Die Kräutersegnung gehört zu den volkstümlichen Bräuchen der römisch- katholischen Kirche. Dieser Brauch war schon im 9. Jahrhundert bekannt und hat in den letzten Jahren wieder mehr aufgelebt. Dabei werden am Hochfest Maria Himmelfahrt am 15. August Kräuter zu einem Strauß gebunden und mit zur Kirche gebracht. Dort werden diese im Gottesdienst oder im Anschluss daran vom Priester gesegnet.
Die Kräuterbuschen bestehen aus insgesamt sieben typischen Kräutern (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungs-tage), dies sind Alant, echtes Johanniskraut, Schafgarbe, Kamille, Thymian, Baldrian und Eisenkraut. Als Ersatz für die Kräuter werden verschiedene Getreidesorten verwendet. Der Tee aus diesen geweihten Kräutern wird am 4. Oktober (Franz v.A.) getrunken und soll besonders heilsam sein. Dem Vieh werden die geweihten Kräuter an diesem Tag ins Futter gemischt.
Tag der Kirchenweihe am Donnerstag den 7. August 2025
Die Herren von Pürching und Sigharting erbauten oberhalb ihres Sitzes die Schlosskapelle zum hl. Klemes aus Tuffsteinen im gotischen Stil vor 1440.
1785 wurde die Kapelle zur Pfarrkirche erhoben. Da sie nur 200 Sitze hatte, aber schon 600 Kommunikanten gezählt wurden, war eine Erweiterung notwendig, die aber wegen der Franzosenkriege verschoben wurde. 1807/08 brach man den dreiseitigen Altarabschluss an der Ostseite ab und rückte ihn um 30 Fuß hinaus. So entstanden an der Nordseite eine neue Sakristei und ein neuer Turm, der Kirchenraum wurde somit um 200 Quadratklafter vergrößert und im Oratorium entstand ein neuer Betraum. Am 7. August 1829 weihte Bischof Thomas Ziegler Kirche und Altar auf Wunsch der Pfarre dem hl Pankratius.
Der Name Pankratius kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Der alles Besiegende“.
Pankratius ist einer der Eisheiligen – Bauernregeln zu seinem Gedenktag am 12.Mai:
„Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.“
„Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.“
Dieser Heilige ist der Patron der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte. Er schützt gegen Betrug, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen.
Dargestellt wird er oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme.
Fronleichnam am 22. Juni 2025
Bei herrlichem Sonnenschein feierten wir am Sonntag den 22. Juni Fronleichnam, um an das Abendmahlgeschehen des Gründonnerstags zu erinnern! Vereine, Kinder, Jugendliche, Familien begleiteten Jesus im Heiligen Altarsakrament durch den Ort.
An den Helfern, die wie jedes Jahr unsere Altäre gestalteten, Anni Haslinger, Anni Kittl, Fam. Geroldinger und Fam. Berghamer, sowie der Familie Bauschmid für die Spende der Birken ein herzliches Dankeschön.
Aber auch einen besonderen Dank an alle, die einen Beitrag zum Gottesdienst geleistet haben.