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Pfarrkirche Gosau im Winter
Pfarre Gosau
Kirchenstraße 37
4824 Gosau
Telefon: 06135/8243 (Pfarrbüro Bad Goisern)
Mobil: 0676/8776-5036
pfarre.gosau@dioezese-linz.at
www.dioezese-linz.at/gosau
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Löckermoos in Gosau
Sa. 30.5.26
"Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun?"
Tages­evangelium
Mk 11, 27-33
Sa. 30.05.26
Tages­evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit

27 kamen Jesus und seine Jünger wieder nach Jerusalem. Als er im Tempel umherging, kamen die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm

28 und fragten ihn: Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun?

29 Jesus sagte zu ihnen: Zuerst will ich euch eine Frage vorlegen. Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich das tue.

30 Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir!

31 Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?

32 Sollen wir also antworten: Von den Menschen? Sie fürchteten sich aber vor den Leuten; denn alle glaubten, dass Johannes wirklich ein Prophet war.

33 Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Jesus erwiderte: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue.

Mk 11, 27-33
1. Lesung
Jud 17.20b-25

Lesung aus dem Judasbrief

17Liebe Brüder, denkt an die Worte, die von den Aposteln Jesu Christi, unseres Herrn, im Voraus verkündet worden sind,

20bgründet euch auf euren hochheiligen Glauben, und baut darauf weiter, betet in der Kraft des Heiligen Geistes,

21haltet fest an der Liebe Gottes, und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres Herrn, der euch das ewige Leben schenkt.

22Erbarmt euch derer, die zweifeln;

23rettet sie, entreißt sie dem Feuer! Der anderen aber erbarmt euch voll Furcht; verabscheut sogar das Gewand eines Menschen, der der Sünde verfallen ist.

24Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren und euch untadelig und voll Freude vor seine Herrlichkeit treten zu lassen,

25ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen.

Antwortpsalm: Ps 19 (18B), 8.9.10


Weiterführende Links:
  • Schott-Messbuch
  • Evangelium Tag für Tag
Namenstage:
  • Hl. Ferdinand III.
  • Hl. Johanna von Orléans
  • Sel. Otto Neururer
  • Hl. Zdislawa
  • Hl. Hubertus von Lüttich
  • Hll. Basilius der Ältere und Emmelia
Sa. 30.05.26
Namenstage
Hl. Ferdinand III.
* 1201, Spanien
† 1252, Spanien
König von Léon und Kastilien
Ferdinand III. war der Sohn von König Alfons IX. von Léon und der Königin von Kastilien. Mit siebzehn Jahren bestieg er den Thron und vereinigte zunächst die beiden Landesteile. Dann kämpfte er gegen die Mauren und eroberte Südspanien mit den Königreichen von Córdoba, Murcia, Jaén und Sevilla zurück. Mit Beatrix, der Tochter Philipps von Schwaben, hatte er sieben Söhne und drei Töchter. Er unterstützte die Verbreitung der Dominikaner und Franziskaner in seinem Reich, förderte den Kirchenbau, z. B. die Kathedrale von Burgos, und gründet die Universität von Salamanca, die eine der größten und berühmtesten des Mittelalters wurde.
Ferdinands Sinn für Gerechtigkeit wurde selbst von seinen Gegnern anerkannt; er versuchte, auch als König als Christ zu leben. So habe er die "Virgin de los Roses", eine Marienfigur, die Ferdinand der Überlieferung nach von seinem Vetter Ludwig IX. von Frankreich erhalten hatte, bei kriegerischen Auseinandersetzungen immer mit sich geführt; die Figur steht heute in der Kathedrale von Sevilla als Schutzpatronin der Stadt.
Ferdinand starb nach seiner Lebensbeichte und wurde im Gewand der Franziskaner-Tertiare, denen er angehörte, in der Kathedrale von Sevilla bestattet.

Hl. Johanna von Orléans
* 6. Jänner 1412, Domrémy, dem heutigen Domrémy-la-Pucelle in Lothringen, Frankreich
† 30. Mai 1431, Frankreich
Retterin Frankreichs, Märtyrerin
Jeanne, Tochter des Bauern und Bürgermeisters Jacques Tarc, hatte mit 13 Jahren im Garten ihres Elternhauses mehrere Erscheinungen des Erzengels Michael, der Katharina und der Margareta, die sie beauftragten, ein gutes Leben zu führen, dann ins benachbarte Frankreich zu gehen und das Land vor den Engländern zu retten. Im hundertjährigen Krieg versuchte England, die Oberherrschaft über Frankreich zu erringen. König Karl VI., der weithin als "schwachsinnig" galt, hatte seinen Sohn Karl VII., den "Dauphin", enterbt und den Thron den Engländern zugesagt. Englischen Truppen hatten schon weite Landesteile besetzt, Orléans war eingekesselt, da folgte Jeanne im Februar 1429 den "innere Stimmen". Sie erbat sich von einem Ritter Beaudricourt eine kleine Begleitmannschaft, mit der sie in Männerkleidung mitten durch Feindesland ritt, den Dauphin in der Stadt Chinon erreichte und ihm - im Namen des Himmels - die Rettung Frankreichs und seine Krönung in Reims zusagte. Drei Wochen lang ließ der ihre Glaubwürdigkeit prüfte und und gab ihr schließlich, mehr aus Verzweiflung und Alternativlosigkeit denn aus Überzeugung, eine kleine militärische Einheit und den Auftrag, einen Proviantzug nach Orléans durchzubringen.
Dies gelang; die Eingeschlossenen wurden von dem Erfolg motiviert, wagten den Ausfall und konnten den Belagerungsring sprengen. Dies war die Wende im Krieg; Jeanne säuberte die demoralisierte Truppe, die Franzosen konnten die Engländer zurücktreiben. Am 14. Juli 1429 konnte der Dauphin wie verheißen in der Kathedrale von Reims als Karl VII. gekrönt werden; Jeanne nahm, mit der Siegesfahne neben dem Altar stehend, an der Feier teil.
Der neue König distanzierte sich alsbald von Jeanne, er wollte Frieden schließen, entließ Teile der Armee und versagte ihr die Unterstützung in ihrem Bemühen, die Engländer restlos vom Festland zu vertreiben; die von Jeanne dennoch betriebene Befreiung von Paris misslang, sie selbst wurde verwundet. Die mit Karl VII. verbündeten Burgunder nahmen Jeanne bei Compiègne gefangen und verkauften sie an die Engländer, die sie als Hure, Hexe und Zauberin anklagten und der Inquisition übergaben. Drei Monate dauerte der Prozess, den Jeanne ohne Beistand führen musste; sie wurde tatsächlich zu einem Bekenntnis ihrer Schuld gebracht - nicht zuletzt wohl auch aus Enttäuschung, dass die von "ihren Stimmen" versprochene Rettung nicht erfolgt war -, doch hielt sie ihren Widerruf nicht aufrecht und wurde als "notorisch rückfällige Ketzerin" auf dem Marktplatz von Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Eine Überprüfung des Urteils führte dazu, dass Papst Callistus III. es im Juli 1456 aufhob. Ab dem 19. Jahrhundert verbreitete sich Jeannes Ruf und die Verehrung in ganz Frankreich, Jeanne wurde zum Stoff von Romanen, Theaterstücken und Gesängen, die teilweise in die Weltliteratur eingingen. Jeanne nannte sich selbst "la Pucelle", "die Jungfrau", ihr Heimatort nennt sich heute danach Domrémy-la-Pucelle.

Sel. Otto Neururer
* 25. März 1882, Piller bei Landeck, Österreich
† 30. Mai 1940
Priester, Märtyrer
Otto Neururer wurde als zwölftes Kind einer Bauernfamilie geboren und verspürte schon früh den Wunsch, Priester zu werden. Er war ein etwas schüchterner, aber intelligenter Junge. Nach der Ausbildung in Brixen und der 1907 erfolgten Priesterweihe wirkte er als Religionslehrer in Innsbruck und schloss sich der Christlich-Sozialen Bewegung an, was Konflikte mit seinen Vorgesetzten zur Folge hatte. 1932 wurde er Pfarrer in Götzens in Tirol.
Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland verklagte ein SA-Mann und Freund des nationalsozialistischen Gauleiters Pfarrer Neururer bei der Gestapo mit dem Argument, Neururer habe eine deutsche Ehe verhindert, weil er einer jungen Frau erfolgreich von der Eheschließung mit diesem aus der Kirche ausgetretenen und geschiedenen Mann abriet. Neururer wurde festgenommen, war zunächst im Gefängnis in Innsbruck, dann im Konzentrationslager Dachau, schließlich im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar. Dort kam ein Mitgefangener mit der Bitte, ihn zu taufen; Neururer witterte eine Falle, entzog sich aber dennoch nicht dieser Aufgabe. Tatsächlich wurde er dann zwei Tage später zur verschärften Haft in den Bunker verbracht und mit dem Kopf nach unten aufgehängt. Er starb daran nach einem 34 Stunden währenden, schmerzhaften Todeskampf als erster Priester, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

Hl. Zdislawa
* 1215, Mähren, Tschechien
† 1252, Tschechien
Terziarin, Wohltäterin
Zdislawa wurde Dominikaner-Terzarin, mit 17 Jahren schloss sie die Ehe mit Gallus. Als Ehefrau und Mutter half sie Armen, Legenden erzählen von Heilungen und Totenauferweckungen. Sie gilt als Gründerin des Dominikanerinnenklosters in Deutsch-Gabel.

Hl. Hubertus von Lüttich
* 655, Toulouse, Frankreich
† 30. Mai 727, Belgien
Glaubensbote in den Ardennen, Bischof von Maastricht und Lüttich
Hubertus war nach der Überlieferung Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse, wohl auch verwandt mit Plektrudis, der Frau des ostfränkischen Hausmeiers Pippin dem Mittleren. Er lebte als Pfalzgraf am Hof von Theoderich III. in Paris, musste aber aus dieser Position fliehen und ging nach Metz zu Pippin. Er heiratete die Prinzessin von Löwen und bekam den Sohn Floribert, der später sein als Nachfolger als Bischof von Lüttich (Liège) wurde. Nach dem Tod seiner Gattin bei der Geburt dieses ersten Sohnes zog er sich von allen Ämtern zurück, lebte sieben Jahre als Einsiedler in den Ardennen und ernährte sich durch die Jagd.
In dieser Zeit festigte sich sein Glaube, er ließ sich zum Priester weihen, wirkte als Glaubensbote in Brabant und den Ardennen und gilt deshalb als der Apostel der Ardennen. Um 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht, er galt als umsichtig und milde. Bei einer Hungersnot rettete er Tausende Menschen vor dem Tod. Am 24. Dezember 717 (oder 718?) ließ er die Gebeine von Lambert nach Lüttich (Liège) übertragen, im Anschluss verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich und erbaute die Kathedrale an der Stelle, an der sein Lehrer Lambert ermordet worden war.
Seit dem 15. Jahrhundert wird die Legende vom Jäger Hubertus erzählt, dem - an einem Karfreitag - ein mächtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschien, was ihn bekehrte; dieses Motiv stammt aus der Eustachius / Placidus-Legende. Die Grundlage für die Zuschreibung dieses Motivs an Hubertus war seine Zeit als Einsiedler, ihr Motiv, dem damals oft unmäßigen Jagdgebärden Einhalt zu gebieten.
Hubertus' Gebeine wurden am 3. November 743 erhoben, aus diesem Anlass entstand die erste schriftliche Lebensgeschichte, die aber trotz der persönlichen Beziehungen des Verfassers zu Hubertus mehrfach durch Ungenauigkeit und Anleihe bei den Traditionen anderer Heiliger in ihrer Glaubwürdigkeit geschmälert ist. 825 kamen die Reliquien ins Kloster in Andagium - dem heutigen Saint-Hubert - in den Ardennen, seit der französischen Revolution sind sie verschwunden.
Die Verehrung vin Hubertus erfuhr seit dem 10. Jahrhundert starke Verbreitung, er zählt in Belgien und den angrenzenden Gebieten noch heute zu den populärsten Heiligen. Saint-Hubert war im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort. Im 15. Jahrhundert wurde ein Ritterorden nach Hubertus benannt. Am Hubertus-Tag wird Brot, Salz und Wasser geweiht, der Verzehr soll vor Tollwut, Hunde- und Schlagenbiss schützen. Hubertus-Brot schützt Haustiere, umgekehrt heißt die Tollwut in der französischen Sprache Hubertus-Krankheit. Zu einem beliebten christlichen Brauch sind vielerorts die Hubertusmessen geworden, bei denen Jäger mit Blasinstrumenten den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestalten. In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell auch die nach Hubertus benannten Jagden statt. Er gehört zu den vier heiligen Marschällen, in manchen Gegenden wird er auch zu den 14 Nothelfern gezählt.

Hll. Basilius der Ältere und Emmelia
* 270, Kappadokien, Türkei
† 330
Ehepaar
Basilius, verheiratet mit Emmelia, war der Vater von Basilius dem Großen, Gregor von Nyssa, Petrus von Sebaste und Makrina.
Nach dem Tod ihres Mannes lebte Emmelia über 40 Jahre lang im Kloster.




Weiterführende Links:
  • Heiligenlexikon
  • Schott-Messbuch
  • Evangelium Tag für Tag
Gottesdienste demnächst
So.
31.05.
08:30 Uhr | Pfarrkirche Gosau, Gosau
Gottesdienst
(Gottesdienst)
Inhalt:
Pfarr team
Birgit Thumfart
Birgit Thumfart
Pastoralassistentin
M.: 0676/87766036
E.: birgit.thumfart@dioezese-linz.at
Dora Schmaranzer
Dora Schmaranzer
1. Pfarrgemeinderatsobfrau
KonsR Mag. Johann Hammerl
KonsR Mag. Johann Hammerl
Pfarrprovisor
T.: 06135/ 8243
M.: 0676 /87765036
E.: johann.hammerl@dioezese-linz.at
Kirchenzeitung online

 

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aus der Pfarre Gosau

Lesepredigt Christi Himmelfahrt

Liebe Leserin, lieber Leser,

          heute feiern wir Christi Himmelfahrt. In einer Zeit, wo alles möglichst gewinnbringend und effizient sein muss, könnten wir uns fragen: Ist dieser christliche Feiertag noch wichtig -oder kann der weg?! Aber wenn wir uns auch nur ein wenig auf die Thematik des Festes einlassen, dann erkennen wir: die Botschaft ist wichtig und aktuell…

Heute geht es um die Allmacht und Allgegenwart Gottes. Jesus, der Auferstandene, ist Herr, und herrscht über Himmel und Erde. Die Macht wurde ihm von Gott Vater höchst persönlich übertragen.

ABER: Nur weil Jesus jetzt alle Macht hat und über Himmel und Erde herrscht, hat er uns nicht vergessen – es ist gerade umgekehrt, Jesus hat das alles ja durch gemacht damit er auf Augenhöhe bei uns sein kann….

Und so lautet der Bibelspruch um heutigen Tag: Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh. 12, 32)

Wir sind eingeladen all dem nun gemeinsam nachzuspüren. Wir feiern ökumenisch, die Gedanken zum Bibeltext aus dem Neuen Testament stammen von Wortgottesdienstleiterin Bernadette Plank.

Bleib behütet, Pfarrerin Esther Eder

Text I: Apostelgeschichte 1,1-11 (EÜ)

Im ersten Buch, lieber Theóphilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden

durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.

Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.

Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit

das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samárien und bis an die Grenzen der Erde.

Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

Predigtgedanke von Wortgottesdienstleiterin Bernadette Plank

„Zwischen Himmel und Erde“

Liebe Gemeinde, wir sind heute hier an einem besonderen Ort. Ein Ort auf der Höhe. Ein Ort, der uns den Himmel ein Stück näher erscheinen lässt.

Und zugleich ein Ort, der uns an das Kreuz erinnert – an das, was Menschen einander antun können, und an das, was Gott daraus macht. Unser Kalvarienberg.

Ein Ort zwischen Himmel und Erde. Und genau darum geht es heute. Die Jünger stehen da und schauen nach oben. So haben wir es eben in der Apostelgeschichte gehört. Jesus wird vor ihren Augen emporgehoben. Er verschwindet. Eine Wolke nimmt ihn auf. Und was machen die Jünger? Sie schauen in den Himmel.

Ich finde das sehr menschlich. Wenn etwas zu Ende geht, wenn etwas Unbegreifliches passiert, dann schauen wir oft nach oben. Als könnten wir dort Antworten finden. Als wäre dort der Ort, an dem sich alles klärt.

Aber dann kommen diese zwei Gestalten – und sie sagen: „Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“ Mit anderen Worten: Bleibt nicht stehen. Bleibt nicht hängen im Moment des Abschieds. Schaut nicht nur nach oben.

Denn die eigentliche Frage ist nicht: Wo ist Jesus jetzt? Sondern: Wo seid ihr? Und was werdet ihr tun?!

Christi Himmelfahrt ist kein Abschied im eigentlichen Sinn. Es ist kein „Jetzt ist er weg“. Es ist vielmehr eine Veränderung. Eine neue Weise der Nähe. Ja, Jesus entzieht sich dem direkten Zugriff. Man kann ihn nicht mehr festhalten, nicht mehr berühren, nicht mehr sehen wie vorher. Aber gerade dadurch wird etwas Neues möglich: Er ist nicht mehr an einen Ort gebunden. Nicht mehr nur hier – oder dort. Sondern überall. Auch hier. Auch jetzt.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft von Himmelfahrt: Dass Gott größer ist als unsere Vorstellungen. Dass Christus sich nicht festhalten lässt – aber gerade deshalb mitten unter uns ist. Zwischen Himmel und Erde. Und das bedeutet auch: Der Blick nach oben allein genügt nicht. Der Himmel ist kein Ort, an den wir fliehen sollen. Sondern eine Wirklichkeit, die in unser Leben hineinwirkt. Die Jünger bekommen einen Auftrag: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Das heißt: Geht zurück in euren Alltag. Geht zurück zu den Menschen. Dorthin, wo das Leben spielt – mit all seinen Höhen und Tiefen.

Vielleicht passt kaum ein Ort besser dazu als dieser hier. Der Kalvarienberg erinnert uns: Zum Glauben gehört beides. Der Blick nach oben – und der Weg nach unten. Die Hoffnung – und die Wirklichkeit. Der Himmel – und die Erde.

Und wir stehen genau dazwischen. Wir leben zwischen Himmel und Erde. Wir tragen Fragen in uns. Sorgen. Hoffnungen. Jeder von uns trägt seine Bitten meistens still in sich. Dinge, die wir nur Gott anvertrauen.

Auch das ist Himmelfahrt: Dass wir loslassen dürfen. Nicht, weil es egal ist.

Sondern weil wir vertrauen, dass Gott unsere Welt in seinen Händen hält.

Und vielleicht ist das die größte Einladung dieses Tages: Nicht nur nach oben zu schauen. Sondern den Himmel in unserem Leben zu entdecken.

Dort, wo Menschen einander beistehen. Dort, wo Versöhnung möglich wird.

Dort, wo Hoffnung wächst – trotz allem, was in der Welt passiert.

Christi Himmelfahrt heißt: Der Himmel ist offen.

Und wir sind nicht allein auf unserem Weg. Christus ist da – nicht fern, sondern nahe. Vielleicht anders, als wir es erwarten. Aber wirklich.

Und so gehen wir von hier wieder hinunter, Schritt für Schritt, manche schneller, manche langsamer. Zurück in unseren Alltag. Zurück in unsere Welt. Aber wir gehen anders. Mit einem Blick, der weiter geworden ist. Mit einem Herzen, das vertraut. Mit einer Hoffnung, die trägt. Zwischen Himmel und Erde. Amen.

Text II: 1.Kön. 8, 22-24.26-28 (LUT)

Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach:

HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.

(…) Nun, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast.

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf dass du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir.

Predigtgedanke von Pfarrerin Esther Eder

Wo ist Gott?

Die Frage sprengt, wenn wir ehrlich sind, unsere Vorstellungskraft. Das können wir nicht denken. Und trotzdem würden wir nur zu gerne die Antwort darauf kennen….

Wo ist Gott? Und wieso ist er dort?

Mit den Gedanken zu Christi Himmelfahrt im Hinterkopf sollten wir vielleicht besser fragen: Wo ist Gott nicht?!

Also ist Gott jetzt überall -das ist irgendwie genauso wenig greifbar wie nirgends….

Ein Mann nach Gottes Herzen, David, hat sich Gottes Nähe herbeigesehnt. David, der den Psalm 23 geschrieben hat: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln… David sehnt sich nach Gemeinschaft mit seinem guten Hirten. Er will einen Ort der Begegnung schaffen, doch das geht nicht so einfach. Gott ist zu groß, zu herrlich, allumfassend. Ihm, seiner Herrlichkeit zu begegnen, das würde David, das würde kein Mensch überleben -es würde uns maßlos überfordern.

Ich denke an den Wunsch von Mose, aufgeschrieben im 2. Buch Mose Kapitel 32f: Mose will Gott sehen, Gott bietet an, an ihm vorüber zu gehen. Schützend hält er dabei seine Hand über den Menschen Mose, erst wenn es sicher ist, darf Mose ihm nachschauen.

Gottes Nähe trotz Allmacht und Herrlichkeit. Der Schöpfer aller Dinge, Menschenfreund? Gar Wegbegleiter?!

Das ist ganz großes Thema im ersten Teil unserer Bibel, ja bis heute im jüdischen Glauben.

Gott verspricht David schließlich, dass sein Sohn Salomo ihm ein irdisches Haus bauen darf…. Und dann ist es soweit: König Salomo -der prächtigste, weiseste, reichste, größte König, in Israels Geschichte weiht den Tempel ein -er betet.

(vgl. Text 1.Kön. 8) Salomo betet für alle hörbar:

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun….

Der große König Salomo kann es nicht fassen. Lässt Gott sich wirklich verorten?!

Jahrhunderte und einen Tempel später, kündigt Gott dem Hohepriester Zacharias im Allerheiligsten die Schwangerschaft und Geburt eines Sohnes an. Johannes. Er soll Jesus ankündigen. Den Weg zur Gegenwart und Nähe Gottes.

Denn schlussendlich ist es so: Nicht zuerst der Mensch sehnt sich nach Gottes Nähe, sondern Gott sehnt sich nach uns Menschen. Gott will begegnen. Und zwar uns, dir und mir. Gott will Beziehung und zwar mit uns, dir und mir.

Das übersteigt unsere Vorstellungskraft.

Gott wird Mensch.

Der Masterplan: In Jesus Christus überwindet er alle Grenzen zwischen uns und Ihm. Nichts ist mehr zu klein, zu simpel, zu gewöhnlich, zu abartig -ab jetzt ist alles auf Augenhöhe möglich.

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann….

Mit Jesus Christus und seinem Weg hier auf unserer Welt: Weihnachten – Karfreitag – Ostern -Himmelfahrt, wird Gottes unmittelbare Gegenwart möglich.

Jetzt kann der gute Hirte wirklich in jedes finstere Tal hinein und wieder hinaus führen. Ab jetzt gilt: Nirgends wo wir Menschen sind ist Gott nicht. Gott ist da -für uns, dich und mich. Jederzeit und überall.

Darum sind Jesu letzte Worte bevor er seinen irdischen Weg vollendet und den Himmelsthron besteigt das Versprechen: Siehe ich bin bei euch, alle Tage bi an der Welt Ende.

Das muss erst einmal sickern. Auch bei den Jüngern. Die kommen gar nicht so richtig hinterher….und das dauert irgendwie auch bis heute an -darum Christi Himmelfahrt. Damit wir uns dieser Spannung, dieser Wahrheit, Gottes Gegenwart auseinandersetzen.

Das ist es auch, was die 2 Engel den staunenden Freunden von Jesus mitgeben. Schaut nicht hinauf oder hinunter oder nach links oder nach rechts Gott ist nicht irgendwo dort, Gott ist da. Bei dir, bei mir. Nur ein Gebet entfernt.

Das übersteigt unsere Vorstellungskraft. Und auch das ist gut so. Denn nur so können wir Gott auch nicht (nur) für uns festnageln und einkasteln. Nur so ist er absolut da und gleichzeitig überall sonst auch.

Gott sei Dank, Lob, Preis und Ehre dafür. Amen.

14.05.

Erntedank 2025

Am Sonntag, 5. Oktober 2025 feierten wir das Erntedankfest in Gosau mit einem Festgottesdienst. Am Vortag haben viele freiwillige HelferInnen und SpenderInnen für einen reichlichen Gabensegen gesorgt. Die Erntekrone, diesmal von Rosi Rohringer geschmückt, stand als Höhepunkt inmitten der gespendeten Lebensmittel. Ein Leiterwagerl mit Heu und Gartenfrüchten, sowie ein echter Gosinger Bucklkorb, ebenfalls voll mit Heu von der Schattseite rundeten das Ensemble sehr gut ab. Am Beginn der Messe zogen Pf. Hans Hammerl und die Ministranten Andreas, Florian, Paul, Julia und Kerstin ein. Ein sehr berührender Augenblick für die ca. 60 Gläubigen. Der Männergesangsverein Gosau gestaltete die musikalische Umrahmung in der gewohnten feierlichen Weise. Als Abschluss gab es eine Agape bei unterhaltsamen Gesprächen und Dankbekundungen für die geleistete Arbeit für dieses Erntedankfest! Vielen Dank an ALLE!

05.10.

Grüß Gott!

Das Magazin jetzt online lesen!

03.05.

Am Weg zum Licht

 

Text und Musik am 3. Adventsonntag

11. Dezember um 14:00 Uhr

Kalvarienbergkirche Gosau

 

An der neuen Orgel: Mag. Johann Permanschlager 

                                     spielt Musik aus seinem reichen "Orgelschatz"

 

Mundarttexte von Hans Dieter Maringer: liest Pfarrer Hans Hammerl

 

Eintritt: frei

Dauer; ca. 1/2 Stunde

08.12.

Pfarrgemeinderat 2022

Wir heißen Sie in unserer Pfarre Gosau am Dachstein "Herzlich willkommen!"

  • Dora Schmaranzer - Pfarrgemeinderatsobfrau
  • Steffen Ossig
  • Sr. Maria Ancilla
  • Sr. Edeltrud
  • Gerhard Renner
  • Marianne Gamsjäger
  • Franz Rohringer
  • Hans Rohringer
  • Uschi Stibl
  • Rudolf Bengesser
  • Mag. Birgit Thumfart - 'Pastoralassistentin
  • KonsR Mag. Johann Hammerl - Pfarrprovisor

 

 

24.11.

Orgelweihe in der Kalvarienbergkirche 2022

Nach der Renovierung der Kirche  wurde am Sonntag, 28. September die Wiedereröffnung gefeiert. Sogar eine Orgel, ein Geschenk der Marienschwestern aus Bad Mühllacken, konnte geweiht werden.

06.09.
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aus der Diözese Linz
Geistliche und weltliche Vokalmusik rund um den Marienmonat Mai und vorsommerliche Kl?nge. Musik zum Wohlf?hlen - interpretiert vom Linzer Vokalsextett Voices unter der Leitung von Josef Habringer.

Lange Nacht der Kirchen 2026: Spürbare Freude am MUTeinander

Eine Nacht, in der Freude, Hoffnung und Gemeinschaft erlebbar wurden: So präsentierte sich am 29. Mai 2026 die Lange Nacht der Kirchen in Oberösterreich. Ein buntes Veranstaltungsangebot lud bei herrlichem Sommerwetter zum Innehalten, Mitmachen und Genießen ein. 

29.05.
Glaube

Mystik & Geist: Glaube

In Folge #50 widmen wir uns gemeinsam mit Seelsorger Robert Janschek der Frage, was Glaube ist, und was er heute bedeuten kann – zwischen Vertrauen, Zweifel und persönlicher Sinnsuche. 

30.05.
Gottfried Bachl: Präsentation der Gesammelten Schriften an der KU Linz

Gottfried Bachl: Präsentation der Gesammelten Schriften an der KU Linz

Gottfried Bachl – ein Theologe, den es zu entdecken gilt: Unter diesem Motto stand am 27. Mai 2026 an der Katholischen Privat-Universität Linz die Präsentation der nun abgeschlossenen Ausgabe seiner Gesammelten Schriften.

28.05.
Terminkalender

Veranstaltungen im Juni und Juli 2026

Terminauswahl von Veranstaltungen und Ereignissen in der Katholischen Kirche in Oberösterreich.
 

28.05.
Das umfangreiche Programm der Langen Nacht der Kirchen stellt die Besucher:innen vor die Qual der Wahl.

Lange Nacht der Kirchen 2026: Wohin soll ich mich wenden?

Mehr als 250 Veranstaltungen in rund 80 Kirchen, Kapellen und kirchlichen Einrichtungen in ganz Oberösterreich: Diese Vielfalt der Langen Nacht der Kirchen stellt Besucher:innen vor die Qual der Wahl. Sicher ist: Ein Besuch lohnt sich!

28.05.
Mit großer Motivation werken die Jugendlichen am Gemeinschaftsacker.

Mit Schaufel, Samen und Teamgeist

Der neue Gemeinschaftsacker im Linzer Jugendzentrum STUWE zeigt, wie gemeinsames Garteln Jugendliche stärkt und wertvolle Gespräche ermöglicht.

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Jeden Sonntag um 08:30 Uhr Gottesdienst!

Wir freuen uns auf Dich/Euch!

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