Nach dem Erntedankfest feierte die Pfarre das Herbstfest. Vergelt´s Gott an die vielen Helfer und Helferinnen sowie an die zahlreichen Mehlspeisspender.
Der Pfarrgemeinderat dankt für den zahlreichen Besuch.
Erntedankfest am Sonntag den 5. Oktober 2025
Alle guten Gaben, alles, was wir haben,
kommt, o Gott von dir. Danke sagen wir dafür!
In Glauben und Brauch spiegelt sich die Bedeutung dieses wichtigsten Herbstfestes, das schon in vorchristlicher Zeit als bestehend angenommen werden muss. Vergleichbare Riten sind aus Nordeuropa, Israel, Griechenland oder aus dem Römischen Reich bekannt. In der römisch-katholischen Kirche ist das Erntedankfest seit dem 3. Jahrhundert belegt. Es bürgerte sich die Feier überwiegend am ersten Sonntag nach Michaelis als Termin ein. Diese Regelung geht u. a. auf einen Erlass des preußischen Königs aus dem Jahre 1773 zurück.
Durch Verstädterung und Technik ist dem modernen Menschen jenes Verhältnis und auch die Bindung zur Natur verlorengegangen, die den Menschen vergangener Zeiten selbstverständlich war. Darum mögen Erntedankfeste unserer Tage viel vom einstigen Glanz, von Bedeutung und Innigkeit eingebüßt haben. Schon 1860 wurde in Sigharting ein Erntedankfest mit einem Kirchgang vom Pfarrhof aus gefeiert. Das Volk ging um den Altar opfern. Später wurde ein Erntezug nach Thal erwähnt, noch später der Zug der Schulkinder vom Schulhaus zur Kirche. Die Kinder brachten in Körbchen Blumen, Garten- und Feldfrüchte.
In den 1980iger und 1990iger Jahren bewegte sich der Erntefestzug wieder vom Pfarrhof zur Kirche. Die Musikkapelle, die Feuerwehr, die Goldhaubenfrauen, die Schuljugend und die Jungbauern, die die kunstvoll gebildete Erntekrone, aus Ähren geflochten, und viele andere Gaben trugen, und die übrige Bevölkerung nahmen daran teil. Die Segnung dieser Erntekrone, der Feld– und Gartenfrüchte, von Brot, Fleisch, Obst, Eier, Honig, Most, Wein usw., die auf einem eigens aufgestellten Opfertisch niedergelegt wurden, war in Land– und Stadt-pfarren die Regel. In bäuerlichen Pfarren erfolgte während des Dankgottesdienstes, und zwar zum Offertorium, der Altarumgang, bei dem Kerzen geopfert wurden.
Ein besonderer Dank gilt im heurigem Jahr den Ortschaften Au-Straße, Bergweg, Hauptstraße, Ledererberg, Parzerweg und Untere Au für das Binden der Erntekrone, die Durchführung sowie die Vor- ud Nachbereitung vom Fest. Der Musikkappelle für die Musikalische Gestaltung beim Einzug und während des Gottedienstes.
Die Kräutersegnung gehört zu den volkstümlichen Bräuchen der römisch- katholischen Kirche. Dieser Brauch war schon im 9. Jahrhundert bekannt und hat in den letzten Jahren wieder mehr aufgelebt. Dabei werden am Hochfest Maria Himmelfahrt am 15. August Kräuter zu einem Strauß gebunden und mit zur Kirche gebracht. Dort werden diese im Gottesdienst oder im Anschluss daran vom Priester gesegnet.
Die Kräuterbuschen bestehen aus insgesamt sieben typischen Kräutern (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungs-tage), dies sind Alant, echtes Johanniskraut, Schafgarbe, Kamille, Thymian, Baldrian und Eisenkraut. Als Ersatz für die Kräuter werden verschiedene Getreidesorten verwendet. Der Tee aus diesen geweihten Kräutern wird am 4. Oktober (Franz v.A.) getrunken und soll besonders heilsam sein. Dem Vieh werden die geweihten Kräuter an diesem Tag ins Futter gemischt.
Tag der Kirchenweihe am Donnerstag den 7. August 2025
Die Herren von Pürching und Sigharting erbauten oberhalb ihres Sitzes die Schlosskapelle zum hl. Klemes aus Tuffsteinen im gotischen Stil vor 1440.
1785 wurde die Kapelle zur Pfarrkirche erhoben. Da sie nur 200 Sitze hatte, aber schon 600 Kommunikanten gezählt wurden, war eine Erweiterung notwendig, die aber wegen der Franzosenkriege verschoben wurde. 1807/08 brach man den dreiseitigen Altarabschluss an der Ostseite ab und rückte ihn um 30 Fuß hinaus. So entstanden an der Nordseite eine neue Sakristei und ein neuer Turm, der Kirchenraum wurde somit um 200 Quadratklafter vergrößert und im Oratorium entstand ein neuer Betraum. Am 7. August 1829 weihte Bischof Thomas Ziegler Kirche und Altar auf Wunsch der Pfarre dem hl Pankratius.
Der Name Pankratius kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Der alles Besiegende“.
Pankratius ist einer der Eisheiligen – Bauernregeln zu seinem Gedenktag am 12.Mai:
„Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.“
„Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.“
Dieser Heilige ist der Patron der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte. Er schützt gegen Betrug, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen.
Dargestellt wird er oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme.
Fronleichnam am 22. Juni 2025
Bei herrlichem Sonnenschein feierten wir am Sonntag den 22. Juni Fronleichnam, um an das Abendmahlgeschehen des Gründonnerstags zu erinnern! Vereine, Kinder, Jugendliche, Familien begleiteten Jesus im Heiligen Altarsakrament durch den Ort.
An den Helfern, die wie jedes Jahr unsere Altäre gestalteten, Anni Haslinger, Anni Kittl, Fam. Geroldinger und Fam. Berghamer, sowie der Familie Bauschmid für die Spende der Birken ein herzliches Dankeschön.
Aber auch einen besonderen Dank an alle, die einen Beitrag zum Gottesdienst geleistet haben.