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Pfarrgemeinde Urfahr-St. Leopold
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Unser neuer Junia-Stab

Erläuterungen zum Stab und zur Hl. Junia

"Neben dem Pilgerhut und der Pilgertasche (und der Pilgermuschel der Jakobspilger) gilt der Stab als äußerlich sichtbares Zeichen der Pilgerschaft. Er wurde dem Pilger im Mittelalter während des Pilgersegens überreicht[3]. Im Pilgerführer des Jakobsbuchs aus dem 12. Jahrhundert wird er als „dritter Fuß“ des Pilgers bezeichnet, der die Dreifaltigkeit symbolisieren und dem Wallfahrer (auch spirituellen) Halt geben soll.[4] Auch von der Verwendung des Stabes als Waffe etwa gegen Straßenräuber und Hunde wird berichtet." aus Wikipädia, Art. "Pilgerstab"

 

Die Pfarre Urfahr St. Junia ist eine Neugründung bzw. Zusammenlegung aller früheren Pfarren in Urfahr + Lichtenberg, jetzt acht Pfarrgemeinden, die eine Pfarre bilden. In einer Befragung und Abstimmung wurde als gemeinsame Pfarrpatronin die Hl. Junia gewählt. Eine ganz junge und gleichzeitig ganz alte Heilige: Jung, weil sie erst im letzten halben Jahrhundert wieder von der Bibelwissenschaft als Frau, als Apostelin identifiziert wurde, nachdem sie mindestens über ein Jahrtausend meist mit Junius übersetzt worden ist. Alt, weil sie im Römerbrief des Apostels Paulus vorkommt, jenes Autors, der unter den Bibelautoren die größte historische Greifbarkeit besitzt und zumindest auch historischer Zeitgenosse Jesu war.

 

Da Junia ähnlich dem Heiligen Paulus wohl viele Kilometer wandernd zu Fuß verbracht hat, hat sich die Pfarre Urfahr auf der Suche nach einem verbindenden Kunstwerk für einen Pilgerstab entschieden. Die Ausschreibung hat die Künstlerin Iris Andraschek gewonnen und für uns 8 Pilgerstäbe mit Sockeln entworfen. Auf dem Sockel befindet sich ein Bild der Hl. Junia, welches aus einem Fotoshooting von fast 100 Frauen aus St. Junia am Computer zusammengeschmolzen wurde; ein Hinweis auf unser aller Berufung, das Werk Christi und das Werk der Heiligen fortzusetzen in gleicher Würde und Berufung unabhängig von Geschlecht und Hautfarbe etc. 

 

„Grüßt Andronikus und Junia, die zu meinem Volk gehören und mit mir zusammen im Gefängnis waren. Sie ragen heraus unter den Aposteln und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt.“ (Röm 16,7)

 

Nachdem der Hl. Paulus sein Bekehrungserlebnis nach heutiger Forschung schon wenige Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung hatte, die Apostelin Junia aber schon vor ihm zum Glauben kam, ist sie wohl noch mindestens Zeitgenossin Jesu gewesen.

 

Der Junia-Stab ist ein Pilgerstab, der sich aus sechs verschiedenen Hölzern zusammensetzt, die aus Gegenden kommen, in denen Junia vermutlich gewesen ist (das siebte Stück Holz stammt aus dem Kirchendachboden von St. Leopold):

KILIKIEN (heutige Türkei, südöstliches Kleinasien) – Wacholder und Maulbeere

               man vermutet, dass Junia aus dieser Gegend stammte

ISRAEL – JERUSALEM: Olivenbaum (vermutlich hat Junia dort den Glauben an

              Christus kennengelernt

ROM: Mimose, Lorbeer und Granatapfel 

          (in der Gemeinde von Rom grüßt Paulus Junia zusammen mit - wohl ihren Ehegatten Andronikus - Junia)

Erkärung der Hölzer

 

Beim großen Junia-Gottesdienst unter der Neuen Eisenbahnbrück wurden am 14. Juni 2026 anlässlich der Bischofsvisitation die gerade fertig gewordenen acht Juniastäbe präsentiert und von Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer gesegnet.

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