung selbst übernehmen wollen, ist dies gerne möglich – bitte sprechen Sie dies mit der Zuständigen Frau Theresia Eibl (07256 8679) ab.

 

Formen des Begräbnisses: 

a) Einfache Form:

Einsegnung in der Leichenhalle; Wortgottesdienst

Gang zum Friedhof

Beisetzung

 

b)Erweiterte Form:

Einsegnung bei der Leichenhalle

Gang zur Kirche; Gottesdienst

Gang zum Friedhof

Beisetzung

 

 

Bei Urnen bitten wir Sie, eine sich selbst auflösende Urne im Sinne der Nachhaltigkeit zu verwenden.

 

Nachtwache:

In der Regel wird am Abend vor der Beerdigung in der Pfarrkirche oder in der Filialkirche für den Verstorbenen gebetet. Dies kann in sehr unterschiedlicher Form geschehen: vom traditionellen Rosenkranzgebet bis hin zu ganz persönlicher Gestaltung mit Bildern, Kerzen usw. ist vieles möglich.

Zur Verfügung stehen derzeit u.a. Frau Regina Nagler

( 07256 7165) Frau Edith Lutz ( 0664 73759470) Frau Helga Reisinger ( 0650 8207000) Frau Gerda Hinterplattner (0676 8776 6494) Herr Eduard Finner (07256 7250)

 

 

Information zur Bestattung und Friedhofsordnung:


Gebührenordnung:

 

 

 Auszug aus der Rahmenordnung der Diözese Linz

 

Die würdevolle Bestattung von Toten ist ein zentrales Kennzeichen des christlichen Glaubens und gründet in der Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben.

Der römische Kaiser Julian Apostata nimmt die von seiner Seite nicht gewollte Attraktivität des Christentums wahr und fragt selbstkritisch:

„Was ist der Grund, dass wir unsere Augen nicht auf das richten,

wodurch die gottlose Religion der Christen Verbreitung gefunden

hat, nämlich auf ihre Güte gegen die Fremden und auf die Sorgfalt,

die sie auf die Bestattung ihrer Toten verwenden.“

 

Manche Tendenzen in der Begräbnis- und Trauerkultur verdrängen zunehmend wichtige und heilsame Formen und Möglichkeiten eines sinnlich-konkreten bzw. ganzheitlichen Abschiednehmens von den Verstorbenen.

 

Dabei ist in den Blick zu nehmen, wie gravierend sich der Umgang

mit Sterben und Tod in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Als

wesentliche Merkmale der Gegenwart sind Privatisierung, Individualisierung, Anonymisierung, Kommerzialisierung, Beschleunigung, Säkularisierung und Deutungsvielfalt (vermehrt sind aktuell beispielsweise esoterische und pantheistische Ansichten feststellbar) in der Bestattungskultur zu nennen.

Der vor einigen Jahrzehnten noch selbstverständliche (weil

notwendige) Umgang mit den Toten (Waschen und Ankleiden des

Leichnams, Aufbahrung im Wohnhaus, Totenwache/Gebet …) ist

weitgehend einer Praxis gewichen, die den Abschiedsprozess zunehmend einer sinnlich-konkreten bzw. ganzheitlichen Erfahrung beraubt.

Dort, wo das Gedenken der Verstorbenen lediglich vom individuellen Bedürfnis und der Praxis der Einzelnen abhängig ist, geht das Bewusstsein dafür verloren, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind, zu dem die Generationen vor und nach uns ebenso gehören wie die Lebenden.

Die zunehmende Pluralität der Deutung und rituellen Gestalt des

Abschiedsprozesses von Verstorbenen verlangt nach einer

„christlichen Profilschärfung“.

Durch den Glauben an die Treue Gottes zum Leben über den

Tod hinaus nimmt die christliche Begräbnisliturgie das im Tod

„gewandelte Leben“ eines Menschen in den Blick.

Die geglaubte Teilhabe der Verstorbenen am Schicksal Jesu

Christi (an seinem Durchgang vom Tod zum Leben) sieht die

Kirche in der Erdbestattung – als konkreter symbolischer Nachahmung der Bestattung Jesu – am deutlichsten ausgedrückt.

Der Leichnam ist das zentrale Symbol der Begräbnisliturgie. In

ihm ist ein Menschenleben in seiner einzigartigen Gestalt ein

letztes Mal sinnlich präsent und ermöglicht so den Hinterbliebenen Schritte eines ganzheitlichen Abschiednehmens.

Im Zentrum dieses rituell vorweggenommenen Loslassens steht jeweils der Leichnam des Verstorbenen. Weil alle Kommunikation im

Leben leiblich/sinnlich ist, kommt der sinnlich-realen Präsenz des

Verstorbenen in der Begräbnisliturgie bzw. in den notwendigen Abschiedsprozessen zentrale Bedeutung zu. Mit dem Leichnam sind

einerseits einmalige Lebenserinnerungen verbunden und er ist andererseits das zentrale und nicht gleichwertig ersetzbare Symbol für die Hinterbliebenen, um die Wirklichkeit des Todes schrittweise zu „begreifen“ und den nötigen Abschiedsprozess ganzheitlich vollziehen zu können. Daher verursacht das Fehlen des Leichnams im Trauerprozess auch zusätzliche Schmerzen. Immer wieder erfahren Menschen, wie hilfreich der liebevolle Umgang mit dem Leichnam (Anschauen, Berühren, Waschen, Ankleiden) für die Akzeptanz des Todes bzw. der neuen Situation sein kann. In diesem Sinne halten die deutschen Bischöfe fest:

„Auch der tote Körper hat seine Würde. Er bewahrt noch eine Weile

die menschliche Gestalt und zeigt etwas von der Persönlichkeit,

zu der dieser Körper gehörte. Er kann einen Menschen in seiner

leiblichen Erscheinung wie auch in seiner geistigen Gestalt noch

einmal ganz zum Ausdruck bringen. … Der tote Körper verweist

ganz auf den, der tot abwesend ist und uns dennoch im Leichnam

eine vorübergehende leibliche Nähe hinterlässt.“ (Die deutschen

Bischöfe, Tote begraben, 13)

Im bewussten Umgang mit dem Leichnam wird der Glauben an

ein unvergängliches Leben bei Gott nicht nur mit Worten zum

Ausdruck gebracht, sondern auch sinnlich-konkret gestützt und

ausgedrückt.

Die Kirche akzeptiert die Kremation als mögliche Bestattungsform.

Das derzeit gültige kirchliche Rechtsbuch der Kirche akzeptiert die

Kremation als mögliche Form der Bestattung, wenn der Glaube an

die Auferstehung dadurch nicht willentlich in Frage gestellt wird.

Was in den 1980er Jahren weitgehend noch eine Ausnahmepraxis

war, ist in den Folgejahren sprunghaft zur mancherorts überwiegenden

Bestattungsform geworden. Eine angemessene Reflexion dieser

Situation und ihrer Folgen (bzw. entsprechend stimmiger Akzentsetzungen in den Pfarrgemeinden), hat nicht immer in der gleichen Weise stattgefunden.

Faktum ist, dass die Feuerbestattung überwiegend aus praktischen,

hygienischen oder finanziellen Gründen gewählt wird.

Der zentrale Unterschied von Erd- und Feuerbestattung ist, dass

der Leib eines Menschen nicht in der Erde sondern im Feuer

bestattet und dabei vollständig vernichtet wird.

Bei der Suche nach einer liturgisch stimmigen Ausdruckgestalt im

Falle der Wahl einer Kremation ist von der Eigenart dieser Bestattungsform auszugehen: Bei einer Kremation wird der Leichnam eines Menschen – anders als bei der traditionellen Form – nicht in der Erde bestattet, sondern im Feuer der Auflösung preisgegeben.

„Durch die Kremation wird der Leib, das unverwechselbare Symbol

eines Menschen, schnell und endgültig vernichtet. Zurück

bleibt die Asche, die nur noch mittelbar auf den verstorbenen

Menschen verweist.“

Die Überreste der Verbrennung werden anschließend in eine Urne

eingebracht.

Aus emotional verständlichen Gründen wird oftmals die Gleichbehandlung von Sarg und Urne erwartet.

Dies ist allerdings nicht unproblematisch, weil in diesem Fall die

Unterschiedlichkeit dieser beiden Bestattungsarten rituell überspielt wird.

Emotional werden daher manche Erfahrungen der Sargbestattung auf die Urnenbestattung übertragen, was aber nicht der konkreten Situation entspricht.

Dies wird besonders dann deutlich, wenn für die Urne derselbe Umgang wie mit dem Sarg erwartet wird.

Die jeweilige Eigenart der Erd- bzw. Feuerbestattung soll den

Menschen deutlicher erschlossen werden. Eine entsprechende

Bildungsarbeit ist Teil der Trauerpastoral.

Findet lediglich eine Feier n a c h erfolgter Kremation statt, sind

die Möglichkeiten in der liturgischen Ausdrucksgestalt eingeschränkt.

Der in diesem Fall nicht zu unterschätzende Verlust an

sinnlich-konkreten bzw. ganzheitlichen Formen des Abschiednehmens

von einem konkreten Menschen ist nicht unproblematisch.

Als problematisch muss die Tendenz benannt werden, den klassischen

Trauergottesdienst am Sarg überhaupt zugunsten einer einzigen

Feier nach erfolgter Kremation aufzugeben. Auch wenn es Fälle

geben mag, die diese Form notwendig machen oder nahelegen, bedeutet sie doch einen nicht zu unterschätzenden Verlust in der Möglichkeit der liturgischen Ausdrucksgestalt. Zweifelsohne steht auch in diesem Fall der Verstorbene als individueller Mensch im Mittelpunkt

der liturgischen Feier, doch kann diese Wirklichkeit nicht mehr leiblich

d.h. sinnlich konkret gestützt werden. Weder kann in diesem Fall der

Verstorbene in seiner konkreten leiblichen Gestalt als Ebenbild Gottes

und Tempel des Heiligen Geistes angesprochen und geehrt wer den, noch können die Mitfeiernden Abschied von seiner einzigartigen

irdisch konkreten Gestalt nehmen. Weil in einem solchen Fall meist

auch keine öffentliche Aufbahrung vor der Kremation vorgesehen ist,

wird den Hinterbliebenen wie auch dem gesamten sozialen Umfeld

des Verstorbenen jede Möglichkeit eines ganzheitlichen Abschiednehmens genommen.

Im Unterschied zum Sarg beinhaltet eine Urne nicht den Leichnam eines Menschen sondern die Reste einer Feuerbestattung, durch welche der Verwesungsprozess eines Menschen schon zu seinem Ende gekommen ist.

Die Urne ist kein „Sarg“ im klassischen Sinne. Sie beinhaltet nicht

den unverwechselbaren Leichnam (Realsymbol eines Menschen)

sondern die Reste einer Feuerbestattung (Knochenmehl), in denen

keine leiblich konkreten Spuren der verstorbenen Person mehr vorhanden sind…….

AusKremation. Urnenbeisetzung. Beisetzungsstätten“. Diözese Linz

 

 

Wann ist ein kirchliches Begräbnis nicht möglich?

 

Auch wenn ein kirchliches Begräbnis nicht möglich ist, bleibt die Seelsorge an den trauernden Angehörigen eine wichtige Aufgabe der Kirche. 

 

  

Beerdigung bei einem Nichtkatholischen Verstorbenen

Es ist im seelsorglichen Gespräch zu klären ob und in welcher Weise eine kirchliche Mitwirkung bei der Bestattung erfolgen kann, wenn die Angehörigen dies wünschen.

 

Wenn der Tod anklopft

 

Gedanken von Carmen Rolle

(Begräbnisleiterin, Altenheimseelsorgerin, Pastoralassistentin)

Manchmal überfällt er uns brutal, etwa wenn ein naher Mensch stirbt, oder wenn wir eine bedrohliche Diagnose erfahren. Manchmal huscht er sachte vorbei – in einem Traum, einem Gedicht, einem Gedanken.


Die Aufgaben, die er uns stellt, sind immer die gleichen, ob wir einen Schicksalsschlag durchmachen oder nur eine nachdenkliche Stunde. Wer sich darauf einlässt, erspart sich keine Schmerzen - wird aber im Leben Tiefe gewinnen.

 

Sei aufrichtig.

 

Aufgewühlt , traurig, wütend… - wie deine Gefühle auch seien, gestehe sie dir und anderen ein. Es geht nicht darum, etwas preiszugeben, was du für dich behalten möchtest. Aber nur, wenn die Menschen dir begegnen und nicht einer Fassade können sie dich verstehen.


Tu, was dir wichtig ist.

Möchtest du einem Sterbenden noch etwas sagen? Hast du erkannt, dass du in deinem Leben etwas noch unbedingt machen möchtest? Dann tu es.

 

Nimm Abschied

Ein endgültiges vorbei gibt es immer wieder im Leben – ob nun ein ganzer Lebensabschnitt zu Ende gegangen ist, oder einfach nur ein Tag. Blicke zurück, darauf, was gut und was schwer war, lege es bewusst aus der Hand.

 

Lass dir Zeit.

Der Tod macht uns klar, dass wir das Leben nicht auf später verschieben können. Aufgaben (auch Nachdenken ist eine solche!), die du jetzt nicht in Angriff nimmst, sind später oft viel schwerer zu bewältigen. Du brauchst nach einem erschütterndem Erlebnis nicht gleich zur Tagesordnung überzugehen. Es ist normal, wenn bei dir jetzt „Ausnahmezustand“ herrscht.

 

Schau nach vorn

Unser Leben währt nicht endlos. Einmal werden wir zurückschauen und uns fragen: Wie war mein Leben? Womit habe ich meine Zeit verbracht? Gestalte dein Leben vom Ende her. Entscheide dich für das, worüber du einmal froh sein wirst, es getan zu haben.

 

Lass dich aufrichten

Der Tod ist mächtig. Einen Ort, an dem er uns nicht erreichen kann, gibt es nicht. Aber wir glauben auch an einen lebendigen Gott, der auch dort ist, wo der Tod ist, der den Tod aber auch in die Schranken weist: Zuletzt steht nicht die Kapitulation vor einem Tod, der stärker geblieben ist. Zuletzt steht Gott, der uns liebt, heilt, vollendet.

Die schönste Erklärung ändert nichts daran, dass der Tod uns einen lieben Menschen genommen hat oder unser eigenes Leben bedroht. Unser Leben ist zerbrechlich, verletzlich. Gerade darin liegt aber auch seine Schönheit und Kraft: Heute lebst du, heute begegnest du deinen Empfindungen, heute hast du mit Menschen zu tun, die selber hoffen oder Angst haben, die froh sind oder trauern. Du lebst! Gemeinsam mit all jenen, die dir heute über den Weg laufen. Du lebst. Jetzt.

 

 

 

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