Die Kräutersegnung gehört zu den volkstümlichen Bräuchen der römisch- katholischen Kirche. Dieser Brauch war schon im 9. Jahrhundert bekannt und hat in den letzten Jahren wieder mehr aufgelebt. Dabei werden am Hochfest Maria Himmelfahrt am 15. August Kräuter zu einem Strauß gebunden und mit zur Kirche gebracht. Dort werden diese im Gottesdienst oder im Anschluss daran vom Priester gesegnet.
Die Kräuterbuschen bestehen aus insgesamt sieben typischen Kräutern (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungs-tage), dies sind Alant, echtes Johanniskraut, Schafgarbe, Kamille, Thymian, Baldrian und Eisenkraut. Als Ersatz für die Kräuter werden verschiedene Getreidesorten verwendet. Der Tee aus diesen geweihten Kräutern wird am 4. Oktober (Franz v.A.) getrunken und soll besonders heilsam sein. Dem Vieh werden die geweihten Kräuter an diesem Tag ins Futter gemischt.
Tag der Kirchenweihe am Freitag den 7. August 2026
Die Herren von Pürching und Sigharting erbauten oberhalb ihres Sitzes die Schlosskapelle zum hl. Klemes aus Tuffsteinen im gotischen Stil vor 1440.
1785 wurde die Kapelle zur Pfarrkirche erhoben. Da sie nur 200 Sitze hatte, aber schon 600 Kommunikanten gezählt wurden, war eine Erweiterung notwendig, die aber wegen der Franzosenkriege verschoben wurde. 1807/08 brach man den dreiseitigen Altarabschluss an der Ostseite ab und rückte ihn um 30 Fuß hinaus. So entstanden an der Nordseite eine neue Sakristei und ein neuer Turm, der Kirchenraum wurde somit um 200 Quadratklafter vergrößert und im Oratorium entstand ein neuer Betraum. Am 7. August 1829 weihte Bischof Thomas Ziegler Kirche und Altar auf Wunsch der Pfarre dem hl Pankratius.
Der Name Pankratius kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Der alles Besiegende“.
Pankratius ist einer der Eisheiligen – Bauernregeln zu seinem Gedenktag am 12.Mai:
„Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.“
„Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.“
Dieser Heilige ist der Patron der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte. Er schützt gegen Betrug, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen.
Dargestellt wird er oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme.
Bettina Dorfer beendet mit 30. Juni ihren Dienst im Pfarrbüro Sigharting. Sie wurde daher am 25. Juni 2026 von der PGR - Obfrau Regina Schroll und von der Pfarre Pramtal duch Martin Niederleitner verabschiedet. WIr bedanken uns sehr herzlich für die geleistet Arbeit und das gute Miteinander.
Die Aufgabe des Pfarrsekretärs übernimmt mit 1. Juli 2026 Leopold Radlmair, dem wir für seine neue Tätigkeit alles Gute wünschen.
Am 21. Juni 2026 fand der Familiengottesdienst statt. Unsere Familiengottesdienste sollen Kinder an die Erwachsenenliturgie heranführen. Junge Eltern oder Großeltern mit ihren Enkeln sollen spüren: Hier dürfen alt und jung zusammen das Mahl mit dem Auferstandenen feiern. Auch ganz "normale" Gottesdienstbesucher sollen sich zugehörig fühlen. Schließlich gehören alle vor Gott zur einen großen Familie
Die Bezeichnung dieses Festes stammt aus den mittelhochdeutschen Wörtern vron, das ist den Herrn betreffend, und lih - Leib. Tatsächlich liegt dem Fest das Geheimnis des Gründonnerstages zugrunde, also der Einsetzung und Verherrlichung des Leibes Christi als Altarsakrament. Die Anregung gab die Ordensschwester Juliana von Lüttich. Urban der IV. beging das Fest zum ersten Mal 1246.
Es hat allgemeine Verbreitung ab 1314 erfahren. Dazu verhalf das Dekret von Papst Klemens V. worin Anleitungen zur Durchführung gegeben wurden. Bald nach der Einführung des Fronleichnamsfestes kam auch die Fronleichnamsprozession auf. Seit dem 15. Jahr-hundert ist es Sitte, während des Umgangs an vier Altären im Freien die Evangelienanfänge zu singen und den Segen mit der Monstranz zu erteilen. Den Fronleichnamsprozessionen, in deren Verlauf um das Gedeihen der Feldfrüchte gebeten wird, gehen ähnlich begründete Flurumgänge voraus. Sie werden bereits für das 10. Jahrhundert bezeugt. In einer kirchlichen Verbotsliste aus dem 8. Jahrhundert wird von heidnischen Kultbildern gesprochen, die durch die Felder getragen werden.
Die erstmalige Durchdringung von kirchlicher Liturgie und Naturglauben ist gegenwärtig noch im Einsatz des Birkenlaubes, des Kudelkrautes (Tymian, Quendel) und der Blumen als verborgene Zweigsegnung wirksam. Das Abbrechen der Birken-zweige von allen jenen Bäumchen, die in der Nähe der Altäre stehen und zusätzlich auch den kirchlichen Segen erhalten haben, ist auf längst überholt geglaubten agrarkultischen Vorstellungen zurück zu beziehen. Die „geweihten“ Birkenreiser nimmt jedermann mit nach Hause, wo sie hinter dem Kreuz zusammen mit dem Palmbuschen ihren Platz finden.
Auch heuer wieder ein großes Dankeschön an die Helfer, die jedes Jahr unsere Altäre gestalteten und der Familie Großpötzl für die Spende der Birken. Aber auch einen besonderen Dank an alle, die einen Beitrag zum Gottesdienst geleistet haben.
Acht Sighartinger Mädls und Burschen haben sich seit Ende 2025 auf die heurige Firmung vorbereitet. In einem vielfältigen Programm, geleitet von Doris Stadlmair und Josef Feichtlbauer, haben sie sich mit dem heiligen Sakrament der Firmung befasst.
Am Samstag den 23 Mai feierten sie mit dem Linzer Dompfarrer Dr. Max Strasser die Firmung.
Gefirmt wurden Paul Unterholzer, Maximilian Feichtlbauer, Sebastian Kieslinger, Paul Schmid, Yannik Glaser, Viktor Gahbauer, Laura Karl und Fabienne Hager.
Wir wünschen euch, dass ihr einsichtig, dass ihr verständig und verständlich seid. Dass ihr euch auf eure Gefühle verlassen könnt und euch der Verstand vor unüberlegten Entscheidungen schützt.
Wir wünschen euch Menschen, die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und die euch begleiten.
Wir wünschen euch Stärke für die Aufgaben, die ihr in der Welt und in der Kirche übernehmen werdet. Klarheit in den Worten und Freude bei den Erfolgen.
Wir wünschen euch Neugierde und Freude beim Suchen von Antworten. Lernt zu lernen, was ihr begreifen könnt und lernt zu staunen, wo euch etwas verborgen bleibt.
Wir wünschen euch Vertrauen in Gott. Er liebt euch, wie kein Mensch euch lieben kann. Er richtet euch auf und stellt euch in den Mittelpunkt.
Wir wünschen euch ein ehrliches Gebet auf den Lippen. Ein echtes Gebet, das Gott nicht bestechen will. Dann habt ihr eine Beziehung zu Gott, die euch trägt, auch wenn andere Beziehungen zerbrechen.
Wir wünschen euch das richtige Wort zur richtigen Zeit am richtigen Ort und die Weisheit als Begleiter.