Heimweh-Lebkuchen

Meine Tochter Franziska war schon während der Mittelschulzeit ein Irland-Fan. Die Musik, die Landschaft und die Geschichten haben sie fasziniert. So entschloss sie sich, nach der Matura als Au-pair-Mädchen nach Irland zu gehen. Sie fand eine Familie mit drei Kindern in der Nähe von Dublin. Sie freute sich auf ihre neue Aufgabe, der Abschied von uns und dem neuen Freund war aber doch tränenreich.
Irland im Herbst war dann nicht ganz so wie in den Reiseprospekten: Viel Regen, dunkle Wolken am Himmel und ein vom Wind aufgepeitschtes Meer ... Auch der Umgang mit den ihr anvertrauten Kindern und die Hausarbeit waren nicht immer einfach. So kam auch das Heimweh.
Mittlerweile ging es Richtung Dezember. Ich knetete einen Lebkuchenteig, verpackte ihn und schickte ihn nach Dublin. Nach der langen Reise wurde der Teig von Franziska und den Kindern verarbeitet, verziert und gebacken. Da der Lebkuchen sofort weich ist, konnte er gleich verspeist werden und ein bisschen heimatliche Adventstimmung verbreiten.

