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Pfarrkirche Gosau im Winter
Pfarre Gosau
Kirchenstraße 37
4824 Gosau
Telefon: 06135/8243 (Pfarrbüro Bad Goisern)
Mobil: 0676/8776-5036
pfarre.gosau@dioezese-linz.at
www.dioezese-linz.at/gosau
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Löckermoos in Gosau
Fr. 04.9.26
"Wenn ihnen der Bräutigam genommen sein wird, dann werden sie fasten"
Tages­evangelium
Lk 5, 33-39
Fr. 04.09.26
Tages­evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit

33 sagten die Pharisäer und Schriftgelehrten zu Jesus: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die Jünger der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken.

34 Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist?

35 Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; in jenen Tagen werden sie fasten.

36 Und er erzählte ihnen auch noch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid ab und setzt es auf ein altes Kleid; denn das neue Kleid wäre zerschnitten, und zu dem alten Kleid würde das Stück von dem neuen nicht passen.

37 Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Denn der neue Wein zerreißt die Schläuche; er läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar.

38 Neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen.

39 Und niemand, der alten Wein getrunken hat, will neuen; denn er sagt: Der alte Wein ist besser.

Lk 5, 33-39
1. Lesung
1 Kor 4, 1-5

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder!

1 Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes.

2 Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen.

3Mir macht es allerdings nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht mich zur Verantwortung zieht; ich urteile auch nicht über mich selbst.

4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen; der Herr ist es, der mich zur Rechenschaft zieht.

5 Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen aufdecken wird. Dann wird jeder sein Lob von Gott erhalten.

 

Antwortpsalm: Ps 37 (36), 3-4.18-19.27-28b.39-40b.39-40b (R: 39a)


Weiterführende Links:
  • Schott-Messbuch
  • Evangelium Tag für Tag
Namenstage:
  • Hl. Ida von Herzfeld
  • Hl. Irmgard von Süchteln
  • Hl. Johanna Antida Thouret
  • Mirjam
  • Mose
  • Hl. Remaclus
  • Hl. Rosalia
Fr. 04.09.26
Namenstage
Hl. Ida von Herzfeld
* Franken
† 825
Seherin, Wohltäterin
Ida stiftete nach einem Traum um 790 die Kirche von Herzfeld in Westfalen. In einer an die Kirche angebauten Klause lebte sie nach dem Tod ihres Mannes, des Sachsenherzogs Egbert, in großer Frömmigkeit mit Werken der Nächstenliebe bis zu ihrem Tod. Das Volk bezeichnete sie als "Mutter der Armen". Eine spätmittelalterliche Legende berichtet, wie ein von Jägern verfolgter Hirsch bei ihr Schutz suchte.
Ida war die erste Heilige in Westfalen. Bischof Dodo erhob ihre Gebeine 980, damals fand der erste Umzug mit ihren Reliquien statt; bis heute wird die "Identracht" alljährlich in der Woche ab dem 4. September begangen und dabei der "Ida-Segen" erteilt. Idas Grablege in der zur Kapelle umgewidmeten Klause wurde eine bedeutene Wallfahrtsstätte. Schwangeren hilft der geweihte "Ida-Gürtel".

Hl. Irmgard von Süchteln
* 1000, Nordrhein-Westfalen
† an einem 4. Septembe
Wohltäterin, Einsiedlerin (?)
Irmgardis war die Tochter des Grafen Godizo von Aspel. Nach dem Tod ihrer Eltern konnte sie über reichen Besitz verfügen und lebte in Köln als Wohltäterin der Abtei St. Pantaleon sowie der Armen der Stadt. Sie stiftete eine Kirche in Haldern, gründete das Kollegiat-Stift in Rees und dotierte es mit reichen Schenkungen. Auch die Gründung der Reeser Kirche, die um 1040 vom Kölner Erzbischof Dasselius eingeweiht wurde, soll auf Irmgard zurückgehen. Sie überschrieb die Burg und das Land Aspel sowie die Kirche in Rees dem Erzbistum Köln, was eine Urkunde aus dem Jahr 1142 belegt. Unsicher ist die Rückführung eines Hospitals am Domplatz in Köln auf Irmgardis.
Einige Jahre soll sie dann in Süchteln - heute Teilort von Viersen - als besitzlose Einsiedlerin gelebt haben und drei Pilgerreisen nach Rom unternommen haben. Über diese Fußmärsche zu den Gräbern der Aposteln gibt es bildstarke Erzählungen. Als Gegengabe für die Schenkung von Märtyrererde vom Grab der Ursula an Papst Silvester III. bei ihrer zweiten Romreise soll sie das Haupt von Papst Silvester I. erhalten haben. Die Silvesterreliquie hat aber tatsächlich Rom nie verlassen. Beim Transport der Erde der Ursula habe sich der Handschuh von Irmgardis rot gefärbt als, ob er vom Blut der Märtyrerin getränkt wurde.
Irmgardis wurde im Kölner Dom beigesetzt, 1319 wurden ihre Gebeine in die Agneskapelle im neuen Chor überführt. 1523 wurde eine deutschsprachige Legende der Heiligen in Köln gedruckt. In Süchteln erinnern ein reiches Brauchtum und eine Kapelle an Irmgardis.

Hl. Johanna Antida Thouret
* 27. November 1765, Sancey-le-Long, Frankreich
† 24. August 1826, Italien
Ordensgründerin
Johanna gründete 1799 in Besançon die Kongregation der "Töchter der Liebe von Besançon", die "Grauen Nonnen", zur Erziehung von Mädchen. Die Regeln wurden 1819 päpstlich anerkannt. Der Orden ist heute in Europa und Afrika tätig.

Mirjam
Mirjam, Schwester des Mose und des Aaron, Prophetin, aus dem Stamme Levi.  Sie sang nach dem Durchzug durch das Schilfmeer den israelitischen  Frauen ein Siegeslied vor (Exodus 15, 20). Sie starb in Kadesch ["Heilig"] und wurde dort begraben (Numeri 20,1).

Mose
Führer des Volkes Israel aus Ägypten, Gesetzgeber, Prophet
Mose ist die herausragende Gestalt des Alten Bundes, sein Repräsentant. Die ersten fünf Bücher des Alten Testaments, die sogenannten "Fünf Bücher Moses" (Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri, Deuteronomium) galten lange Zeit als von Mose selbst geschrieben. In ihnen ist die Geschichte des Volkes Israel, ja der Menschheit von den Anfängen (Genesis) und auch Moses Geschichte aufgezeichnet. Über ihn lesen wir vor allem im Buch Exodus, über seine Geburt und Adoption durch eine ägyptische Prinzessin (als israelitischer Knabe hätte er nicht überleben dürfen), seine Hinwendung zu seinem Volk als Erwachsener, seine Berufung zum Führer seines Volkes aus der ägyptischen Knechtschaft durch Gott, der sich im brennenden Dornbusch offenbart, den Auszug, nachdem der Pharao durch Eingreifen Gottes das Volk ziehen lässt ("Ägyptische Plagen), den Durchzug durchs Schilfmeer und verschiedene Ereignisse, bei denen Mose immer wieder für das murrende und störrische Volk bei Gott vermittelnd eintreten muss. Am wichtigsten sind aber der Bundesschluss Gottes mit dem Volk Israel und die Verkündung der Zehn Gebote, die Mose auf zwei steinernen Tafeln, nachdem er auf dem Sinai mit Gott gesprochen hat, dem Volk zusammen mit anderen Gesetzen und Rechtvorschriften überbringt.
Im Neuen Testament gibt es zahlreiche Stellen, in denen Mose und die ersten fünf Bücher des AT (oft zusammen mit den Büchern der Propheten) genannt werden, auch Jesus selbst bezieht sich immer wieder auf Mose. Er bestätigt ihn, indem er sich auf "Mose und die Propheten" beruft (z.B. Lk 16, 29 und 31; 24, 27), aber führt gleichzeitig über Mose hinaus, indem er, ohne Moses Autorität in Frage zu stellen, sich selbst als den Begründer des neuen Bundes offenbart; nicht mehr das Blut von Böcken, sondern Sein Blut ist das Blut des Bundes (Mt 26, 27-28; Mk 14, 24; Lk 22, 20). Mose hat mit Gott auf dem Sinai gesprochen, und als er herabkam, strahlte sein Gesicht (Ex 34, 30-31); Jesus wird auf dem Berg verklärt - wobei Mose mit Elija anwesend ist (Elija als Vertreter der Propheten) - und Gott bestätigt ihn als seinen geliebten Sohn. Es ist eine Vorausschau der Herrlichkeit des Auferstandenen. Die Auferstehung bezeugt endgültig: Jesus ist der Christus, der Sohn Gottes, Gott. 
Im Licht des christlichen Glaubens ist Mose ein Vorläufer und Vorausbild Jesu. Seine große Bedeutung spiegelt sich auch in den vielen Werken christlicher Kunst, in denen er dargestellt ist. 
       

Hl. Remaclus
* 600, Aquitanien, Frankreich
† 673, Belgien
Abt in Solignac, Malmedy und Stablo, Bischof von Maastricht
Remaclus wurde 625 Benediktinermönch und 632 der erste Abt des von ihm mitbegründeten Klosters Solignac. In den Ardennen war er als Glaubensbote unter der noch heidnischen Bevölkerung tätig. Mit König Sigisbert III. gründete er die Klöster Malmédy und Stablo, die er ab 650 auch als Abt leitete, zudem wurde er zum Bischof von Maastricht ernannt, verzichtete aber auf dieses Amt, um sich ganz seinen Gründungen zu widmen.
Die Legende erzählt, dass die Mönche Schutz suchten bei Remaclus vor den in Rudeln aus den Ardennenwäldern kommenden Wölfen, die die Klöster umschwärmeten; Remaclus ermahnte sie, ihre klösterlichen Pflichten so zu erfüllen, dass die Anschläge des bösen Feindes erfolglos würden und damit auch die Furcht vor den Wölfen verschwände.

Hl. Rosalia
* 1100, Sizilien
† 1160
Einsiedlerin, Nonne
Rosalia war der erst spät entstandenen Überlieferung zufolge Tochter des zur griechischen Bevölkerung in Sizilien gehörenden Grafen Sinibald und lebte am Hof der Königin Margareta. Sie wurde dann Nonne im Basilianerorden, zog sich als Einsiedlerin in eine Höhle des Berges Quisquina bei Bivona zurück, begab sich dann auf Wanderschaft und lebte schließlich bis zu ihrem Tod in einer Grotte auf dem Monte Pellegrino bei Palermo. Zahlreiche Legenden ranken sich um ihr Leben.
Erste Zeugnisse der Verehrung von Rosalia finden sich im 12. Jahrhundert in Kalabrien. Eine Ikone des 13. Jahrhunderts aus Palermo zeigt Rosalia neben Oliva von Anagni; deren Lebensgeschichte könnte Vorbild für die von Rosalia gewesen sein. 1624 wurden Rosalias Gebeine auf dem Monte Pellegrino bei Palermo gefunden und am 15. Juli in den Dom von Palermo überführt; währenddessen kam eine die Stadt belastende Pestepidemie zum Stillstand. Erzbischof Kardinal Doria betrieb nun energisch ihre Kanonisation. Die Grotte auf dem Monte Pellegrino wurde zur bis heute vielbesuchten Wallfahrtsstätte, auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte sie. Rosalias Grab im Dom von Palermo ist Ziel vieler Pilger.
In Bivona wird Rosalia seit dem 14. Jahrhundert verehrt, die Lokaltradition macht ihren Aufenthalt auch in der dortigen Höhle denkbar.




Weiterführende Links:
  • Heiligenlexikon
  • Schott-Messbuch
  • Evangelium Tag für Tag
Gottesdienste demnächst
So.
06.09.
08:30 Uhr | Pfarrkirche Gosau, Gosau
Gottesdienst
(Eucharistiefeier)
Inhalt:
Pfarr team
Birgit Thumfart
Birgit Thumfart
Pastoralassistentin
M.: 0676/87766036
E.: birgit.thumfart@dioezese-linz.at
Dora Schmaranzer
Dora Schmaranzer
1. Pfarrgemeinderatsobfrau
KonsR Mag. Johann Hammerl
KonsR Mag. Johann Hammerl
Pfarrprovisor
T.: 06135/ 8243
M.: 0676 /87765036
E.: johann.hammerl@dioezese-linz.at
Kirchenzeitung online

 

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aus der Pfarre Gosau

Lesepredigt Christi Himmelfahrt

Liebe Leserin, lieber Leser,

          heute feiern wir Christi Himmelfahrt. In einer Zeit, wo alles möglichst gewinnbringend und effizient sein muss, könnten wir uns fragen: Ist dieser christliche Feiertag noch wichtig -oder kann der weg?! Aber wenn wir uns auch nur ein wenig auf die Thematik des Festes einlassen, dann erkennen wir: die Botschaft ist wichtig und aktuell…

Heute geht es um die Allmacht und Allgegenwart Gottes. Jesus, der Auferstandene, ist Herr, und herrscht über Himmel und Erde. Die Macht wurde ihm von Gott Vater höchst persönlich übertragen.

ABER: Nur weil Jesus jetzt alle Macht hat und über Himmel und Erde herrscht, hat er uns nicht vergessen – es ist gerade umgekehrt, Jesus hat das alles ja durch gemacht damit er auf Augenhöhe bei uns sein kann….

Und so lautet der Bibelspruch um heutigen Tag: Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh. 12, 32)

Wir sind eingeladen all dem nun gemeinsam nachzuspüren. Wir feiern ökumenisch, die Gedanken zum Bibeltext aus dem Neuen Testament stammen von Wortgottesdienstleiterin Bernadette Plank.

Bleib behütet, Pfarrerin Esther Eder

Text I: Apostelgeschichte 1,1-11 (EÜ)

Im ersten Buch, lieber Theóphilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden

durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.

Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.

Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit

das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samárien und bis an die Grenzen der Erde.

Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

Predigtgedanke von Wortgottesdienstleiterin Bernadette Plank

„Zwischen Himmel und Erde“

Liebe Gemeinde, wir sind heute hier an einem besonderen Ort. Ein Ort auf der Höhe. Ein Ort, der uns den Himmel ein Stück näher erscheinen lässt.

Und zugleich ein Ort, der uns an das Kreuz erinnert – an das, was Menschen einander antun können, und an das, was Gott daraus macht. Unser Kalvarienberg.

Ein Ort zwischen Himmel und Erde. Und genau darum geht es heute. Die Jünger stehen da und schauen nach oben. So haben wir es eben in der Apostelgeschichte gehört. Jesus wird vor ihren Augen emporgehoben. Er verschwindet. Eine Wolke nimmt ihn auf. Und was machen die Jünger? Sie schauen in den Himmel.

Ich finde das sehr menschlich. Wenn etwas zu Ende geht, wenn etwas Unbegreifliches passiert, dann schauen wir oft nach oben. Als könnten wir dort Antworten finden. Als wäre dort der Ort, an dem sich alles klärt.

Aber dann kommen diese zwei Gestalten – und sie sagen: „Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“ Mit anderen Worten: Bleibt nicht stehen. Bleibt nicht hängen im Moment des Abschieds. Schaut nicht nur nach oben.

Denn die eigentliche Frage ist nicht: Wo ist Jesus jetzt? Sondern: Wo seid ihr? Und was werdet ihr tun?!

Christi Himmelfahrt ist kein Abschied im eigentlichen Sinn. Es ist kein „Jetzt ist er weg“. Es ist vielmehr eine Veränderung. Eine neue Weise der Nähe. Ja, Jesus entzieht sich dem direkten Zugriff. Man kann ihn nicht mehr festhalten, nicht mehr berühren, nicht mehr sehen wie vorher. Aber gerade dadurch wird etwas Neues möglich: Er ist nicht mehr an einen Ort gebunden. Nicht mehr nur hier – oder dort. Sondern überall. Auch hier. Auch jetzt.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft von Himmelfahrt: Dass Gott größer ist als unsere Vorstellungen. Dass Christus sich nicht festhalten lässt – aber gerade deshalb mitten unter uns ist. Zwischen Himmel und Erde. Und das bedeutet auch: Der Blick nach oben allein genügt nicht. Der Himmel ist kein Ort, an den wir fliehen sollen. Sondern eine Wirklichkeit, die in unser Leben hineinwirkt. Die Jünger bekommen einen Auftrag: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Das heißt: Geht zurück in euren Alltag. Geht zurück zu den Menschen. Dorthin, wo das Leben spielt – mit all seinen Höhen und Tiefen.

Vielleicht passt kaum ein Ort besser dazu als dieser hier. Der Kalvarienberg erinnert uns: Zum Glauben gehört beides. Der Blick nach oben – und der Weg nach unten. Die Hoffnung – und die Wirklichkeit. Der Himmel – und die Erde.

Und wir stehen genau dazwischen. Wir leben zwischen Himmel und Erde. Wir tragen Fragen in uns. Sorgen. Hoffnungen. Jeder von uns trägt seine Bitten meistens still in sich. Dinge, die wir nur Gott anvertrauen.

Auch das ist Himmelfahrt: Dass wir loslassen dürfen. Nicht, weil es egal ist.

Sondern weil wir vertrauen, dass Gott unsere Welt in seinen Händen hält.

Und vielleicht ist das die größte Einladung dieses Tages: Nicht nur nach oben zu schauen. Sondern den Himmel in unserem Leben zu entdecken.

Dort, wo Menschen einander beistehen. Dort, wo Versöhnung möglich wird.

Dort, wo Hoffnung wächst – trotz allem, was in der Welt passiert.

Christi Himmelfahrt heißt: Der Himmel ist offen.

Und wir sind nicht allein auf unserem Weg. Christus ist da – nicht fern, sondern nahe. Vielleicht anders, als wir es erwarten. Aber wirklich.

Und so gehen wir von hier wieder hinunter, Schritt für Schritt, manche schneller, manche langsamer. Zurück in unseren Alltag. Zurück in unsere Welt. Aber wir gehen anders. Mit einem Blick, der weiter geworden ist. Mit einem Herzen, das vertraut. Mit einer Hoffnung, die trägt. Zwischen Himmel und Erde. Amen.

Text II: 1.Kön. 8, 22-24.26-28 (LUT)

Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach:

HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.

(…) Nun, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast.

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf dass du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir.

Predigtgedanke von Pfarrerin Esther Eder

Wo ist Gott?

Die Frage sprengt, wenn wir ehrlich sind, unsere Vorstellungskraft. Das können wir nicht denken. Und trotzdem würden wir nur zu gerne die Antwort darauf kennen….

Wo ist Gott? Und wieso ist er dort?

Mit den Gedanken zu Christi Himmelfahrt im Hinterkopf sollten wir vielleicht besser fragen: Wo ist Gott nicht?!

Also ist Gott jetzt überall -das ist irgendwie genauso wenig greifbar wie nirgends….

Ein Mann nach Gottes Herzen, David, hat sich Gottes Nähe herbeigesehnt. David, der den Psalm 23 geschrieben hat: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln… David sehnt sich nach Gemeinschaft mit seinem guten Hirten. Er will einen Ort der Begegnung schaffen, doch das geht nicht so einfach. Gott ist zu groß, zu herrlich, allumfassend. Ihm, seiner Herrlichkeit zu begegnen, das würde David, das würde kein Mensch überleben -es würde uns maßlos überfordern.

Ich denke an den Wunsch von Mose, aufgeschrieben im 2. Buch Mose Kapitel 32f: Mose will Gott sehen, Gott bietet an, an ihm vorüber zu gehen. Schützend hält er dabei seine Hand über den Menschen Mose, erst wenn es sicher ist, darf Mose ihm nachschauen.

Gottes Nähe trotz Allmacht und Herrlichkeit. Der Schöpfer aller Dinge, Menschenfreund? Gar Wegbegleiter?!

Das ist ganz großes Thema im ersten Teil unserer Bibel, ja bis heute im jüdischen Glauben.

Gott verspricht David schließlich, dass sein Sohn Salomo ihm ein irdisches Haus bauen darf…. Und dann ist es soweit: König Salomo -der prächtigste, weiseste, reichste, größte König, in Israels Geschichte weiht den Tempel ein -er betet.

(vgl. Text 1.Kön. 8) Salomo betet für alle hörbar:

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun….

Der große König Salomo kann es nicht fassen. Lässt Gott sich wirklich verorten?!

Jahrhunderte und einen Tempel später, kündigt Gott dem Hohepriester Zacharias im Allerheiligsten die Schwangerschaft und Geburt eines Sohnes an. Johannes. Er soll Jesus ankündigen. Den Weg zur Gegenwart und Nähe Gottes.

Denn schlussendlich ist es so: Nicht zuerst der Mensch sehnt sich nach Gottes Nähe, sondern Gott sehnt sich nach uns Menschen. Gott will begegnen. Und zwar uns, dir und mir. Gott will Beziehung und zwar mit uns, dir und mir.

Das übersteigt unsere Vorstellungskraft.

Gott wird Mensch.

Der Masterplan: In Jesus Christus überwindet er alle Grenzen zwischen uns und Ihm. Nichts ist mehr zu klein, zu simpel, zu gewöhnlich, zu abartig -ab jetzt ist alles auf Augenhöhe möglich.

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann….

Mit Jesus Christus und seinem Weg hier auf unserer Welt: Weihnachten – Karfreitag – Ostern -Himmelfahrt, wird Gottes unmittelbare Gegenwart möglich.

Jetzt kann der gute Hirte wirklich in jedes finstere Tal hinein und wieder hinaus führen. Ab jetzt gilt: Nirgends wo wir Menschen sind ist Gott nicht. Gott ist da -für uns, dich und mich. Jederzeit und überall.

Darum sind Jesu letzte Worte bevor er seinen irdischen Weg vollendet und den Himmelsthron besteigt das Versprechen: Siehe ich bin bei euch, alle Tage bi an der Welt Ende.

Das muss erst einmal sickern. Auch bei den Jüngern. Die kommen gar nicht so richtig hinterher….und das dauert irgendwie auch bis heute an -darum Christi Himmelfahrt. Damit wir uns dieser Spannung, dieser Wahrheit, Gottes Gegenwart auseinandersetzen.

Das ist es auch, was die 2 Engel den staunenden Freunden von Jesus mitgeben. Schaut nicht hinauf oder hinunter oder nach links oder nach rechts Gott ist nicht irgendwo dort, Gott ist da. Bei dir, bei mir. Nur ein Gebet entfernt.

Das übersteigt unsere Vorstellungskraft. Und auch das ist gut so. Denn nur so können wir Gott auch nicht (nur) für uns festnageln und einkasteln. Nur so ist er absolut da und gleichzeitig überall sonst auch.

Gott sei Dank, Lob, Preis und Ehre dafür. Amen.

14.05.

Erntedank 2025

Am Sonntag, 5. Oktober 2025 feierten wir das Erntedankfest in Gosau mit einem Festgottesdienst. Am Vortag haben viele freiwillige HelferInnen und SpenderInnen für einen reichlichen Gabensegen gesorgt. Die Erntekrone, diesmal von Rosi Rohringer geschmückt, stand als Höhepunkt inmitten der gespendeten Lebensmittel. Ein Leiterwagerl mit Heu und Gartenfrüchten, sowie ein echter Gosinger Bucklkorb, ebenfalls voll mit Heu von der Schattseite rundeten das Ensemble sehr gut ab. Am Beginn der Messe zogen Pf. Hans Hammerl und die Ministranten Andreas, Florian, Paul, Julia und Kerstin ein. Ein sehr berührender Augenblick für die ca. 60 Gläubigen. Der Männergesangsverein Gosau gestaltete die musikalische Umrahmung in der gewohnten feierlichen Weise. Als Abschluss gab es eine Agape bei unterhaltsamen Gesprächen und Dankbekundungen für die geleistete Arbeit für dieses Erntedankfest! Vielen Dank an ALLE!

05.10.

Grüß Gott!

Das Magazin jetzt online lesen!

03.05.

Am Weg zum Licht

 

Text und Musik am 3. Adventsonntag

11. Dezember um 14:00 Uhr

Kalvarienbergkirche Gosau

 

An der neuen Orgel: Mag. Johann Permanschlager 

                                     spielt Musik aus seinem reichen "Orgelschatz"

 

Mundarttexte von Hans Dieter Maringer: liest Pfarrer Hans Hammerl

 

Eintritt: frei

Dauer; ca. 1/2 Stunde

08.12.

Pfarrgemeinderat 2022

Wir heißen Sie in unserer Pfarre Gosau am Dachstein "Herzlich willkommen!"

  • Dora Schmaranzer - Pfarrgemeinderatsobfrau
  • Steffen Ossig
  • Sr. Maria Ancilla
  • Sr. Edeltrud
  • Gerhard Renner
  • Marianne Gamsjäger
  • Franz Rohringer
  • Hans Rohringer
  • Uschi Stibl
  • Rudolf Bengesser
  • Mag. Birgit Thumfart - 'Pastoralassistentin
  • KonsR Mag. Johann Hammerl - Pfarrprovisor

 

 

24.11.

Orgelweihe in der Kalvarienbergkirche 2022

Nach der Renovierung der Kirche  wurde am Sonntag, 28. September die Wiedereröffnung gefeiert. Sogar eine Orgel, ein Geschenk der Marienschwestern aus Bad Mühllacken, konnte geweiht werden.

06.09.
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aus der Diözese Linz
Internationale Friedensbildung: MANDELA-Treffen in Linz

Internationale Friedensbildung: MANDELA-Treffen in Linz

Vom 1. bis 3. September 2026 fand im Courtyard by Marriott Hotel in Linz das internationale Vernetzungstreffen des Erasmus+-Hochschulprojekts „MANDELA“ statt. Gastgeberin war die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (PHDL).

04.09.
Martin Böhm übernimmt Leitung der Caritas-Schule Linz

Martin Böhm übernimmt Leitung der Caritas-Schule Linz

An der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) am Linzer Salesianumweg beginnt mit dem Schuljahr 2026/27 ein neues Kapitel: Martin Böhm übernimmt interimistisch die Schulleitung von Conny Zefferer.

Katholisches Bildungswerk: Neues Bildungsprogramm ist online

Katholisches Bildungswerk: Neues Programm ist online

Das Weiterbildungsangebot des Katholischen Bildungswerks OÖ für September 2026 bis Jänner 2027 ist da! Ob Gesundheit, Familie oder persönliche Weiterentwicklung: Das vielfältige Angebot umfasst Lehrgänge, Ausbildungen und Workshops. 

03.09.
„Erweiterung der Mission“ durch priesterliche Aushilfe am Attersee

„Erweiterung der Mission“ durch priesterliche Aushilfe

Von Uganda an den Attersee: Seit 2017 – mit Ausnahme der Corona-Zeit – hilft Alfred Ddumba im Sommer in Pfarrgemeinden mit priesterlichen Diensten aus. Er ist einer von 57 zwischen Juni und September in OÖ tätigen Vertretungspriestern aus dem Ausland.

02.09.
Botschaft von Papst Leo XIV. zum 11. „Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung'

Botschaft von Papst Leo XIV. zum 11. „Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung"

Anlässlich des 11. „Weltgebetstages für die Bewahrung der Schöpfung", der am 1. September 2026 stattfand, hat Papst Leo XIV. in seiner Botschaft die soziale und ökologische Zerstörung durch Kriege angeprangert und zum Frieden aufgerufen.

02.09.
Irak: Österreich-Delegation trifft Patriarchen Nona

Irak: Österreich-Delegation trifft Patriarchen Nona

Eine Delegation der Initiative Christlicher Orient (ICO), der Linzer Pro Oriente-Sektion und der Kardinal König Stiftung mit Bischof Manfred Scheuer und Bischofsvikar Slawomir Dadas an der Spitze hat am Montag in Erbil den chaldäisch-katholischen Patriarchen Paul III. Nona getroffen.

01.09.
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