Das Team Schöpfungsverantwortung, gegründet von Menschen aus der katholischen und aus der evangelischen Pfarre, wird seit 2017 umsichtig geleitetvonElisabeth Höftberger. Iim Juni 2018 holte es mit dem Projekt „Raise aWAREness“ den Kirchlichen Umweltpreis in der Kategorie Beschaffung und Bewirtschaftung nach Bad Ischl. Engagierte Menschen bemühen sich gemeinsam, das Bewusstsein für ein nachhaltiges Leben aus dem christlichen Glauben heraus in Bad Ischl stetig zu vergrößern und sie setzen sich dafür ein, das Leben in der Pfarre klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten, zu schauen: Wo kann Energie gespart werden, wo können wir Gebrauchtes wiederverwerten, statt Neues zu kaufen, wo können wir regionale Produkte konsumieren, statt solche, die von weit her und CO2-intensiv transportiert werden, wo können wir andere informieren und anregen, den Lebensstil ein wenig zu ändern.
Im September 2020 gelang es nach einem Bewerbungsprozess, den Elisabeth Höftberger initiiert und, unterstützt vom Team, sorgfältig betrieben hat, die Pfarre Bad Ischl als Klimabündnis-Pfarre zertifizieren zu lassen.
Seither sind einige Jahre vergangen, die Bemühungen, den Richtlinien einer Klimabündnis-Pfarre zu entsprechen sind aufrecht geblieben. Aber Hoffnungen dahingehend, dass in der Region und in der Stadt Bad Ischl eine Reduktion von CO2-Emissionen zum Programm gemacht wird und somit eine Vorbildwirkung erzielt wird für andere Gemeinden, sind nicht erfüllt worden.
Der vierzig Jahre alte Apfelbaum im Garten meines Elternhauses trägt heuer wieder so viele Früchte, dass sich die Äste biegen, bis März konnte ich dieses Jahr noch Apfelkuchen damit backen, weil diese Sorte Äpfel auch bei der Lagerung über den Winter gut ihren Geschmack und ihre Konsistenz behält. Jahr für Jahr treibt der Baum Blüten, aus denen im Herbst die Früchte reifen – ohne menschliches Zutun.
Die Bedrohungen durch die Klimakrise machen Angst. Hitzeperioden und Umweltkatastrophen betreffen alle Menschen auf der ganzen Welt, das wird gerade in diesen Monaten auch für uns spürbar. Wie kann man diese Herausforderung gut bewältigen? Wie trotz aller Sorgen optimistisch bleiben und konstruktives Handeln zum Umweltschutz fördern? Die Initiative „Psychologists for Future“ hat Tipps zur sogenannten „Klima-Resilienz“ erarbeitet. Resilienz bedeutet die Fähigkeit, Krisen bewältigen zu können: hier konkret die Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit gegenüber den Herausforderungen der Klimakrise. Einige Tipps aus den „14 Strategien zur Klima-Resilienz“:
Gefühlsakzeptanz: Die eigenen Gefühle wahrnehmen, benennen und als Reaktion auf eine schwierige Situation akzeptieren.
Engagement: hilft gegen Hilflosigkeit, verbindet mit Gleichgesinnten und stiftet Sinn.
Dankbarkeit: Wofür kann ich konkret im Hier und Jetzt dankbar sein?
Selbstfürsorge: Wo kann ich abschalten,
entspannen, Stress abbauen?
Gesunde Bescheidenheit: Was kann ich
selbst positiv beeinflussen, was sind
meine Grenzen?
Heizen und Warmwassererzeugung verursachen in unseren Breitengraden
bis zu 70 % des Gesamtenergieverbrauchs eines Haushalts, was
sich in den Heizkosten und der CO2‐Bilanz niederschlägt. Hier einige
Tipps, die nichts kosten, sparen helfen und gut für die Umwelt sind:
1. Raumtemperatur ein Grad niedriger einstellen und dafür am Sofa
eine Decke nehmen oder einen dünnen Pullover anziehen Heizkosteneinsparung ca. 5% pro °C Temperaturabsenkung).
2. Wenig genutzte Räume nur im Bedarfsfall voll heizen.
3. Im Bad: in der Übergangszeit ev. morgens und abends einen
elektrischen Heizlüfter verwenden, damit noch nicht die gesamte
Heizung eingeschaltet werden muss (hohe Bereitschaftsverluste).
4. Stoßlüften: Fenster kurz ganz öffnen und dann wieder ganz schließen.
Ein gekipptes Fenster hat einen schlechten Luftaustausch, aber dafür kühlt der Raum stark aus.
5. Vor der Heizsaison: Zieht es kalt herein? (z. B. Fenster schließen nicht richtig,
Dunstabzugshaube am Herd, Lüfter im Bad, Steckdosen, Durchführungen von Rollos oder Jalousien, Unterkante der Fensterbänke, Dachbodentreppe).
6. Heizkörper entlüften.
7. Damit Heizkörper optimal arbeiten, dürfen sie nicht verstellt oder von
8. Wasser abdrehen beim Zähneputzen und beim Einseifen in der Dusche spart Energie und Wasser.
Wenn die Frühlingssonne ins Haus scheint, ist es Zeit für den Frühjahrsputz. Eine Gelegenheit, um Wasch- und Putzgewohnheiten zu überprüfen. Mit diesen Tipps freuen sich Umwelt und Geldbörserl:
Wasch- und Geschirrspülmittel richtig und sparsam dosieren
Häufig verwenden wir zu viel! Geschirrspülpulver hat gegenüber Tabs den Vorteil, dass man bei geringer Verschmutzung auch weniger verwenden kann. Viele Tabs enthalten bereits Salz und Klarspüler. Oft reicht ein halbes Tab.
Umweltfreundliche Produkte verwenden
Im Handel gibt es ein großes Angebot an umweltfreundlichen Reinigungs- und Waschmitteln. Tipp: Genau lesen, was hinter der Fassade steckt: nur Werbung oder wirklich umweltfreundlich? Auf der Homepage www.siegelklarheit.de werden verschiedene Gütesiegel vorgestellt, die eine Orientierung bieten.
Alternativen nutzen
Im Internet und in Büchern (z. B. zum Ausborgen in der Pfarrbibliothek) findet man viele Ideen für Alternativen z. B. Waschei statt Waschmittel, Zitronensäure und Essig zum Putzen, usw.
Viele Aktivitäten des Lebens verlagern sich in den digitalen Bereich. Computer-Server, die für Videoplattformen, soziale Netzwerke oder E‑Mails benötigt werden, müssen gekühlt werden, verbrauchen viel Energie und produzieren so Tonnen an CO². Der durchschnittliche tägliche E‑Mail-Verkehr eines Angestellten produziert z. B. etwa so viele Treibhausgase wie eine 11 km lange Autofahrt.
Was kann ich tun? Einige Beispiele:
Videos nicht immer in höchster Qualität (z. B. HD) anschauen.
E-Mails und Anhänge nur wenn nötig senden.
Nicht mehr benötigte E-Mails in Online-Postfächern löschen.
Jede Anfrage in einer Suchmaschine benötigt Strom. Deshalb nur das suchen, was wirklich wichtig ist.
Suchmaschine ECOSIA verwenden (Gewinn wird für Wiederaufforstungsprojekte und grüne Investitionen verwendet).
Geräte wie Handys, Tablets oder PCs so lange wie möglich nutzen, reparieren lassen oder gebraucht kaufen. Sowohl im lokalen Bereich als auch im Internet gibt es hier Unternehmen, die den gleichen Service wie bei Neugeräten anbieten (überarbeitetes Gerät, Garantie, ...).
Weniger Müll und gleichzeitig alte Stoffe neu verwenden?
Hier einige Ideen:
Stoffpads statt Wattepads: Aus alten Handtüchern oder Kleiderstoffen Kreise ausschneiden und die Ränder mit der Nähmaschine oder per Hand umnähen.
Das funktioniert natürlich auch für: Servietten, kleine Tücher (faltbar als Mund-Nasen-Schutz, Putztücher, als Wasch-lappen, statt Baby-Feuchttüchern, ...) z. B. mit alter Bett-wäsche, Tischtüchern, Geschirrtüchern, ...
Wiederverwendbarer Mund-Nasen-Schutz
Stoffsackerl und -netze für Brot, Obst und Gemüse
Das spart Müll, Verpackungsmaterial und Geld. Wiederverwendbare Produkte aus Stoff sind in bio- und
fair-trade-Qualität auch im Handel erhältlich, oft bei regionalen SchneiderInnen, Bio-Läden und nachhaltigen Online-Shops.
Aus hygienischen Gründen ist regelmäßiges Waschen mit einer Wäscheladung bei 60° wichtig. Heiß und mit Dampf bügeln desinfiziert zusätzlich.
Du hast Wachsreste zu Hause? Diese können wiederverwendet werden und müssen nicht im Restmüll landen.
Wachsreste spenden: Bei der Lebenshilfe Bad Ischl werden daraus neue Kerzen gegossen. Hier können die Wachsreste abgegeben werden:
Keramik-Café „s´Zentrum“, Kath. Pfarrheim Bad Ischl, Auböckplatz 6c, 4820 Bad Ischl (Tipp: gleich noch einen Kaffee genießen)
Lebenshilfe Werkstätte Pfandl, Wolfgangerstraße 6, 4820 Bad Ischl
Selbst kreativ werden: Kerzen gießen, Ostereier verzieren, ... Viele Tipps findet man im Internet und in Bastelbüchern.
Die Aluhüllen von Teelichtern nicht im Restmüll entsorgen, sondern in den Altmetallcontainern oder im Altstoffsammelzentrum. Es gibt auch nachhaltige Alternativen zum Wiederbefüllen.
In Tuben oder anderen (Plastik-)Verpackungen bleiben trotz Ausquetschen und Schütteln oft 10‑30 % des Inhalts in der Verpackung. Damit Zahnpasta, Duschgel, Cremes, Ketchup & Co nicht im Mist landen,
hier ein paar Tipps:
Flaschen auf den Kopf stellen.
Bei Seifen und Duschgels Reste mit Wasser verdünnen und weiter benutzen.
Nachfüllpackungen in gut entleerbaren Beuteln für Seifenspender und -flaschen kaufen.
Produkte ohne Verpackung verwenden (z. B. Stückseife).
Tuben und Flaschen aufschneiden und Reste bald verbrauchen (damit sie nicht austrocknen).
Weniger Müll, weniger Verschwendung, weniger Kosten