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Pfarrkirche Gosau im Winter
Pfarre Gosau
Kirchenstraße 37
4824 Gosau
Telefon: 06135/8243 (Pfarrbüro Bad Goisern)
Mobil: 0676/8776-5036
pfarre.gosau@dioezese-linz.at
www.dioezese-linz.at/gosau
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Löckermoos in Gosau
Di. 20.10.26
"Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt"
Tages­evangelium
Lk 12, 35-38
Di. 20.10.26
Tages­evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

35 Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen!

36 Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.

37 Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.

38 Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.

Lk 12, 35-38
1. Lesung
Eph 2, 12-22

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

 

Brüder!

12 Einst wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen; ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.

13 Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.

14 Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile - Juden und Heiden - und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.

15 Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden

16 und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib. Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.

17 Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen.

18 Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.

19 Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.

20 Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst.

21 Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn.

22 Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.

Antwortpsalm: Ps 85 (84), 9-10.11-12.13-14 (R: 9b)


Weiterführende Links:
  • Schott-Messbuch
  • Evangelium Tag für Tag
Namenstage:
  • Hl. Wendelin
  • Hl. Cornelius
  • Sel. Jakob (Franz Alexander) Kern
  • Hl. Vitalis
  • Hl. Irene von Portugal
Di. 20.10.26
Namenstage
Hl. Wendelin
* 555, Schottland (oder Irland)
† 617, Saarland
Einsiedler, Abt in Tholey, Nothelfer
Wendelin war der Überlieferung nach ein schottischer Königssohn. Aus Ärger über seine religiöse Neigungen verlangte sein Vater von ihm, Schafe zu hüten. Mit sechs Genossen wollte er im Alter von 20 Jahren nach Rom wallfahren, gelangte aber nur bis Trier - oder auf der Rückreise von Rom nach dort erlangter Segnung durch den Papst in diese Stadt.
Dort stießen sie auf eine Gruppe von Laien, die gemeinsam wie in einem Kloster lebten. Wendelin übernahm Hirtendienste bei einem Edelmann und trieb das Vieh bis zu einem sieben Meilen entfernten Berg, wo er gerne betete. Der als räuberisch geschilderte Herr der Herde kam unerwartet vorbei und war erzürnt, dass Wendelin sich so weit entfernt hatte und ihm das zum Verzehr bestimmte Tier nicht rechtzeitig werde bringen können. Doch als der Erboste in seinen Hof zurückkam, war Wendelin bereits dort. Tief erschrocken bat der Herr Wendelin um Vergebung und baute ihm eine Zelle in der Nähe des benachbarten Klosters Tholey, dessen Mönche Wendelin zum Nachfolger ihres verstorbenen Abtes wählten, ohne dass Wendelin je Priester geworden war.
Als Wendelin starb, bestatteten ihn seine Mönche, von vielen Kerzen umgeben, fanden aber am nächsten Morgen den Leichnam neben dem Grab. Sie nahmen dies als Zeichen, dass er woanders begraben sein wollte und spannten Ochsen vor einen Wagen; diese fuhren ihn, von selbst den Weg findend, auf den Berg, auf dem er betend so oft geweilt hatte.
Wendelin wurde erstmals in der von Eberwin, Abt in Trier und Tholey, um 1000 verfassten Lebensgeschichte des Trierer Bischofs Magnerich erwähnt: während Magnerichs Amtszeit habe ein frommer Einsiedler mit Namen Wendelin im Waldgebirge des Vosagus gelebt; zusammen mit Ingobert und Disibod zähle er ihn zu den Deo militantes, Gottesstreitern, die im 6./7. Jahrhundert im Gebiet des Pfälzer Waldes und des Hunsrück gewirkt haben. Das Kalendarium von Stablo kannte im 10. Jahrhundert die Verehrung Wendelins in Basonis Villare, der aufgrund der immer stärker einsetzende Verehrung des Ortsheiligen seit um 1050 nach ihm benannten Stadt St. Wendel; 1360 wurden die Reliquien in den Chor der neu erbauten Wallfahrtskirche in St. Wendel, der nach ihm benannten Basilika, überführt. Im Spätmittelalter förderten die Bischöfe von Trier die, Wallfahrten, aber durch die Reformation nahmen die Pilgerströme ab. Im 18. / 19. Jahrhundert kam es zu einer erneuten Blüte. Es gibt kaum einen Volksheiligen, der so weit verbreitet verehrt wird, sagte 2010 der St. Wendeler Pastor Anton Franziskus mit Blick auf die zahlreichen Wendelinuspfarreien in vielen Ländern der Welt.
Drei lateinische Wendelins-Legenden entstanden im 14. und 15. Jahrhundert. Im Rhein-Moselgebiet, aber auch in Bayern, ist Wendelins Verehrung bis heute weit verbreitet. Durch Auswanderer kam sie auch nach Nord- und Südamerika. Bei der heute bedeutendsten Wendelinus-Wallfahrt führt alljährlich die Prozession von der Pfarrkirche in Nussbach, Ortsteil von Oberkirch, durch die Weinberge hoch zur Wendelinuskapelle Bottenau mit circa 100 Pferden und 500 Gläubigen. In jüngster Zeit wird er zunehmend auch als Patron für Natur- und Umweltschutz verehrt.

Hl. Cornelius
† um 60
erster Heidenchrist, Bischof von Cäsarea, Märtyrer
Cornelius war Hauptmann der römischen Armee in Cäsarea und durch seine Wohltätigkeit bekannt. Aufgrund einer Vision rief er den Apostel Petrus zu sich, der folgte der Einladung nach einer Offenbarung, die seine Bedenken gegen die Begegnung mit einem römischen Heiden zerstreute. Petrus taufte Cornelius als den ersten Nichtjuden, mit ihm Verwandte und Freunde (Apostelgeschichte 10). Noch vor der in der Urchristenheit umstrittenen Entscheidung zur Heidenmission auf dem Apostelkonzil von 48 wurde so der Grundstein zur Verbreitung des christlichen Glaubens über das Judentum hinaus getroffen und von Petrus begründet (Apostelgeschichte 11, 1 - 18).
Cornelius wurde der Überlieferung nach später Bischof in Cäsarea, er gilt demnach auch als Märtyrer.

Sel. Jakob (Franz Alexander) Kern
* 11. April 1897, Wien, Österreich
† 20. Oktober 1924, Österreich
Priester, Mönch
Franz Alexander Kern war als Soldat mit 19 Jahren in den Kämpfen des 1. Weltkrieges in Italien schwer verwundet worden. Nach dem Krieg trat er als Chorherr ins Prämonstratenserstift Geras ein und nahm den Namen Jakob an. 1922 wurde er in Wien zum Priester geweiht und war als Seelsorger tätig, starb aber alsbald an den Folgen seiner Kriegsverletzungen.
Am 26. September 1956 wurden Kerns Gebeine in die Stiftskirche in Geras übertragen.

Hl. Vitalis
* Italien oder Frankreich
† 730, Österreich
Bischof von Salzburg
Vitalis war Schüler des ersten Salzburger Bischofs Rupert und wohl ab 715 / 716 er dessen Nachfolger als Bischof und Abt des bedeutenden Stiftes St. Peter. Besonders engagierte er sich der Überlieferung nach in der Missionsarbeit im Pinzgau südlich von Salzburg.
Das Grab von Vitalis befand sich zunächst im Dom in Salzburg, es war im Mittelalter eine bedeutende Wallfahrtsstätte, nachdem sich bei Neubau des Domes 1181 dort Wunder ereignet hatten. Papst Pius II. genehmigte Mitte des 15. Jahrhunderts die Umbetttung der Reliquien in die Kirche von St. Peter, sein Grabrelief von 1497 ist eine bedeutende mittelalterliche Plastik.

Hl. Irene von Portugal
† 653, Portugal
Märtyrerin
Irene lebte nach der Überlieferung in einer Art Jungfrauenkloster und wurde von einem Meuchelmörder getötet, welcher von einem vornehmen Jüngling gesandt war, den sie abgewiesen hatte.




Weiterführende Links:
  • Heiligenlexikon
  • Schott-Messbuch
  • Evangelium Tag für Tag
Gottesdienste demnächst
So.
25.10.
08:30 Uhr | Pfarrkirche Gosau, Gosau
Gottesdienst
(Eucharistiefeier)
Inhalt:
Pfarr team
Birgit Thumfart
Birgit Thumfart
Pastoralassistentin
M.: 0676/87766036
E.: birgit.thumfart@dioezese-linz.at
Dora Schmaranzer
Dora Schmaranzer
1. Pfarrgemeinderatsobfrau
KonsR Mag. Johann Hammerl
KonsR Mag. Johann Hammerl
Pfarrprovisor
T.: 06135/ 8243
M.: 0676 /87765036
E.: johann.hammerl@dioezese-linz.at
Kirchenzeitung online

 

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aus der Pfarre Gosau

Lesepredigt Christi Himmelfahrt

Liebe Leserin, lieber Leser,

          heute feiern wir Christi Himmelfahrt. In einer Zeit, wo alles möglichst gewinnbringend und effizient sein muss, könnten wir uns fragen: Ist dieser christliche Feiertag noch wichtig -oder kann der weg?! Aber wenn wir uns auch nur ein wenig auf die Thematik des Festes einlassen, dann erkennen wir: die Botschaft ist wichtig und aktuell…

Heute geht es um die Allmacht und Allgegenwart Gottes. Jesus, der Auferstandene, ist Herr, und herrscht über Himmel und Erde. Die Macht wurde ihm von Gott Vater höchst persönlich übertragen.

ABER: Nur weil Jesus jetzt alle Macht hat und über Himmel und Erde herrscht, hat er uns nicht vergessen – es ist gerade umgekehrt, Jesus hat das alles ja durch gemacht damit er auf Augenhöhe bei uns sein kann….

Und so lautet der Bibelspruch um heutigen Tag: Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh. 12, 32)

Wir sind eingeladen all dem nun gemeinsam nachzuspüren. Wir feiern ökumenisch, die Gedanken zum Bibeltext aus dem Neuen Testament stammen von Wortgottesdienstleiterin Bernadette Plank.

Bleib behütet, Pfarrerin Esther Eder

Text I: Apostelgeschichte 1,1-11 (EÜ)

Im ersten Buch, lieber Theóphilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden

durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.

Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.

Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit

das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samárien und bis an die Grenzen der Erde.

Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

Predigtgedanke von Wortgottesdienstleiterin Bernadette Plank

„Zwischen Himmel und Erde“

Liebe Gemeinde, wir sind heute hier an einem besonderen Ort. Ein Ort auf der Höhe. Ein Ort, der uns den Himmel ein Stück näher erscheinen lässt.

Und zugleich ein Ort, der uns an das Kreuz erinnert – an das, was Menschen einander antun können, und an das, was Gott daraus macht. Unser Kalvarienberg.

Ein Ort zwischen Himmel und Erde. Und genau darum geht es heute. Die Jünger stehen da und schauen nach oben. So haben wir es eben in der Apostelgeschichte gehört. Jesus wird vor ihren Augen emporgehoben. Er verschwindet. Eine Wolke nimmt ihn auf. Und was machen die Jünger? Sie schauen in den Himmel.

Ich finde das sehr menschlich. Wenn etwas zu Ende geht, wenn etwas Unbegreifliches passiert, dann schauen wir oft nach oben. Als könnten wir dort Antworten finden. Als wäre dort der Ort, an dem sich alles klärt.

Aber dann kommen diese zwei Gestalten – und sie sagen: „Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“ Mit anderen Worten: Bleibt nicht stehen. Bleibt nicht hängen im Moment des Abschieds. Schaut nicht nur nach oben.

Denn die eigentliche Frage ist nicht: Wo ist Jesus jetzt? Sondern: Wo seid ihr? Und was werdet ihr tun?!

Christi Himmelfahrt ist kein Abschied im eigentlichen Sinn. Es ist kein „Jetzt ist er weg“. Es ist vielmehr eine Veränderung. Eine neue Weise der Nähe. Ja, Jesus entzieht sich dem direkten Zugriff. Man kann ihn nicht mehr festhalten, nicht mehr berühren, nicht mehr sehen wie vorher. Aber gerade dadurch wird etwas Neues möglich: Er ist nicht mehr an einen Ort gebunden. Nicht mehr nur hier – oder dort. Sondern überall. Auch hier. Auch jetzt.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft von Himmelfahrt: Dass Gott größer ist als unsere Vorstellungen. Dass Christus sich nicht festhalten lässt – aber gerade deshalb mitten unter uns ist. Zwischen Himmel und Erde. Und das bedeutet auch: Der Blick nach oben allein genügt nicht. Der Himmel ist kein Ort, an den wir fliehen sollen. Sondern eine Wirklichkeit, die in unser Leben hineinwirkt. Die Jünger bekommen einen Auftrag: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Das heißt: Geht zurück in euren Alltag. Geht zurück zu den Menschen. Dorthin, wo das Leben spielt – mit all seinen Höhen und Tiefen.

Vielleicht passt kaum ein Ort besser dazu als dieser hier. Der Kalvarienberg erinnert uns: Zum Glauben gehört beides. Der Blick nach oben – und der Weg nach unten. Die Hoffnung – und die Wirklichkeit. Der Himmel – und die Erde.

Und wir stehen genau dazwischen. Wir leben zwischen Himmel und Erde. Wir tragen Fragen in uns. Sorgen. Hoffnungen. Jeder von uns trägt seine Bitten meistens still in sich. Dinge, die wir nur Gott anvertrauen.

Auch das ist Himmelfahrt: Dass wir loslassen dürfen. Nicht, weil es egal ist.

Sondern weil wir vertrauen, dass Gott unsere Welt in seinen Händen hält.

Und vielleicht ist das die größte Einladung dieses Tages: Nicht nur nach oben zu schauen. Sondern den Himmel in unserem Leben zu entdecken.

Dort, wo Menschen einander beistehen. Dort, wo Versöhnung möglich wird.

Dort, wo Hoffnung wächst – trotz allem, was in der Welt passiert.

Christi Himmelfahrt heißt: Der Himmel ist offen.

Und wir sind nicht allein auf unserem Weg. Christus ist da – nicht fern, sondern nahe. Vielleicht anders, als wir es erwarten. Aber wirklich.

Und so gehen wir von hier wieder hinunter, Schritt für Schritt, manche schneller, manche langsamer. Zurück in unseren Alltag. Zurück in unsere Welt. Aber wir gehen anders. Mit einem Blick, der weiter geworden ist. Mit einem Herzen, das vertraut. Mit einer Hoffnung, die trägt. Zwischen Himmel und Erde. Amen.

Text II: 1.Kön. 8, 22-24.26-28 (LUT)

Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach:

HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.

(…) Nun, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast.

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf dass du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir.

Predigtgedanke von Pfarrerin Esther Eder

Wo ist Gott?

Die Frage sprengt, wenn wir ehrlich sind, unsere Vorstellungskraft. Das können wir nicht denken. Und trotzdem würden wir nur zu gerne die Antwort darauf kennen….

Wo ist Gott? Und wieso ist er dort?

Mit den Gedanken zu Christi Himmelfahrt im Hinterkopf sollten wir vielleicht besser fragen: Wo ist Gott nicht?!

Also ist Gott jetzt überall -das ist irgendwie genauso wenig greifbar wie nirgends….

Ein Mann nach Gottes Herzen, David, hat sich Gottes Nähe herbeigesehnt. David, der den Psalm 23 geschrieben hat: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln… David sehnt sich nach Gemeinschaft mit seinem guten Hirten. Er will einen Ort der Begegnung schaffen, doch das geht nicht so einfach. Gott ist zu groß, zu herrlich, allumfassend. Ihm, seiner Herrlichkeit zu begegnen, das würde David, das würde kein Mensch überleben -es würde uns maßlos überfordern.

Ich denke an den Wunsch von Mose, aufgeschrieben im 2. Buch Mose Kapitel 32f: Mose will Gott sehen, Gott bietet an, an ihm vorüber zu gehen. Schützend hält er dabei seine Hand über den Menschen Mose, erst wenn es sicher ist, darf Mose ihm nachschauen.

Gottes Nähe trotz Allmacht und Herrlichkeit. Der Schöpfer aller Dinge, Menschenfreund? Gar Wegbegleiter?!

Das ist ganz großes Thema im ersten Teil unserer Bibel, ja bis heute im jüdischen Glauben.

Gott verspricht David schließlich, dass sein Sohn Salomo ihm ein irdisches Haus bauen darf…. Und dann ist es soweit: König Salomo -der prächtigste, weiseste, reichste, größte König, in Israels Geschichte weiht den Tempel ein -er betet.

(vgl. Text 1.Kön. 8) Salomo betet für alle hörbar:

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun….

Der große König Salomo kann es nicht fassen. Lässt Gott sich wirklich verorten?!

Jahrhunderte und einen Tempel später, kündigt Gott dem Hohepriester Zacharias im Allerheiligsten die Schwangerschaft und Geburt eines Sohnes an. Johannes. Er soll Jesus ankündigen. Den Weg zur Gegenwart und Nähe Gottes.

Denn schlussendlich ist es so: Nicht zuerst der Mensch sehnt sich nach Gottes Nähe, sondern Gott sehnt sich nach uns Menschen. Gott will begegnen. Und zwar uns, dir und mir. Gott will Beziehung und zwar mit uns, dir und mir.

Das übersteigt unsere Vorstellungskraft.

Gott wird Mensch.

Der Masterplan: In Jesus Christus überwindet er alle Grenzen zwischen uns und Ihm. Nichts ist mehr zu klein, zu simpel, zu gewöhnlich, zu abartig -ab jetzt ist alles auf Augenhöhe möglich.

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann….

Mit Jesus Christus und seinem Weg hier auf unserer Welt: Weihnachten – Karfreitag – Ostern -Himmelfahrt, wird Gottes unmittelbare Gegenwart möglich.

Jetzt kann der gute Hirte wirklich in jedes finstere Tal hinein und wieder hinaus führen. Ab jetzt gilt: Nirgends wo wir Menschen sind ist Gott nicht. Gott ist da -für uns, dich und mich. Jederzeit und überall.

Darum sind Jesu letzte Worte bevor er seinen irdischen Weg vollendet und den Himmelsthron besteigt das Versprechen: Siehe ich bin bei euch, alle Tage bi an der Welt Ende.

Das muss erst einmal sickern. Auch bei den Jüngern. Die kommen gar nicht so richtig hinterher….und das dauert irgendwie auch bis heute an -darum Christi Himmelfahrt. Damit wir uns dieser Spannung, dieser Wahrheit, Gottes Gegenwart auseinandersetzen.

Das ist es auch, was die 2 Engel den staunenden Freunden von Jesus mitgeben. Schaut nicht hinauf oder hinunter oder nach links oder nach rechts Gott ist nicht irgendwo dort, Gott ist da. Bei dir, bei mir. Nur ein Gebet entfernt.

Das übersteigt unsere Vorstellungskraft. Und auch das ist gut so. Denn nur so können wir Gott auch nicht (nur) für uns festnageln und einkasteln. Nur so ist er absolut da und gleichzeitig überall sonst auch.

Gott sei Dank, Lob, Preis und Ehre dafür. Amen.

14.05.

Erntedank 2025

Am Sonntag, 5. Oktober 2025 feierten wir das Erntedankfest in Gosau mit einem Festgottesdienst. Am Vortag haben viele freiwillige HelferInnen und SpenderInnen für einen reichlichen Gabensegen gesorgt. Die Erntekrone, diesmal von Rosi Rohringer geschmückt, stand als Höhepunkt inmitten der gespendeten Lebensmittel. Ein Leiterwagerl mit Heu und Gartenfrüchten, sowie ein echter Gosinger Bucklkorb, ebenfalls voll mit Heu von der Schattseite rundeten das Ensemble sehr gut ab. Am Beginn der Messe zogen Pf. Hans Hammerl und die Ministranten Andreas, Florian, Paul, Julia und Kerstin ein. Ein sehr berührender Augenblick für die ca. 60 Gläubigen. Der Männergesangsverein Gosau gestaltete die musikalische Umrahmung in der gewohnten feierlichen Weise. Als Abschluss gab es eine Agape bei unterhaltsamen Gesprächen und Dankbekundungen für die geleistete Arbeit für dieses Erntedankfest! Vielen Dank an ALLE!

05.10.

Grüß Gott!

Das Magazin jetzt online lesen!

03.05.

Am Weg zum Licht

 

Text und Musik am 3. Adventsonntag

11. Dezember um 14:00 Uhr

Kalvarienbergkirche Gosau

 

An der neuen Orgel: Mag. Johann Permanschlager 

                                     spielt Musik aus seinem reichen "Orgelschatz"

 

Mundarttexte von Hans Dieter Maringer: liest Pfarrer Hans Hammerl

 

Eintritt: frei

Dauer; ca. 1/2 Stunde

08.12.

Pfarrgemeinderat 2022

Wir heißen Sie in unserer Pfarre Gosau am Dachstein "Herzlich willkommen!"

  • Dora Schmaranzer - Pfarrgemeinderatsobfrau
  • Steffen Ossig
  • Sr. Maria Ancilla
  • Sr. Edeltrud
  • Gerhard Renner
  • Marianne Gamsjäger
  • Franz Rohringer
  • Hans Rohringer
  • Uschi Stibl
  • Rudolf Bengesser
  • Mag. Birgit Thumfart - 'Pastoralassistentin
  • KonsR Mag. Johann Hammerl - Pfarrprovisor

 

 

24.11.

Orgelweihe in der Kalvarienbergkirche 2022

Nach der Renovierung der Kirche  wurde am Sonntag, 28. September die Wiedereröffnung gefeiert. Sogar eine Orgel, ein Geschenk der Marienschwestern aus Bad Mühllacken, konnte geweiht werden.

06.09.
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aus der Diözese Linz
V. l.: Manfred Hofmann, Gabriele Hofer-Stelzhammer, Sr. Maria Schlackl, P. Hans Eidenberger SM, Helga Prühlinger, Lore Beck und Gaspard Nyungura

Menschenwürde ist nicht verhandelbar

Unter dem Motto „Tiefe Einblicke in verletzte Menschenwürde“ lud die Salvatorianerin Sr. Maria Schlackl am 18. Oktober 2026 zur 13. Veranstaltung ihrer SOLWODI-Initiative „Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde“ ins ORF-Landesstudio Oberösterreich. 

19.10.
26 Religionslehrer:innen von Bischof Manfred Scheuer in ihren Dienst gesendet

26 Religionslehrer:innen von Bischof Manfred Scheuer in ihren Dienst gesendet

Am 18. Oktober 2026 wurden 26 Religionslehrer:innen im Linzer Mariendom von Bischof Manfred Scheuer in ihren Dienst gesendet. Jugendliche bräuchten einen Platz fürs Leben, authentische Begleiter:innen und gute Freund:innen, so der Bischof.

19.10.
Die Herbst-Ausgabe des GRÜSS GOTT!-Magazins erscheint Mitte Oktober..

GRÜSS GOTT!-Magazin: Kirchlicher Lesestoff im Herbst

Rund um den 23. Oktober 2026 kommt die 15. Ausgabe des GRÜSS GOTT!-Magazins per Post kostenlos in alle Haushalte in Oberösterreich und der Steiermark.

19.10.
100 Jahre Weltmissionssonntag: Not und Solidarität im Fokus

100 Jahre Weltmissionssonntag: Not und Solidarität im Fokus

Mit Gottesdiensten und Spendenaktionen hat die katholische Kirche am 18. Oktober 2026 den 100. Weltmissionssonntag begangen. „Wir haben in dieser bunten Verschiedenheit eine gemeinsame Mission", sagte Erzbischof Franz Lackner in seiner Predigt im Salzburger Dom. Bischof Manfred Scheuer betonte, Mission könne auch mit kleinen Gesten beginnen.

19.10.
Nach OP: Papst arbeitet wieder

Freude über Entlassung des Papstes

Mit Jubel und Applaus haben zehntausende Menschen Papst Leo XIV. am 18. Oktober 2026 auf dem Petersplatz in Rom empfangen. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach einer Lungenoperation bedankte sich der 71-Jährige für die Gebete und die Unterstützung aus aller Welt.

16.10.
Welternährungstag: Jugend Eine Welt warnt vor Hungerkatastrophe

Welternährungstag: Jugend Eine Welt warnt vor Hungerkatastrophe

Anlässlich des „Welternährungstags“ am 16. Oktober 2026 warnt Jugend Eine Welt vor einer drohenden Hungerkatastrophe in Nordäthiopien. Kinder, Schwangere und ältere Menschen sind besonders gefährdet.

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