Friedhof - Unkrautbekämpfung
Information und Erinnerung
Daher liegt eine erste Maßnahme darin, dies mehr ins Bewusstsein zu bringen und hiermit die Grabnutzer an diese Pflicht zu erinnern. Eine völlige Vergabe an eine professionelle Firma würde unweigerlich zu einer erheblichen Erhöhung der Nutzungsgebühren oder einer zusätzlichen Friedhofswege Pflegegebühr Einhebung führen.
Altmünster ist kein Sonderfall
Viele Rückmeldungen haben uns erreicht, dass der Friedhof in Altmünster ein besonders vernachlässigter Friedhof sei und die Pfarre handeln müsse. Dem ist nicht so. Diesen Auftrag nehmen wir schon seit längerem ernst, Herr Kusche macht sogar ehrenamtlich die Verwaltung und verbringt viel Zeit unentgeltlich im Dienst um unseren Ortsfriedhof. Auch unser Obmann des Fachausschusse für Finanzen leistet seine Arbeiten ehrenamtlich neben der durchaus ausfüllenden Anstellung in der Marktgemeinde. Es ist aber auch die Pflicht der Grabnutzer/innen, rund um ihre Grabanlagen das Unkraut selbst zu beseitigen.
Dies ist eindeutig in der Friedhofsordnung der Diözese Linz so festgelegt. Hier können Sie die Friedhofsordnung als PDF downloaden!
Dem wird ersichtlich an vielen Gräbern nicht nachgekommen. Das ist auch für uns bedauerlich, aber es ist in den Nutzungsgebühren rechnerisch nicht kalkuliert, dass diese vernachlässigten Pflichten von Seiten der Pfarre übernommen wird.
Wie machen es andere Pfarren?
Ja, es stimmt, dass es neben reichlich von Unkraut bewachsenen Friedhöfen auch sehr sauber gepflegte und von Unkraut fast freie Friedhöfe gibt. Früher konnte man dem relativ einfach mit entsprechenem Gift beikommen. Diese wirklich wirksamen Mittel sind aber verständlicherweise inzwischen verboten und stellen bei der Ausbringung im Friedhof durch den Wind eine Gefahr für die Bepflanzung der Gräber dar.
Pfarren mit weniger auswärtigen Grabbesitzer/innen
Die meisten Pfarren haben nicht so viele auswärtige Grabbesitzer, die nur sehr selten an ihrem Familiengrab vorbeischauen. Hierin ist Altmünster tatsächlich eine Ausnahme. Unsere Vorschreibungen der Grabgebühren gehen zu einem erheblichen Teil an Menschen, die ganz woanders leben, auch im Ausland. Diese sind auch in der Einmahnung der Pflege ihres Grabes schwer zu erreichen.
Pfarren mit großem ehrenamtlichen Engagement
In anderen Pfarren hat sich ein Team von Ehrenamtlichen gebildet, das regelmäßig in einer gemeinsamen Aktion diese Pflege übernimmt und dann zu einer gemütlichen Jause eingeladen wird. Diese Möglichkeiten würden wir auch selbstverständlich anbieten, aber es hat sich bisher niemand gefunden, der dies ein bißchen "in die Hand nimmt". Herr Schilcher oder Herr Kusche sind für jedes Angebot dankbar und gerne finanziert die Pfarre eine gute Abschlussjause bzw. Kaffee und Kuchen, je nach Wunsch im Pfarrheim.
Friedhöfe innerhalb städtischer Verwaltung
Viele Städte haben eine öffentlich einsehbare Gebührenordnung. Diese ist manchmal mehr als doppelt so hoch, wie die anfallenden Kosten in kirchlicher Verwaltung einer Pfarre sind. Da macht sich das Ehrenamt für alle bemerkbar. Dieser Preis entsteht dort aber auch nicht aus Profitgründen, sondern einfach rechnerisch, weil sonst diese umfassenden Pflegedienste nicht geleistet werden können. Natürlich wäre dieser Weg auch für Altmünster gangbar. Aber beides wird auch in Zukunft nicht möglich sein: Hoher Leistungsanspruch und zugleich Grabgebühren, welche diese Mehrkosten nicht abdecken.
Suche nach Lösungen
Warum hat es bisher geklappt?
Wir bitten noch um etwas Geduld, dass da erst noch eine Lösung gesucht werden muß. Ich denke fast alle wissen, dass früher Frau Josefa Schallmeiner die viele Tage im Friedhof verbracht hatte, um dort alles unkrautfrei zu halten. Es ist ein Glücksfall, wenn eine bescheidene Person diese Aufgabe zu ihrer Hauptfreizeitbeschäftigung macht. Aber leider ist sie verstorben. Und erst jetzt sehen alle so richtig, welch großartigen Dienst sie für die Gemeinschaft erbracht hat.
Eine Einladung:
Wir sprechen hier eine Einladung aus: Es bildet ein Team Ehrenamtlicher, das gelegentlich gemeinsam einen Säuberungsnachmittag einlegt, wie es in anderen Pfarren üblich ist. Gerade die heftigen Emotionen über den unerfreulichen Zustand im Friedhof lassen darauf schließen, dass es vielen ein Anliegen wäre, auch jene Wege frei zu halten, wo sich niemand um das Grab kümmert. Gemeinsam wäre es zu schaffen. Vielleicht melden sich in den nächsten Woche Bereitwillige bei Herrn Herbert Kusche unseren Friedhofsverwalter, bei Josef Schilcher, dem Obmann für Finanzen, oder bei der Pfarrsekretärin Martina Bart oder natürlich auch beim Pfarrer. Bei gutem Willen könnte es gelingen! Um der Schönheit von Altmünster willen!
Entscheidung für Gebühren Erhöhung
Als letzte Möglichkeit blieben die oben erwähnten Wege:
Die Pflege am eigenen Grab wahrnehmen und ein eher ungepflegtes Nachbargrab vielleicht selbst mitzupflegen oder den Weg unkrautfrei zu machen. Dann gäbe es die Fremdvergabe an eine Firma mit Erhöhung der Gebühren. Als letztes bliebe die Alternative, mit dem nicht ganz zufriedenen Zustand leben zu lernen
Um hier eine Lösung bzw. Entscheidung zu finden, bitten wir noch um etwas Geduld! Wir werden wiederum einzelne Personen ansprechen.
Herzlichen Dank für Ihr Verständis
Friedhofsverwaltung und Team für Finanzen
