Wednesday 21. April 2021

"Privat bin ich lustiger"

Armin Wolf war auf Einladung der Kath. Hochschulgemeinde und des K.a.V. Austro-Danubia am 21. März zum „Wissenschaftlichen Talk“ im Hörsaal 1 der JKU Linz zu Gast. Gleich zu Beginn stellte er seine journalistische Neutralität unter Beweis und erklärte, dass er da sei, obwohl er weder katholisch sei, noch die Praktik des CVs gutheiße im Jahr 2019 keine Frauen aufzunehmen. Er wolle mit Studierenden diskutieren und deshalb habe er die Einladung angenommen.

Die Arbeit bei der ZIB2

Von Dr.in Christine Haiden hervorragend moderiert, gab Armin Wolf dann Einblicke in seine Arbeit als ZIB2 Moderator. 15 Uhr Teamsitzung mit der Entscheidung für ein Thema, danach werden mögliche Gäste angefragt bis dann spätestens um 17 Uhr feststeht, wer in die Sendung kommt. Und dann beginnt die Arbeit für den immer akribisch genau vorbereiteten Armin Wolf. In fünf Stunden recherchiert er und liest möglichst viel über das Thema und was der Gast zu dem Thema gesagt hat. Bei besonders kontroversen Aussagen, muss Armin Wolf nun auch immer Beweismaterial mithaben, falls Gäste bestreiten so etwas je gesagt zu haben. So kann es schon passieren, dass alte Zeitungen oder Filmausschnitte gesucht werden müssen.

 

Gäste und Motivation

Aber auch die PolitikerInnen kommen gut vorbereitet in die ZIB und man muss sich im Klaren darüber sein, dass sie nicht in der Sendung sind, um von Armin Wolf befragt zu werden, sondern um sich und das eigene Programm einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Da stört ein Moderator eher. Doch Armin Wolf will als Vertreter der ZuseherInnen Fragen stellen und seine Gäste mit Gegenargumenten und Widersprüchen konfrontieren, so dass sie sich und ihr Programm für alle verständlich erklären müssen. Das nennt Armin Wolf auch als seine Motivation. Er will eine breite Masse an Menschen erreichen, ihnen Informationen zur Verfügung stellen, so dass sie sich eine Meinung bilden und sich politisch engagieren können. Denn Engagement ist wichtig für eine funktionierende Demokratie, auch schon in der einfachsten Form, wie wählen gehen. Daher rief Armin Wolf die zuhörenden Studierenden auch gleich auf wählen zu gehen, z.b. bei der AK oder der ÖH-Wahl.

 

Unabhängiger ORF?

Auch die aktuelle Debatte um die Abschaffung der Rundfunkgebühren fand Eingang in die Diskussion und Armin Wolf sprach sich klar für den Erhalt aus, denn jetzt sei der ORF als Stiftung öffentlichen Rechts ohne Eigentümer organisiert und müsse so nicht Wünschen von Geldgebern entsprechen. Armin Wolf selbst wäre nicht mehr beim ORF, wenn ihm jemand sagen würde, was er fragen darf und was nicht und wer eingeladen werden muss. 

 

Der Mensch Armin Wolf

Und was haben wir sonst noch über den Mensch Armin Wolf gelernt? Er ist höchst professionell, bescheiden, unterhaltsam, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, trägt privat selten Krawatten und ist viel lustiger als im Fernsehen. Und sein Ziel ist es politischen Journalismus zu machen, der klüger macht. Bei dem Medium, wo er ein großes und diverses Publikum erreicht, damit Menschen gut überlegte und vernünftige politische Entscheidungen treffen!

 

 

Christine Haiden interviewt Armin Wolf
Joachim Jakob begrüßt Armin Wolf
Jochen Jakob begrüßt und stellt die KHG vor
es gab einiges zu lachen beim Gespräch mit Armin Wolf
Der Hörsaal 1 war voll
Mario Derntl bedankt sich im Namen des K.a.V. Austro Danubia bei Armin Wolf
Joachim Jakob (Kath. Hochschulgemeinde), Armin Wolf, Christine Haiden (Moderation), Mario Derntl (K.a.V. Austro-Danubia)

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